Rapsblüten fliegen
Nun ist es wieder so weit. Nicht nur rund um Andernach blühen die gelben Rapsfelder. Nicht jeder freut sich darüber, denn Rapsblüte heißt auch: Gelb überzogene Autos, Gartenmöbel und mehr. Aber was ist eigentlich Raps und wozu wird er verwendet? Die Blüten verwandeln sich bis zum Juli in Schoten mit kleinen, zwei Millimeter dicken Körnern, die einen sehr hohen Ölgehalt haben. Nach der Ernte im Juli werden die Körner gepresst. Das gewonnene Öl kann zum einen als Speiseöl oder Kraftstoff in Form von Biodiesel verwendet werden. Als Speiseöl steht Rapsöl nach Angaben der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) in der Beliebtheit auf Platz eins, weit vor Sonnenblumen- und Olivenöl. Ernährungsphysiologen empfehlen Rapsöl wegen seines sehr günstigen Fettsäuremusters. Rapsöl zeichnet sich mit einem hohen Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus und trägt dazu bei, einen normalen Blutcholesterinspiegel aufrechtzuerhalten. Doch auch der Anbau selbst bietet viele Vorteile. Von Landwirten wird die Ackerfrucht geschätzt, da sie den Boden optimal auf nachfolgende Kulturen vorbereitet, also eine gute Vorfruchtwirkung hat. Die langen Wurzeln können Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten erreichen und sorgen für eine Durchlockerung des Bodens. Anziehend finden außerdem nicht nur die Menschen die leuchtenden Felder, sondern auch Bienen. Raps ist eine tolle Nektar- und Pollenquelle. Laut UFOP ergeben ein Hektar Raps 40 Kilogramm Rapshonig. Raps ist also nicht nur schön für das Auge, sondern bringt noch viele andere Vorteile. Und der Pollenflug wird in wenigen Tagen auch vorbei sein.
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Euer
Bäckerjung
