Allgemeine Berichte | 15.05.2024

Großangelegte Gefahrstoffübung im Bundeswehrdepot Kappel - Gefahrstoffzüge aus zwei Landkreisen üben Zusammenarbeit

Rettungskräfte trainieren für den Ernstfall: Gefahrstoffaustritt

Arbeiten am Container „Gefahrstoff“ des Rhein-Hunsrückkreises. Fotos: Dennis Irmiter/Stefan Fisker

Blankenrath/Kappel. Vor Kurzem ab 10 Uhr übten insgesamt 110 Rettungskräfte aus den Landkreisen Cochem-Zell und Rhein-Hunsrück auf dem Gelände des Bundeswehrdepots den Austritt verschiedener Gefahrstoffe. Die Einsatzszenarien wurden von den örtlichen Feuerwehren sowie den Gefahrstoffzügen der beiden Landkreise abgearbeitet. Unterstützt wurden die Einheiten von der Führungsstaffel der Verbandsgemeinde Zell sowie der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Landkreises Cochem Zell.

Auch bei dieser Übung konnten sich die jeweiligen Verwaltungen wieder von der Schlagkraft ihrer“ Feuerwehren überzeugen und so konnten Landrat Volker Boch (Rhein-Hunsrück-Kreis), die Leitende Kreisverwaltungsdirektorin Barbara Schatz-Fischer (Landkreis Cochem Zell) sowie der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell, Jürgen Hoffmann (VG Zell) als Übungsbeobachter begrüßt werden.

Übungsannahme war ein Zusammenstoß zweier mit Gefahrgut beladener LKW auf dem Gelände des Bundeswehrdepots Kappel. Da die Bundeswehr an diesem Standort keine eigene Feuerwehr unterhält, sind in diesem Fall die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden zuständig. Die ersteintreffende Feuerwehr aus Blankenrath konnte sowohl den Unfall mit einer verletzten Person als auch den Gefahrstoffaustritt bestätigen. Die ersten Maßnahmen waren nun die Feststellung der Gefahrstoffe sowie die Rettung der verletzten Person aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Die beiden fiktiv ausgetretenen Gefahrstoffe, jeder für sich schon gefährlich genug (hochkonzentrierte Schwefel- & Salpetersäure), stellten dabei als Gemisch eine besondere Herausforderung dar.

Anschließend galt es, die durch den Unfall beschädigten Behälter mit Spezialwerkzeugen abzudichten, um die Situation einzufrieren und eine Ausbreitung zu verhindern. Im unmittelbaren Gefahrenbereich mussten die Einsatzkräfte diese Arbeiten bei sommerlichen Temperaturen in so genannten Chemikalienschutzanzügen (CSA) durchführen. Das sind schwere Vollschutzanzüge aus Gummi, unter denen die Feuerwehrmänner und -frauen komplett von der Umwelt abgeschirmt sind und so sicher arbeiten können - eine schweißtreibende und anstrengende Arbeit!

Um die gefährlichen Stoffe nicht zu verschleppen und andere Einsatzkräfte nicht zu gefährden, mussten die Kameradinnen und Kameraden nach getaner Arbeit im Gefahrenbereich in einer eigens aufgebauten Dekontaminationsstrecke gereinigt werden, um anschließend den CSA sicher ablegen zu können.

Eine wichtige Aufgabe bei solchen Szenarien ist der Schutz und gegebenenfalls die Warnung der Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften. Um eine Gefährdung ausschließen zu können, wurden mit Hilfe eines Messfahrzeuges an definierten Punkten entlang der Windrichtung Messungen der Gefahrstoffe durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Abwasserwerk wurden die fiktiv in die Kanalisation gelangten Stoffe vom normalen Abwasser getrennt und so ebenfalls eine Ausbreitung verhindert.

Im rückwärtigen Bereich galt es für die Führungsstaffel und die Technische Einsatzleitung den Einsatzleiter Markus Morsch (Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Cochem-Zell) bei dieser komplexen Übung zu unterstützen. Unter anderem mussten die örtlichen Kräfte koordiniert, weitere Kräfte alarmiert und der Einsatz dokumentiert werden. Ein wichtiger Bestandteil war die Ermittlung der Gefahrstoffe mit den daraus resultierenden Gefahren. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst wurde auch eine mögliche Ausbreitung berechnet und daraus weitere angenommene Maßnahmen wie die Warnung der Bevölkerung durch Warnschilder, Rundfunkdurchsagen und Durchsagen veranlasst.

Zur Vorbereitung war die TEL bereits ab 7.30 Uhr im Einsatz und bei dieser Übung mit 19 Einsatzkräften vor Ort. Organisiert und vorbereitet wurde diese Großübung von Lukas Weis, dem stellvertretenden Leiter des Gefahrstoffzuges Cochem-Zell.

