Zugunfall auf der Lahnstrecke ging glimpflich aus
Regionalbahn rammt Lieferwagen
Fahrer war zu früh abgebogen und auf dem Gleisbett gelandet
Miellen/ Friedrichssegen. Gegen 5.40 Uhr am Freitag, 11. März hat die Regionalbahn 12600 auf dem Weg von Limburg nach Andernach am Bahnübergang zwischen Miellen und Friedrichssegen einen Lieferwagen gerammt. Der Lieferwagen hatte den Straßenverlauf am Bahnübergang falsch eingeschätzt und war auf die Gleise abgebogen. Als er seinen Fehler erkannte und feststellte, dass er aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Schotterbett der Gleisanlage herauskommt, wählte er den Notruf, da schlossen sich schon die Schranken. Sekunden später traf die Regionalbahn trotz eingeleiteter Notbremsung auf die hintere rechte Kante des Lieferwagenhecks auf. Verletzt wurde bei dem Aufprall und der Notbremsung nach Angaben des Zugführers und der Bundespolizei vor Ort niemand, der Zug wurde allerdings auf der kompletten Seite beschädigt, die meisten Fenster gingen zu Bruch. Auch der Lieferwagenfahrer blieb unverletzt. „Das hier ist sehr glücklich abgegangen. Ein paar Zentimeter weiter im Gleis drin und es hätte zur Katastrophe kommen können“, so ein Bundespolizist vor Ort. Der Zug, der um 4:45 Uhr in Limburg abgefahren war und um 5.50 Uhr Koblenz hätte erreichen sollen war noch mäßig besetzt – die nächste Regionalbahn wäre im Schülerverkehr wohl voll besetzt gewesen. Zurzeit ist die Lahnstrecke noch gesperrt – anch der Bergung des Fahrzeugs soll der beschädigte Zug in den Friedrichssegener Bahnhof gebracht werden. Danach untersuchen Experten Gleise und Signalanlagen. Es kommt zu Ausfällen im Schülerverkehr.
Willi Willig
