Allgemeine Berichte | 21.05.2025

Sprachförderung hilft Neuwieder Vorschulkindern beim Schulstart

„Rede mit, mach mit!“

Arbeiten an einem guten Schulstart der Kleinsten: von l.n.r.: Bürgermeister Peter Jung, Jasmin Carillo Castillo (Trägervertretung ev. Verband), Jennifer Welker (Kath. Familienbildungsstätte, Projektkoordination), Karin Schwidergall-Proschka (Sprachförderkraft), Petra Marks (städtisches Jugendamt, Projektkoordination) und Chris Schaell (Leitung ev. Kita Raiffeisenring).Foto: Melanie Lange

Neuwied. Gute Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Bildungslaufbahn – das weiß auch die Stadt Neuwied. Mit dem Projekt „Rede mit, mach mit!“ unterstützt das städtische Jugendamt in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Neuwied und den Trägern der Neuwieder Kindertagesstätten gezielt Vorschulkinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen. Das Förderprogramm ist die Weiterentwicklung des früheren Projekts „Schulneulinge“ und läuft bis zu den Sommerferien in elf Neuwieder Kitas.

Insgesamt 82 Kinder fördert das Projekt in diesem Jahr gezielt. Zwölf engagierte Sprachförderkräfte arbeiten dabei mit den Mädchen und Jungen möglichst situativ, spielerisch und alltagsnah. So lernen die angehenden Schulkinder in alltägliche Situationen wie beim Spielen oder am Essenstisch. Diese Herangehensweise erzeugt ein intensives und kindgerechtes Lernumfeld, das sich eng an den individuellen Bedürfnissen orientiert. Geschichten, Rollenspiele sowie Übungen zum Hören und zur Sprachrhythmik helfen den Kindern, ihren Wortschatz auszubauen, das Sprachverständnis zu verbessern und sprachliche Sicherheit im Deutschen zu gewinnen.

Über 20 Wochen hinweg erbringen die Sprachförderkräfte gemeinsam beachtliche 1.100 Förderstunden. Sie begleiten, um den jungen Deutschlernenden gerecht zu werden, maximal sechs Kinder gleichzeitig. „Sprache ist der Türöffner zur Welt – wer sich nicht ausdrücken kann, hat es in der Schule und im sozialen Umfeld schwerer“, betont Bürgermeister Peter Jung. „Deshalb ist es uns als Stadt wichtig, möglichst viele Kinder mit Sprachförderbedarf frühzeitig und gezielt zu fördern – damit der Start in die Schule gelingt.“

Die Auswahl der beteiligten Einrichtungen erfolgte bewusst: Viele der Kitas in der Innenstadt haben kurzfristig eine höhere Zahl an Kindern mit Sprachförderbedarf aufgenommen. Zehn Kitas der Innenstadt und eine in Niederbieber sind daher in diesem Jahr Teil von „Rede mit, mach mit!“. Eine Ausweitung auf alle Kitas ist aufgrund begrenzter Mittel derzeit nicht möglich. Insgesamt investiert die Stadt Neuwied 33.000 Euro in das Projekt – etwas über 8.000 Euro davon stammen aus dem Landesförderprogramm „Vorbereitung des Übergangs von der Kindertagesstätte zur Grundschule“. Ziel ist es, die Kinder fit für den Schulalltag zu machen – sprachlich, sozial und emotional. Begleitet wird das Projekt durch eine systematische Dokumentation und eine abschließende Evaluation. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für zukünftige Projekte dienen – denn frühzeitige Sprachförderung ist eine Investition in die Zukunft jedes einzelnen Kindes.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Neuwied

Arbeiten an einem guten Schulstart der Kleinsten: von l.n.r.: Bürgermeister Peter Jung, Jasmin Carillo Castillo (Trägervertretung ev. Verband), Jennifer Welker (Kath. Familienbildungsstätte, Projektkoordination), Karin Schwidergall-Proschka (Sprachförderkraft), Petra Marks (städtisches Jugendamt, Projektkoordination) und Chris Schaell (Leitung ev. Kita Raiffeisenring). Foto: Melanie Lange

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