Was ist die TEL

Die TEL ist eine vom Landkreis Cochem-Zell aufgestellte Katastrophenschutzeinheit mit ca. 50 Aktiven aus dem ganzen Landkreis. Es stehen ein Einsatzleitwagen (ELW2), ein Mehrzweckfahrzeug (MZF), 2 Drohnen sowie diverses technisches Equipment zur Verfügung. Die TEL wird z.B. bei Einsätzen alarmiert, wenn die örtlichen Kräfte.

BA

Aufbau der Dekontaminationsstrecke.

Aufbau der Dekontaminationsstrecke.

Herstellen der Einsatzbereitschaft CSA-Träger.

Herstellen der Einsatzbereitschaft CSA-Träger.

Dekontamination der Einsatzkräfte.

Dekontamination der Einsatzkräfte.

Arbeiten am Container „Gefahrstoff“ des Rhein-Hunsrückkreises. Fotos: Dennis Irmiter/Stefan Fisker

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
  • Dirk Wershofen: Um Menschen die keine Hunde mögen, sollte man immer einen großen Bogen machen! Und liebe Redaktion, kommt doch mal in den Kaiser Wilhelm Park und schreibt einen Artikel darüber mit Fotos. Als ob es nichts wichtigeres gibt in dem Ort hier??
  • D. Schmidt: Angebracht wäre es, einmal nachzusehen, wer seine Hundesteuer bezahlt ?? Radfahrer?? müssen aber auch im angemessenen Tempo am Ufer entlang radeln ?? …da man schon eine „Anschwärze-Seite“ eingerichtet hat!????
  • Georg Püttmann: Was nützt eine Anleinpflicht wenn der Hundehalter/in zusieht wie der Haufen auf den Gehweg gemacht wird und sich dann schnell entfernt …. Ganz zu schweigen von den Pinkeleien an den Blumenkübeln sowohl...
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
Dauerauftrag
"Harald Schweiss"
Recht und Steuern
Ostern
Lossprechung Metallhandwerker-Innung Ahrweiler
Gegengeschäft
Reifenwechsel
Lossprechungsfeier Metall Innung
Oster-Anzeige
Empfohlene Artikel
Oldtimer umgeben von Linzer Sehenswürdigkeiten.  Quelle: Wolfgang Hürter
16

Linz. Die Stadt Linz am Rhein bereitet sich auf ein außergewöhnliches Wochenende im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und der Automobilgeschichte vor. Von Samstag, den 30. Mai, bis Dienstag, den 2. Juni 2026, ist eine Delegation des Vereins Auto Retro Sport aus der Partnerstadt Pornic zu Gast, um die Region mit ihren rollenden Schätzen zu erkunden. Insgesamt 36 Enthusiasten machen sich...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: ROB
50

Neuwied. Am 31.03.2026 gegen 23:32 Uhr befuhr ein 19-jähriger Fahrer mit einem schwarzen Mercedes-Benz die B 256 auf der Rheinbrücke in Neuwied in Fahrtrichtung Koblenz. Auf Höhe der Abfahrt Weißenthurm verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, wodurch es zu einem Verkehrsunfall kam. Zuvor war das Fahrzeug bereits durch Beamte der Polizeiinspektion Neuwied mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Rheinbrücke festgestellt worden.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
64

Aus dem Polizeibericht

Unfall auf der Rheinbrücke

Weißenthurm/Neuwied. Am 31.03.2026 gegen 23:32 Uhr befuhr ein 19-jähriger Fahrer mit einem schwarzen Mercedes-Benz die B 256 auf der Rheinbrücke in Neuwied in Fahrtrichtung Koblenz. Auf Höhe der Abfahrt Weißenthurm verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, wodurch es zu einem Verkehrsunfall kam. Zuvor war das Fahrzeug bereits durch Beamte der Polizeiinspektion Neuwied mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Rheinbrücke festgestellt worden.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
30

Aus dem Polizeibericht

Unfall unter Alkoholeinfluss

Ettringen. Am Dienstag, den 31.03.2026, verursachte ein 30-jähriger Transporterfahrer in der Straße Breitenholz in Ettringen einen Verkehrsunfall. Aufgrund erheblicher Alkoholisierung war er nicht in der Lage, das Fahrzeug sicher zu führen, und kollidierte beim Rückwärtsfahren mit einem Stromverteilerkasten. Anschließend stieg der Fahrer aus, lud die beschädigte Tür des Verteilerkastens sowie die...

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Dienstleistungen
Kreishandwerkerschaft
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0197#
Ostern im Blick
seniorengerechter Badausbau
Ideen für ein schönes Osterfest
20 % Anzeige VoS
Lossprechungsfeier der Metall-Innung
Lossprechungsfeier Metall-Innung
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0197#
Anzeige Ostermarsch und Ostergrüße
Stellenanzeige Betriebsstättenleitung
Skoda
Stellenausschreibung Justiziar
Doppelseite PR/Anzeigen