Heimatverein Villip bei vorösterlicher Dorfrandreinigung
Reiche“ Ernte“ bei der Dorfrandreinigung
Villip. Meistens war es einfach nur Müll der üblichen Sorten, den die mehr als drei Dutzend fleißigen Helferinnen und Helfer aus den grünenden Rabatten an den Wegerändern, am Kirchplatz und in den Fluren rund um Villip, Villiprott und Holzem bei der vorösterlichen Dorfrandradreinigung zusammen geklaubt hatten. Aber die Hintergründe der Geschichte des Fragments eines Kinderrollers, das sich in freier Wildbahn fand, hätte einen schon interessieren können.
Oder warum der Auslieferer eines Anzeigenblättchens über Wochen zwischen Dezember und März die wöchentlichen Exemplare in dicken Packen an drei Bushaltestellen in Villiprott deponierte, statt sie in die Briefkästen zu stecken. Vom Regen und Schnee satt durchnässt bildeten diese Pakete diesmal einen gewichtigen Schwerpunkt der Aktion, zu der der Villiper Heimatverein (HVV) eingeladen hatte.
„Wir hatten auch diesmal neben den üblichen Sammelgruppen am Samstag, die von Treckergespannen (Günter Breuer, Tobias Teichner und Reiner Saam) unterstützt wurden, weitere Klein-Grüppchen und Einzelkämpfer am Start, die das gute Wetter am Sontag für ihre Sammeltour entlang festgelegter, auf zwei Stunden angesetzter Routen genutzt haben, um die Natur von Weggeworfenem und Verlorenen zu befreien“, so HVV-Vorsitzender Ulf Hausmanns. Der Heimatverein wolle an dieser mit Corona eingeführten Praxis festhalten, da dies die Zahl derer, die bei der Müllaktion mitmachen, noch einmal erhöhe.
„Renner“ waren wie seit Jahren Flaschen, Dosen, Plastik; dazu Autoreifen - um Holzem gehäuft auch Autozubehör und Schrott - und immer wieder Plastikfolien aus der Landwirtschaft, dagegen kaum noch Schutzmasken. „Das hat die Natur wohl den vielen Dorfbewohnern zu verdanken, die über das ganze Jahr auf eigene Faust ihre Spazier- und Hundeausführgänge mit dem Sammeln von Müll verbinden. Ihnen danken wir genauso wie den Teilnehmern der Dorfrandreinigung“, so Hausmanns. Im kommenden Jahr hofft der Heimatverein, dann wieder die Aktion mit einem gemeinsamen Umtrunk samt Vesper abschließen zu können, denn die „Begegnung nach getaner Arbeit an der frischen Luft“ sei eine von vielen geschätzte Form der Gemeinsamkeit.
