Allgemeine Berichte | 17.09.2019

35. Heimatbesuch früherer Koblenzerinnen und Koblenzer

Rege Kontakte pflegen

Gäste aus Israel, den USA und Deutschland wurden durch die Kulturdezernentin begrüßt

Doris Leber (Petah Tikva), Avi Avadiev (Christlich-Jüdische Gesellschaft und Jüdische Kultusgemeinde), Hans-Peter Kreutz (CJG), Doris Leber (Petah Tikva), Stefanie Maltha (CJG), Ingeborg Markowski (CJG), P. Prof. Dr. Alban Rüttenauer (CJG), Hans-Werner Schlenzig (CJG) und Dr. Jürgen Schumacher mit Gattin (Förderverein Mahnmal) zusammen mit den Teilnehmern des Heimatbesuchs.Foto: privat

Koblenz. In Vertretung des Oberbürgermeisters der Stadt Koblenz, David Langner, begrüßte die Kultur- und Bildungsdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz die Gäste des Heimatbesuchs aus Israel, aus den USA und aus Deutschland persönlich. In ihrer Begrüßungsansprache ging sie darauf ein, dass die früheren Koblenzerinnen und Koblenzer sowie deren Angehörige vertrieben, respektlos behandelt wurden und aufgrund der Ausreise und Flucht in andere Länder als Kind unter widrigsten Bedingungen ein neues Zuhause suchen mussten. Familien wurden ausgelöscht, es bestanden in den allermeisten Fällen existenzielle Nöte, und viele Schicksalsschläge mussten bewältigt werden.

Unrecht kann nicht ungeschehen gemacht werden

Margit Theis-Scholz betonte, dass man das Unrecht nicht ungeschehen machen könne, aber die Stadt Koblenz sehr viel Wert auf eine gute Willkommenskultur lege und dass man froh sei, solch rege Kontakte mit den heute Lebenden zu pflegen.

In Koblenz existieren bereits zahlreiche Initiativen, Verbände, Vereine und Institutionen, wie unter anderem der Förderverein Mahnmal Koblenz, die Christlich-Jüdische Gesellschaft, der Freundschaftskreis Koblenz – Petah Tikva, aber auch die Kirchen, die sich intensiv mit der Gedenkarbeit innerhalb der Erinnerungskultur auseinandersetzen. Das Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz hat ein regelmäßiges Netzwerktreffen zur Erinnerungskultur ins Leben gerufen und beteiligt sich auch aktiv an der Vertiefung der Erinnerungskultur und der Gestaltung von Gedenkfeiern in der Stadt.

15 Schulen mit Patenschaften für Stolpersteine

Dr. Theis-Scholz führte aus, dass in Koblenz bereits 15 Schulen Patenschaften für die Stolpersteine übernommen haben, die im Stadtgebiet für die Opfer des Nationalsozialismus verlegt wurden. Jährlich findet hierzu ein Treffen mit den Schulen statt, die sich mit den jeweiligen Opferbiografien beschäftigen und sich bereit erklärt haben, die über 120 Stolpersteine in Koblenz zu pflegen. Außerdem arbeitet man an der Entwicklung einer App, die über die Biografien der Opfer des Nationalsozialismus informiert und so das Gedenken der Opfer in einer modernen Form erfahrbar macht.

Dr. Theis-Scholz dankte allen, die sich in der Gedenkarbeit engagieren und so die Erinnerung an die Opfer und die Geschehnisse in der Zeit des Nationalsozialismus wach halten. Bei der Verabschiedung wünschte sie allen einen angenehmen Aufenthalt in Koblenz, einen anregenden Gesprächsaustausch und ein gesundes Wiedersehen im nächsten Jahr.

Pressemitteilung Stadt Koblenz

Doris Leber (Petah Tikva), Avi Avadiev (Christlich-Jüdische Gesellschaft und Jüdische Kultusgemeinde), Hans-Peter Kreutz (CJG), Doris Leber (Petah Tikva), Stefanie Maltha (CJG), Ingeborg Markowski (CJG), P. Prof. Dr. Alban Rüttenauer (CJG), Hans-Werner Schlenzig (CJG) und Dr. Jürgen Schumacher mit Gattin (Förderverein Mahnmal) zusammen mit den Teilnehmern des Heimatbesuchs.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Ingo Materne: Der Artikel überzieht aus meiner Sicht deutlich. Ja: Lärm, Schattenwurf und konkrete Abstände müssen im Genehmigungsverfahren sauber geprüft werden. Aber aus der aktuellen Studienlage lässt sich keine...
  • Michael Krah: Also stehen demnächst außer E Scooter auch Stühle in der Gegend rum. Man hätte auch einfach ein paar Bänke aufstellen können.
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Dauerauftrag 2026
Gesundheitsmagazin  MYK
Anzeige Museum unplugged / Sonderpreis
Titelanzeige
Angebotsanzeige (Mai)
Schulhausmeister/in (w
Werbeplan 2026 / rund ums Haus
Empfohlene Artikel
Die St.-Pius-Straße im Ortsteil Bachem.  Foto: ROB
2065

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen der Fertigstellung des Brückenbauwerkes Bachemer Brücke und der weiterführenden Arbeiten muss im Bereich der Verkehrswegebeziehung St.-Pius-Straße / Eifelstraße ab Montag, 8. Juni für rund sieben Wochen eine Vollsperrung eingerichtet werden. Dies ist erforderlich, um das neue Brückenbauwerk an die bestehende Verkehrsinfrastruktur anzuschließen. Hierbei stehen auf...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
9

LKW hielt erst nach einigen Kilometern Fahrt über die Autobahn an

02.06.: Nach Unfall auf Autobahnrastplatz: Mann klammert sich an flüchtenden LKW

Kreis Düren. Am Dienstag (2. Juni) gegen 18 Uhr hat sich auf dem Rastplatz Rurscholle (DN) an der Bundesautobahn 4 ein 47 Jahre alter Fernfahrer an die Lkw-Front eines mutmaßlichen Unfallverursachers geklammert. Dieser hatte den Unfall ignoriert und war mit seiner Mercedes-Actros-Zugmaschine mit tschechischer Zulassung langsam in Richtung Aachen weitergefahren.

Weiterlesen

Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Titel KW 22
Haus und Gartenparadies
Küchen - Hr. Bönder
Sonderpreis Outdoor Tage wie vereinbart
vorab überwiesen am 22.05.2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0324#
Anzeige Umzug ins Thermalbadehaus
Stellenausschreibung Bauleitplanung
Titelanzeige
sprudelndes Sinzig
sprudelndes Sinzig