Allgemeine Berichte | 01.12.2025

Dranbleiben ist das Gebot der Stunde.

Reger Austausch zu erneuerbaren Energien in der VG HöhrGrenzhaus

Dr. Thomas Bernhard bei seinem Impulsvortrag Foto:Marlon Wrasse

Höhr-Grenzhausen. Die Energiewende ist und bleibt ein bedeutendes Thema. Vor diesem Hintergrund fand am 13.11.2025 in der Zweiten Heimat die Abschlussveranstaltung „Erneuerbare Energien – Chancen für die VG Höhr-Grenzhausen“ im Nachgang zur einwöchigen Posterausstellung statt.

Organisiert wurden beide Veranstaltungen von der SPD und den Grünen aus HöhrGrenzhausen. Vorrangiges Ziel war es, klimarelevante und ökonomische Potenziale aufzuzeigen und zu diskutieren. Angesprochen waren u.a. Privatpersonen, Schulen und Gewerbetreibende aus Höhr-Grenzhausen und der angrenzenden näheren Region.

Erfreut waren die Veranstalter über rund 50 Besucher der Abschlussveranstaltung.

Eingeleitet wurde der Abend mit einem Impulsvortrag von Dr. Thomas Bernhard. Er stellte die Einflüsse des Klimawandels auf die Gesundheit der Menschen insbesondere durch die immer öfter auftretende Hitze eindrucksvoll dar.

Es war ein Ansporn, die Nutzung erneuerbarer Energien zu forcieren. Dem haben die anschließende Information und Diskussion auf der Basis von 12 Postern absolut Rechnung getragen.

Sascha Deurer und Christian Meyer adressierten vor allem die wirtschaftliche private Nutzung in Ein- und Dreifamilienhäusern im Rahmen von energetischen Sanierungen.

Zum Einsatz kamen Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, ELadestationen, Einzählermodelle gekoppelt mit einem praxisnahen Energiemanagement.

Verständliche Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Fördermöglichkeiten für Privathaushalte, Vermieter und auch kommunale Akteure wurden vorgestellt. Parallel dazu stellten Adrian Eiser und Daniel Zipperling vor, was alles schon von der Verbandsgemeindeverwaltung bzw. den Verbandsgemeindewerken in Höhr-Grenzhausen modern umgesetzt wurde.

Dabei lag ein Fokus bei der energetischen Sanierung des Rathauses. 2026 sollen erste Erfahrungen mit einem Strombilanzkreis zur besseren Ausnutzung gewonnener Energie zwischen den Liegenschaften Rathaus und Linderhohl gewonnen werden.

Das neue Gebäude der Verbandsgemeindewerke wurde als Niedrigenergiehaus realisiert. Gesetzt wurde auf PV-Anlagen auf dem Dach, einen Batteriespeicher, dem Einsatz von Wärmepumpen und der zusätzlichen Einrichtung von ELadesäulen.

Ralf Kneisle präsentierte das Vorgehen und die Ergebnisse einer ehrenamtlichen Bürgerinitiative zur Installation und Betrieb einer PV-Anlage auf dem angepachteten Dach der Sonnenfeldschule in Hilgert, schon in 2009.

Die Maxwäll Energiegenossenschaft eG, eine Initiative von Westerwälder Bürgern, wurde 2012 gegründet. Der Vorstand Gerd Stein stellte die Organisation, das übergeordnete Ziel, die Energiewende im Westerwald aktiv voranzubringen und die ökonomische Situation, vor allem durch die wirtschaftliche Bereitstellung gewonnener Solarenergie vor. Auch unsere Partnerstadt Raeren aus Belgien setzt auf erneuerbare Energien.

Pascal Collubry und Ulrich Deller veranschaulichten u.a. die Maßnahmen der Gemeinde zum Einsatz von PV-Anlagen und der Einrichtung eines Nahwärmenetzes.

Besonders interessant ist dort das erfolgreiche Vorgehen zur Realisierung eines Windparks unter intensiver Einbindung der Bürger.

Herbert Brockmann legte die aktuelle Situation der hiesigen Windenergiegewinnung dar. Der Westerwaldkreis deckt heute über 25% seines Strombedarfs aus Windenergie, gewonnen im Kreisgebiet.

Der Ausbau des Stromnetzes ist in Deutschland immer wieder ein Thema – Alexandra Kaatz stellte dieses Thema mit seinen anstehenden Entwicklungen vor.

Ebenso erläuterte sie, wie inzwischen über die Hälfte des deutschen Strombedarfs durch erneuerbare Energien gewonnen wird und der Strompreis für Privathaushalte zustande kommt.

Die Diskussionen an den Postern waren intensiv und konstruktiv, lediglich in Einzelfällen auch kontrovers. Die Bedeutung der Nutzung erneuerbarer Energien durch jeden Bürger und jede Bürgerin wurde grundsätzlich nicht infrage gestellt. Sie ist voranzubringen. Dazu erfolgte abschließend ein Mitmachaufruf.

Interessierte Personen melden sich gerne über folgende E-Mailadresse: kontakt@chancen-fuer-hg.de. Dranbleiben ist das Gebot der Stunde.

Pressemitteilung B‘90/Grüne Ortsverband Höhr-Grenzhausen

Diskussion im Kontext der Postervorstellungen Foto Kerstin Hauke

Diskussion im Kontext der Postervorstellungen Foto Kerstin Hauke

Dr. Thomas Bernhard bei seinem Impulsvortrag Foto:Marlon Wrasse

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