Allgemeine Berichte | 29.11.2015

St. Hubertus Schützenbruderschaft Wassenach e. V. präsentiert Fahne aus dem Jahre 1875

Restaurierte Gründervereinsfahne bleibt der Wassenacher Dorfgeschichte erhalten

(von links) Valentin Müller, Monika Rörig, Franz-Rudolf Rörig, Willi Kaster, Ulrich Bickel, Anja Lienemann, Patrick Klapperich und Alfred Doll

Wer seine Wurzeln kennt, weiß, wer er ist. So kann die St. Hubertus Schützenbruderschaft Wassenach e.V., 1930 gegründet, eigentlich auf eine über 140-jährige Geschichte zurückblicken. 1875 oder 1872 gegründet, muss sie den Namen des Heiligen Sebastian getragen haben, wie die Gründerfahne aus dem Jahr 1875 verrät. Zufällig wurde die Fahne auf dem Dachboden des Pfarrhauses gefunden. „Bis Anfang der 1970er Jahre hing die Fahne in der Kirche“, erinnert sich Franz-Rudolf Rörig. Auch sie ist vermutlich – wie überall damals viele sakrale Gegenstände – aus der Kirche entfernt worden. Ein Stück historisches Bewusstsein war verloren und wurde wiederentdeckt. Dipl.-Restauratorin (FH) Anja Lienemann aus Ruppichteroth restaurierte das wertvolle, gut erhaltene Stück in zwei Monaten. Anja Lienemann: „Die Fahne wurde einseitig bemalt und besteht aus Leinen.“ Die Gründervereinsfahne hat Seltenheitswert, denn sie ist „einblättrig“, besteht also nur aus einer Lage und ist ungefüttert. Wahrscheinlich wurde die Fahne bei hohen Festen gut sichtbar ausgespannt oder getragen. „Aber niemals wurde sie geschwenkt“, so Anja Lienemann. Und die Diplom-Restauratorin erklärte den interessierten Schützen und Sponsoren die gezeigten Figuren und Symbole: „Dargestellt sind der Heilige Sebastian als antikisierter römischer Feldherr mit Schild und Pfeilen, flankiert vom Heiligen Remigius auf der rechten und dem Heiligen Hubertus auf der linken Seite, eingestellt in Arkaden vor stilisierter Landschaft.“ Über dem mittleren Bogen ist auf einem Schriftband zu lesen: „Sicheres Auge, feste Hand - 1875 - braucht der Schütze in dem Stand“. Oben links befindet sich ein Reichsadler und oben rechts ist ein Hirschkopf zu sehen. Die seltene Fahne aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist nach Einschätzung der Restauratorin „eine sehr alte und qualitätsvoll gearbeitete Leinenfahne, die unbedingt erhaltenswert ist.“ Für die Tradition der Schützenbruderschaft hat die Fahne eine große Bedeutung und soll nach der Restaurierung nicht genutzt werden. Gut geschützt in einem Schaukasten ist sie im Schützenhaus zu bewundern.

Mit 3665 Euro für die Instandsetzung der Fahne und 590 Euro für den eigenständigen Bau des neuen Schaukastens lagen die Kosten im Bereich des Kostenvoranschlags, wobei zwei Drittel dank der Unterstützung der Sponsoren aus Verwaltung, Industrie, Handel und von Privatpersonen abgedeckt werden konnten. Bei der Präsentation der historischen Fahne im Schützenhaus bedankte sich die St. Hubertus Schützenbruderschaft Wassenach e.V. herzlich bei Alfred Doll ADW Industriebedarf/Endlosdrucke, Energieversorgung Mittelrhein AG (evm), Getränkevertrieb Willi Klein, Kreissparkasse Ahrweiler, Kreisverwaltung Ahrweiler, Rhodius Mineralquellen und Getränke GmbH & CO. KG, RWE Westnetz GmbH, SHD Holding GmbH und Valentin Müller. Sie alle haben sich verdient gemacht, ein Stück Dorfgeschichte der Nachwelt zu erhalten.

(von links) Valentin Müller, Monika Rörig, Franz-Rudolf Rörig, Willi Kaster, Ulrich Bickel, Anja Lienemann, Patrick Klapperich und Alfred Doll
Werner Schlich, Patrick Klapperich, Franz-Rudolf Rörig, Willi Kaster, Valentin Müller, Alfred Doll Monika Rörig, Ulrich Bickel und Anja Lienemann.ET

Werner Schlich, Patrick Klapperich, Franz-Rudolf Rörig, Willi Kaster, Valentin Müller, Alfred Doll Monika Rörig, Ulrich Bickel und Anja Lienemann.Fotos: ET

Anja Lienemann erklärt die Figuren und Symbole auf der Gründervereinsfahne.

Anja Lienemann erklärt die Figuren und Symbole auf der Gründervereinsfahne.

Die restaurierte Fahne wird jetzt hinter Glas ausgestellt.

Die restaurierte Fahne wird jetzt hinter Glas ausgestellt.

(von links) Valentin Müller, Monika Rörig, Franz-Rudolf Rörig, Willi Kaster, Ulrich Bickel, Anja Lienemann, Patrick Klapperich und Alfred Doll

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