Ausstellung „Partnerschaft des Friedens“ in Rheinbach eröffnet
Rathaus wird zur Gedenkstätte
Zahlreiche Exponate und Schautafeln erinnern an den Ersten Weltkrieg
Rheinbach. Es waren mittlerweile fast drei Monate vergangen nach dem geplanten Termin der Eröffnung der Ausstellung zur „Partnerschaft des Friedens“ im Eingangsbereich des Rheinbacher Rathauses. Corona hatte damals kurzfristig die Möglichkeit genommen, zum anberaumten Termin die Ausstellung zu eröffnen. Umso mehr freute sich Bürgermeister Stefan Raetz, die Eröffnung im Beisein von Gästen durchführen zu können. Mit dabei waren eine Abordnung der Bundeswehr unter Führung vom Standortältesten und Kommandeur des Betriebszentrums IT-System (BITS) Brigadegeneral Ralf Hoffmann und dem Abteilungsleiter Führung BITS, gleichzeitig Beauftragter Patenschaft, Oberstleutnant Jens Nötzel.
Organisatorisch wurde die Ausstellung vom Koordinator der Partnerschaft des Friedens der Stadt Rheinbach, Thomas Spitz begleitet. Bürgermeister Stefan Raetz betonte in seiner Begrüßungsansprache, wie wichtig der Frieden sei, vor allem vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges, dessen größte Schlacht unweit von unserer Heimat stattgefunden habe.
Die Ausstellung „Partnerschaft des Friedens“ wäre nicht möglich gewesen ohne den Initiator und langjährigen Kenner der Vorgänge des Ersten Weltkriegs, Peter Baus, der die weiteren Ausführungen zur Ausstellung übernahm.
„Als junger Mann war ich 1978 das erste Mal in Verdun. Mein ganzes Leben lang habe ich mich mit Geschichte und militärhistorischen Themen beschäftigt. Dabei war ich auch viele Male in Verdun und Umgebung. Im Jahr 1987 habe ich meine erste militärhistorische Weiterbildung mit Soldaten aus Rheinbach dorthin durchgeführt. Die Partnerschaft des Friedens ist nicht mit den herkömmlichen Städtepartnerschaften vergleichbar. Douaumont und Vaux sind zerstörte kleine Ortschaften, im Epizentrum der damaligen Schlacht von Verdun 1916. Die deutsch-französische Geschichte, der Erste Weltkrieg, die Schlacht bei Verdun sind große Ereignisse, über die es unzählige, umfangreiche Bücher, Dokumente und sonstige Veröffentlichungen gibt. Bei der Darstellung auf einer übersichtlichen Anzahl von Schautafeln kommt es natürlich zwangsläufig zu Verknappungen oder nicht statthaften Verkürzungen. Aber dies ist eine Ausstellung, die dem Besucher die Großartigkeit der Partnerschaft des Friedens anschaulich und in angemessener Kürze darstellen soll“
schloss Baus seine ausführlichen Erklärungen zur Ausstellung.
Die Ausstellung „Partnerschaft des Friedens“ wird noch bis Ende Juli im Foyer des Rheinbacher Rathauses zu sehen sein.
-EICH-
Stefan Reatz freute sich über die Teilnahme der Bundeswehr unter Führung von Brigadegeneral Ralf Hoffmann.
