Plastikmüll ist ein großes Problem für die Umwelt

Rheinbacher Bevölkerung beteiligt sich an „World Cleanup Day“

Rheinbacher Bevölkerung beteiligt sich an „World Cleanup Day“

Über einhundert kleine und große Müllsammler machten sich in Rheinbach auf den Weg, um die Stadt zu säubern. Foto: Alfred Eich

22.09.2020 - 15:38

Rheinbach. Eine Aktion, die weltweit startete, ist der World Cleanup Day. Hintergrund ist eine weltweite Idee, unsere Erde von Umweltmüll zu befreien. Und dies als Ansporn für alle auf der Welt, die vor Ort etwas gegen Dreck und Plastikmüll unternehmen wollen.

So auch in Rheinbach, wo sich am letzten Samstagmorgen gegen 10 Uhr über hundert kleine und erwachsene Bürger am Rathaus trafen.

Veranstalter der Aktion waren die „Initiative Rheinbach ohne Plastikmüll“ und „Fair Trade“, die auch zu der Veranstaltung eingeladen hatten.

Im Vorfeld waren auf Plänen die einzelnen Bezirke in der Stadt aufgezeichnet. Jede Gruppe, aber auch Einzelpersonen konnten sich einen Bezirk aussuchen, den sie gerne von Unrat und Müll befreien wollte.

Einige Aktive waren erst gar nicht zum Rathaus gekommen und waren direkt von zu Hause aus losgezogen.

Bewaffnet mit Greifzangen, die von der Stadt Rheinbach zur Verfügung gestellt worden waren, zogen die Aktivisten in ihre Gebiete. Im Schlepptau Mülleimer und Sammelbehältnisse.

Vor dem Rathaus war von dem städtischen Betriebshof ein Container aufgestellt worden, in welchem der gesammelte Unrat entsorgt werden konnte.

Einige Eltern hatten auch ihre Kinder zu der Reinigungsaktion mitgebracht, die bei strahlendem Wetter eifrig bei der Sache waren.

Jeder der mitmachen wollte, sollte eine Warnweste tragen und Arbeitshandschuhe anziehen. Die Aktion war im Zeitraum von 10 bis 14 Uhr geplant.

Über 21 Millionen Menschen weltweit in 180 Ländern beteiligten sich 2019 am „World Cleanup Day“ und setzten durch ihre „Cleanups“ (Müllsammelaktionen) ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und plastikmüllfreie Umwelt.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Zuspruch hier in Rheinbach“, erklärte der Pressesprecher von Rheinbach ohne Plastik, Jörg Nawrath.

Alfred Eich

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Kommentare
Gast:
Warum wird von Ihnen proklamiert das der Kreis Neuwied auf Warnstufe "Rot" stehe, wenn sogar der Landkreis Neuwied auf seiner Seite selber angibt das wir noch im Status "orange" sind?
juergen mueller:
Die Aggressivität in der Bevölkerung steigt u.dies vor allem gegenüber den Ordnungskräften.Unakzeptable Handlungen,die mit Recht strafrechtlich zu ahnden sind,da die Hirnlosigkeit mancher Zeitgenossen ein Ausmaß erreicht hat,die keine andere Möglichkeit zulässt.Was ist daran so schwer zu begreifen,dass wir uns in einer Situation befinden,wo Vernunft,Eigeninitiative u.das Zurückstellen eigener Bedürfnisse u.Befindlichkeiten angebracht sind,auch wenn es schwerfällt.Neben unser aller Leben stehen Existenzen auf dem Spiel,wohingegen Maskenpflicht,Abstand halten,Zuhausebleiben,keine Reisen und Partymachen wohl das kleinere Übel sind.Ich bin kein Freund der Politik,jedoch scheint es unabdinglich zu sein,wenn diese das Denken für Personen übernehmen,Entscheidungen treffen muss,wozu diese selbst nicht in der Lage sind,letztere missachten u.damit vor allem eine Gefahr für andere darstellen.
Stefan Arenhardt:
Des Weiteren gibt die Polizei an, dass sich „nur ganz wenige der rund 200 Versammlungsteilnehmerinnen und Versammlungsteilnehmer an die Auflagen“ gehalten hätten. Kaum jemand habe den nötigen Mund-Nase-Schutz getragen und der vorgeschriebene Mindestabstand sei von vielen nicht eingehalten worden. Gegen ganze sieben Personen würde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Meiner Berechnung nach sind das 3,5% der Teilnehmer. Da von „nur ganz wenige“ zu sprechen, ist zumindest sehr irreführend. Auf der Veranstaltung wurde vom Ordnungsamt und der Polizei gefordert, dass die Teilnehmer einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Dieser Mindestabstand sollte sogar zu Mitgliedern aus dem gleichen Haushalt eingehalten werden. Wir waren mit unseren vier Kindern dort und konnten dies leider zumindest gegenüber unserer 16 Monate alten Tochter nicht einhalten. Bezeichnenderweise hielten die meisten Polizisten sich jedoch nicht an ihre eigenen Vorgaben und standen dauerhaft deutlich näher zusammen.
Stefan Arenhardt:
Leider muss ich dieser Pressemitteilung deutlich widersprechen. Ich war Teilnehmer und Redner auf dieser Demonstration. Es ist ein unfassbarer Skandal, wie die Polizei hier die Tatsachen verdreht. Ich selbst habe die Geschehnisse nicht aus nächster Nähe gesehen. Aber ich habe gestern noch vor Ort mit mehreren Augenzeugen gesprochen und mir heute die Darstellung der Frau angehört, welche von der Polizei abgeführt wurde. Sie hat glaubhaft versichert, dass sie eben nicht nach Polizisten geschlagen hat und auch nicht an den Händen aus der Versammlung gezogen wurde. Auch ihre 75-jährige Mutter gibt an, die Polizisten nicht getreten zu haben. Hier steht in beiden Fällen Aussage gegen Aussage. Und selbst wenn sie nach dem Polizisten getreten hätte, hat meiner Ansicht nach, ein männlicher Polizist in voller Schutzausrüstung die Tritte einer 75-jährigen Frau auszuhalten, ohne diese zu verletzen. Es ist mehr als nur erschreckend, das unter einer Pressemitteilung der Polizei schreiben zu müssen.
Gabriele Friedrich:
Es wird dem ganzen Land gut tun, wenn es 1 Jahr keinen Karneval gibt. Keine Saufereien, keine Schlägereien, keine Jugendlichen im Komasuff, etc. pp Langer Artikel für das, was selbstverständlich ist in einer kritischen Zeit. Foto: Schnee von gestern Das Schlimme ist, das die Bevölkerung nicht genug Disziplin hat, EINMAL komplett zu verzichten. Ich erinnere hier mal an die schweren Zeiten der Großeltern und Eltern. Nehmt euch mal ein Beispiel an den Alten, die ihr so gerne wegschiebt und im Stich lasst beim anonymen Wohnen der gleichgültigen jungen Generation.
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