Buntes Remagener Demokratiefest am 18. November in der Rheinhalle unter dem Motto „aktiv.zukunft.machen“
Remagen feiert wieder den Tag der Demokratie
Remagen. Erneut wird es in Remagen den Tag der Demokratie geben, veranstaltet vom Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie mit großzügiger finanzieller durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“. In diesem Jahr wird es erneut, wie erstmalig im vergangenen Jahr, keinen dumpfen Aufmarsch der „Rechten“ geben. Auch „linke“ Demonstranten würden bisher nicht erwartet, teilte Ordnungsamtsleiterin Eva Etten von der Stadtverwaltung mit.
Und dennoch soll der Tag der Demokratie gefeiert werden. In diesem Jahr nicht im Außenbereich, sondern in der Rheinhalle von 13 Uhr bis 19 Uhr mit einem „Bunten Remagener Demokratiefest“ mit einem bunten Programm mit Musik, Unterhaltung, viel Information an rund 20 Informationsständen, sowie Beiträgen aus der Literatur und Kunstszene. Vor Beginn in der Rheinhalle wird es den vierten Kripper Friedensspaziergang ab der dem Feuerwehrhaus Kripp geben und einen interreligiösen Gottesdienst an der Friedenskapelle „Schwarze Madonna“ ab 12 Uhr.
In der Rheinhalle wird Bürgermeister Björn Ingendahl um 13 Uhr ein Grußwort sprechen. Auf weitere Ansprachen durch Politiker hat das Bündnis bewusst verzichtet, um zwar politisch, aber nicht parteipolitisch zu agieren.
Um 15 Uhr wird es eine Lesung mit Gabriele Keiser, der Autorin von „Tatort Rheinbrücke, geben, mit einer sich anschließenden Diskussion zum Thema Rechtsextremismus im Vereinsraum der Rheinhalle. Als Demokratie-Aktivisten werden Liedermacher Stephan Maria Glöckner, SchülerInnen der Barbarossaschule Sinzig und Künstlerin Rosemarie Feuser Lieder und Beiträge präsentieren. Von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr wird die Band „Gutso“ begeistern, ebenso wie von 18 Uhr bis 19 Uhr die Band „Sinuz“.
Wie Karin Keelan vom Bündnis in einer Pressekonferenz betonte: „Wir wollen ein klares Bekenntnis zur Demokratie ablegen und den Demokratiegedanken in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen die positiven Werte der Demokratie deutlich machen. Wir wollen insbesondere junge Menschen ansprechen und dafür sensibilisieren für die Demokratie einzutreten. Wir wollen die Jugend für Aktivitäten in der Demokratie begeistern“.
Bernd Loschnig hob hervor, dass das „rechte“ Gedankengut nicht weiter schleichend in der Gesellschaft Raum einnehmen dürfe. „Das Thema ist ja nicht weg, bloß weil in diesem Jahr die Neo-Nazis wegbleiben“, so Loschnig.
Die Vorbereitung für den Tag laufe gerade auf Hochtouren, wie Karin Keelan, Christel Wagner-Schurwanz, Lothar Knothe und Ivan Midgley (alle Bündnis), Bernd Loschnig, PAS, Träger des Bundesprogramms „Demokratie Leben“, Darline Kloos und Max Gerlach (beide von Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz) bei der Pressekonferenz mitteilten . Sehr viele Menschen aus der Region seien schon „aktiv“ dabei. Mittlerweile, durch Zusagen von vielen Personen, sowohl Politikern, Musikern und Künstlern, als auch diversen Gruppen und Organisationen, entwickele sich der Tag der Demokratie zu einem großen und einem großartigen Ereignis. Zahlreiche Infostände sowie Beiträge aus der Literatur und Kunstszene würden den offenen, aktiven Austausch mit Menschen unterschiedlicher Meinung und diversem Hintergrund bieten. Insbesondere seien junge Menschen eingeladen, durch kreative Beiträge (Poetry, Theater, Lieder, Film, Poster, Musik etc.) ihre eigenen Perspektiven zum Thema Demokratie zu präsentieren, auf der Infomeile oder sogar auf der Bühne.
So dürfen alle gespannt sein auf den Tag der Demokratie mit einem „Bunten Remagener Demokratiefest“ am Samstag, 18. November, in der Rheinhalle. Wer noch mehr über den Tag der Demokratie wissen möchte, der kann sich im Internet unter „Tag der Demokratie 2023“ gerne informieren.
AB
