Mahnwache: Amnesty macht aufmerksam
Rassismus im Alltag
Koblenz. Anlässlich des Tags gegen Rassismus hat Amnesty International Koblenz Betroffenen von Rassismus gedacht, darunter auch den Opfern des Anschlags in Hanau. Mit Nelken sorgten die Teilnehmer*innen der Mahnwache dafür, dass diese rassistisch motivierte Tat nicht in Vergessenheit gerät.
Neben den Opfern stand aber auch Rassismus im Alltag im Blickpunkt der Mahnwache am Deutschen Eck.
Pascal Dumas von Amnesty Koblenz erklärt: „Rassistisch motivierte Morde wie in Hanau, Halle und Atlanta sind die traurige Spitze eines riesigen Eisbergs. Täglich werden vor unseren Augen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religionszugehörigkeit ausgegrenzt, benachteiligt und angegriffen. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist das Verbot der Diskriminierung fest verankert und deshalb muss jeder Tag ein Tag gegen Rassismus sein.“
Mit Plakaten erinnerte die Gruppe daran, dass Rassismus im Alltag oft in Form von Vorurteilen begegnet. So heißt es auf einem der Plakate beispielsweise: ‚Welchen Glauben hat Humor?‘ Amnesty International fordert alle Mitmenschen dazu auf, Rassismus persönlich zu nehmen - auch wenn man selber nicht direkt betroffen ist. Man solle nicht wegschauen, wenn eine Person mit Vorurteilen oder rassistischen Beleidigungen konfrontiert werde.
Zu diesem Thema hat Amnesty Koblenz bei der Mahnwache am Deutschen Eck auch Flyer auslegt.
Diese erklären, wie man sich bei rassistischen Angriffen verhalten sollte und machen deutlich: Jede und jeder kann sich dafür einsetzen, dass alle Menschen unserer vielfältigen Gesellschaft sich sicher und frei fühlen können.
