Veranstalter geben Absage bekannt „Gesundheit steht im Vordergrund“
Rhein-Ahr-Marsch: Kultiges Sportevent fällt ersatzlos aus
Rheinbach/Kreis Ahrweiler. Der Rhein-Ahr-Marsch am 3. und 4. Juli 2020 findet aufgrund der Corona-Krise nicht statt. Frank Piontek, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Rheinbacher Vereins „Good Walking Club e.V.“ erklärt die Gründe: „Auch mit zusätzlichen organisatorischen Maßnahmen besteht eine erhöhte Gefahr, das Virus unbeabsichtigt zu übertragen“, erläutert Piontek. „Dies können wir nicht verantworten“, so der Vorsitzende weiter. Eine Verschiebung des Events, das im Jahre 2017 seine Premiere feierte, war laut Piotek nicht möglich. „Wir haben alle Möglichkeiten geprüft, diese ersatzlose Absage zu vermeiden. Einige der Verpflegungsstellen stehen im Spätsommer nicht zur Verfügung und im Ahrtal bestimmen dann hoffentlich die Weinfeste das Geschehen, die Sanitätsdienste sind voll ausgelastet und viele unserer Helferinnen und Helfer stehen ebenfalls nicht zur Verfügung.“ Eine rechtlich bindende Verpflichtung für diesen Schritt gab es laut Piontek nicht: Die behördlich angeordnete Absage von Sportveranstaltung gilt zunächst nur bis Ende April.
Wiedersehen im nächsten Jahr
Ein Hoffen auf eine Lockerung der Kontaktsperren im Sommer wäre laut Piontek jedoch wirtschaftlich fahrlässig. Somit wird die nächste Auflage des Rhein-Ahr-Marsches erst im nächsten Jahr stattfinden. Terminiert wurde das Event auf das Wochenende vom 2. und 3. Juli. Die Startgebühren, die für die diesjährige Auflage bereits entrichtet wurden, sollen teilweise rückerstattet werden.
Der Rhein-Ahr-Marsch ist eine der größten, überregionalen Sportveranstaltungen im Rhein-Sieg-Kreis, in Bonn und im Kreis Ahrweiler. Innerhalb von 24 Stunden soll bei dem Event eine Wanderstrecke von 100 Kilometern absolviert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden unterwegs. Vergangenes Jahr nahmen rund 700 Langstreckenwanderer teil.
ROB
