Allgemeine Berichte | 07.11.2018

Stiftung „Fly & Help“ zu Gast bei der Kulturinitiative „Lehmensart“

Reiner Meutsch präsentierte sein Abenteuer Weltumrundung

Liveshow erzeugte einen Spendenerlös in Höhe von 4000 Euro

Reiner Meutsch und seine Stiftung „Fly & Help“ waren zu Gast bei „Lehmensart“.  -EP-

Lehmen. Eine Diashow, ach ja, wie langweilig, könnte der erste Gedanke beim Lesen der Ankündigung der Liveshow von Reiner Meutsch sein. Doch das Publikum in der Mehrzweckhalle Lehmen, die aus allen Nähten platzte, erlebte eine Präsentation seiner Weltumrundung, die faszinierend, atemberaubend spannend, Gänsehaut erzeugend war und auch manchmal zu Tränen rührte. Eingeladen hatte die Kulturinitiative „Lehmensart“, die von der röhrig-forum Kulturbühne, der KSK Mayen und vom Kreisbeigeordneten Rudi Zenz bei der Durchführung unterstützt wurde.

Es war nicht nur eine beeindruckende Vorstellung der Weltumrundung, dahinter verbirgt sich ein großartiges Engagement für die gute Sache. Und die heißt „Förderung von Bildung und Erziehung“ in Afrika, Asien und Lateinamerika. Zu diesem Zweck gründete Reiner Meutsch 2009 die Stiftung Fly & Help (www.fly-and-help.de). „Schulbildung ist die Grundlage für ein eigenständiges Leben. Wer Lesen und Schreiben gelernt hat, kann sich seine eigene Meinung bilden und bestehende Ungerechtigkeiten hinterfragen.“ Das ist Reiner Meutsch wichtig, daher unterstützt seine Stiftung den Bau von Schulen in Entwicklungsländern.

Abenteuer, Hilfsprojekt und Herzenswunsch

In seiner Liveshow ließ er die Gäste bewegend und anschaulich an seiner Weltumrundung teilhaben. Sie war Abenteuer, Hilfsprojekt und Herzenswunsch zugleich: „Mir liegt am Herzen, die geförderten Projekte vor Ort persönlich zu besuchen, mich vom Baufortschritt zu überzeugen oder die Schulen einzuweihen“, so Reiner Meutsch. Der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter des Reiseveranstalters Berge & Meer erfüllte sich seinen Lebenstraum und tauschte seinen Schreibtisch gegen das Cockpit eines Kleinflugzeuges, um einmal um die Welt zu fliegen. Das tat er auch in Gedenken an seinen im Alter von 58 Jahren verstorbenen Vater, der immer reisen wollte, es aber nie schaffte. Reiner Meutsch startete im Januar 2010, hinter ihm lagen Monate, die ausgefüllt waren mit dem Beschaffen von Genehmigungen und Ausrüstung sowie sage und schreibe 19 Impfungen. Seine Reise beinhaltete den Besuch und die Unterstützung von Hilfsprojekten in Ghana, Ruanda, Indien, Indonesien und Brasilien. Es waren fünf Projekte, die eine langfristig angelegte Bildungskampagne der Stiftung Fly & Help ins Rollen brachte.

Fesselnde und emotionale Geschichten

Die ersten afrikanischen Länder empfingen Reiner Meutsch nicht mit offenen Armen. Drastisch seine Schilderung von Korruption, Bedrohungen und Angst. Sogar eine Entführung durch Al Kaida war zu befürchten. Doch Zweifel an seiner Herzensangelegenheit kamen nicht auf, ein Abbruch stand nicht zur Debatte. Einen Abend lang erlebte das Publikum fesselnde Geschichten, wurde mit unfassbarer Armut konfrontiert, erlebte in farbenfrohen Bildern und informativen Videos, untermalt von Live-Auftritten von Weltklasse Musikern – wie Yma America ( Lied aus „König der Löwen“) und Akrobaten aus unterschiedlichen Kontinenten. Zwei Stunden lang nahm Reiner Meutsch mit seiner sehr persönlichen Live-Moderation die Zuschauer mit auf seine Weltumrundung, ließ sie teilhaben an der Freude der Menschen, die er unterstützt: „Die Liebe, die er gibt, spiegelt sich in den Gesichtern der Kinder!“. Ergreifende Aufnahmen verdeutlichten dies, nahmen die Gäste mit, ließen sie spüren, wie wichtig und richtig das Tun Reiner Meutschs ist: „Besonders berührend ist es, in die strahlenden Augen der Kinder zu blicken, die stolz und unendlich dankbar sind, lesen und schreiben lernen zu dürfen.“

Bau von Schulen wird unterstützt

Bis heute unterstützt die Stiftung Fly & Help den Bau von über 250 Schulen, aktuell werden circa 30 neue Schulprojekte in Afrika, Asien, Latein- und Südamerika durchgeführt. Reiner Meutsch wird nicht müde zu reisen, jedes Jahr werden Delegationsreisen in Fördergebiete durchgeführt, Reisen genutzt, um förderungswürdige Projekte zu sichten. Bis Ende 2017 standen 7,4 Millionen Euro Fördervolumen zur Verfügung, knapp 200 Schulprojekte konnten damit umgesetzt werden. Das machten viele Spenden möglich und die zahlreichen Aktivitäten der Stiftung durch Reiner Meutsch, die da wären: Reisen, bei denen der Mitreisende Schulprojekte besucht, Hubschrauberrundflüge, um die Heimat mal von oben zu sehen, die Liveshow „Abenteuer Weltumrundung“ und die „Fly & Help“ Spendengala mit einem erlesenen Vier-Gänge-Menü und Künstlern aus aller Welt (Infos und Termine www.prime-promotion.de). Jede Spende kommt eins zu eins an, das heißt, jeder Euro fließt in ein Projekt vor Ort. Alle Kosten der Stiftung trägt Reiner Meutsch privat oder sind durch Sponsoren abgedeckt. „Zehn Euro = ein Kind = ein Jahr“ bedeutet, ein Kind kann ein Jahr lang mit Nahrung, Kleidung und Bildung versorgt werden, darauf wies Reiner Meutsch bei seiner Benefizveranstaltung hin. In unserem Leben ein verschwindend geringer Betrag, der aber dort Hoffnung schafft. Während einer zwanzigminütigen Pause hatten die Gäste Gelegenheit, die Stiftung zu unterstützen. Dies nutzten sie ausgiebig, 4000 Euro betrug der Erlös an diesem Abend. Dem jüngsten Projekt: eine Schule in Ruanda mit dem Namen „Andernach“, werden noch viele folgen, damit Kinder und Jugendliche Zugang zu Schulbildung haben und damit eine Zukunftsperspektive.

EP

Reiner Meutsch präsentierte sein Abenteuer Weltumrundung

Seine Fähigkeit sich zu verbiegen zeigte der Schlangenmensch, indem er sich durch einen Tennisschläger zwängte.

Seine Fähigkeit sich zu verbiegen zeigte der Schlangenmensch, indem er sich durch einen Tennisschläger zwängte.

Reiner Meutsch präsentierte sein Abenteuer Weltumrundung

Reiner Meutsch und seine Stiftung „Fly & Help“ waren zu Gast bei „Lehmensart“. Fotos: -EP-

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