Allgemeine Berichte | 29.06.2021

Zwei neue Erlebnisstationen in Meckenheim informieren über Landwirtschaft und Kulturlandschaft

Rheinische Apfelroute wird noch interessanter

Vor allem Familien mit Kindern dürfen sich von dem Angebot angesprochen fühlen Informationstafeln und Erlebniselemente laden zu Zwischenstopp

Bürgermeister Holger Jung (2. v.li.) stellte jetzt die Erlebnisstation in Altendorf jetzt offiziell vor. Mit dabei waren (v.li.) Monique Lebahn, Irmgard Brauweiler, Eva Konrad, Florian Stockhammer und Camilla Bublies. Fotos: Jost

Meckenheim.Der Themenradweg „Die Rheinische Apfelroute“ macht schon seit Mai 2019 auf 124 Kilometern Länge die Schönheit und Vielseitigkeit des größten Obst- und Gemüseanbaugebietes Nordrhein-Westfalens erlebbar. Jetzt wird die Route noch interessanter, denn zwölf neugestaltete Rastplätze mit Erlebniselementen und Informationstafeln laden zu einem informativen und kurzweiligen Zwischenstopp ein. Zwei dieser Stationen sind in Meckenheim entstanden, direkt in den Feldern vor dem Ortsteil Altendorf sowie in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs auf der „Meckenheimer Sonnenseite“. Bürgermeister Holger Jung (CDU) stellte die Erlebnisstation in Altendorf jetzt offiziell vor.

Auf interaktive und spielerische Weise vermittelten die zwölf Rastplätze auf jeweils individuelle Art und Weise das Thema „Landwirtschaft und Kulturlandschaft“, erläuterte Jung. „Vor allem Familien mit Kindern dürfen sich von dem Angebot angesprochen fühlen“, glaubt er. Denn nicht nur die Informationstafeln zieren die neuen Standorte, sondern auch mehrere Fahrradständer aus Metall sowie eine gemütliche Picknick-Sitzgruppe mit Platz für eine ganze Familie.

Landwirtschaft in Meckenheim

Die Station bei Altendorf steht unter der Überschrift „Landwirtschaft in Meckenheim – gelebte Qualität und Regionalität“. Hier erfahren die Freizeitradler mehr über die fruchtbaren Böden und die unterschiedlichen Pflanzen, die in dem milden Klima der Voreifel prächtig gedeihen und alljährlich eine reiche Ernte abwerfen. Die Herstellung von Fruchtsäften und Obstbränden wird auf den Schautafeln ebenso erläutert wie die Produktion von Apfelkraut und Zuckerrübensirup in der „Grafschafter Krautfabrik“. Darüber hinaus widmen sich die Informationstafeln einigen Meckenheimer Besonderheiten, etwa den mit Laser gravierten Äpfeln, aber auch knackigen Apfelchips und leckerem Apfel-Minz-Tee. Sogar die Orte, wo alle diese Leckereien zu erwerben und zu verkosten sind, werden noch einmal in Kurzform vorgestellt: Hofläden, Hofcafés, Direktvermarkter und die örtlichen Gastronomiebetriebe. Ein Rezept für das „Meckenheimer Apfelbrot“ animiert darüber hinaus zum Selberbacken, während ein riesiges Wimmelbild facettenreiche Eindrücke von der Landwirtschaft rund um Meckenheim vermittelt. An der zweiten Meckenheimer Erlebnisstation auf der „Sonnenseite“ lautet das Motto „Formenvielfalt im Obstbau“. Dort können die Radler quasi inmitten der Baumschule Ley die verschiedenen Baumformen erleben. Die dortige Tafel ist mit entsprechenden Informationen angereichert, hier gibt es Antworten auf jene Fragen, die sich bei einem Abstecher durch die Baumplantagen ergeben könnten. Begriffe wie Veredelung, Pflanzen, Schneiden und Roden werden erklärt. Bildlich dargestellt ist auch die Formenvielfalt, sie gibt dem Betrachter Hilfestellung, den passenden Baum für den eigenen Garten zu finden.

Auslöser drücken und mit #Apfelroute posten

Nahezu jede Station wird zudem durch ein Fotoelement ergänzt. Das gibt die Möglichkeit für den perfekten Schnappschuss, damit der Besuch der Rheinischen Apfelroute noch länger in guter Erinnerung bleibt. „Lächeln, Auslöser drücken und mit #Apfelroute posten – so lautet das Motto“, schmunzelt Eva Konrath, die Geschäftsführerin des Rhein-Voreifel Touristik e.V.. Ohnehin habe sich die „Rheinische Apfelroute“ zu einem touristischen Aushängeschild der Region entwickelt und werde nun durch die neuen Erlebnisstationen perfekt ergänzt. Darüber freut sich auch Bürgermeister Jung: „Die neuen Elemente führen die Besucher spielerisch an unsere Landwirtschaft und Kulturlandschaft heran und vermitteln viele interessante Aspekte.“

Entlang der regionalen Fahrradschleife halten derzeit 53 zertifizierte Partnerbetriebe besondere Leistungen für ihre Gäste bereit. Sie haben sich auf die Bedürfnisse der Radler eingestellt, und bieten unter anderem, fahrradbezogene Services wie Werkzeugkoffer zur Pannenhilfe, Informationsmaterial, Trockenräume, ausreichende Abstellgelegenheiten sowie jede Menge Apfelroute-Produkte an. Eine Liste der Partner sowie weitere Informationen sind im Internet auf der Homepage www.apfelroute.nrw zu finden. Dort lebt es auch Informationen über die Nebenschleifen, denn in jeder der sechs beteiligten Kommunen ergänzt eine Ortsrunde die eigentliche Apfelroute. Die Schleife in Meckenheim führt über knapp 32 Kilometer auf Rad- und gut ausgebauten Wirtschaftswegen von Meckenheim über Lüftelberg, den Bahnhof Kottenforst, Merl und Altendorf-Ersdorf zurück in die Apfelstadt.

Rücksicht macht Wege breit

Schließlich ist auf den Informationstafeln auch jeweils noch eine Information zum Thema „Rücksicht macht Wege breit“ zu finden. Ein Großteil der Strecke führt nämlich über Wirtschaftswege entlang der Felder und Plantagen in der Region. Mit der Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ macht der RVT seine Gäste und Wegenutzer auf die verschiedenen Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen vor Ort aufmerksam. „Mit der Kampagne wollen wir zu einem freundlichen Miteinander aufrufen und unseren Besucher sagen, dass es durchaus sein kann, dass ein Weg auch einmal verschmutzen kann. Schließlich handelt es sich um einen Arbeitsweg für die Landwirtschaft“, erläutert Eva Konrath. JOST

Auf der Rückseite sind Informationen zum Thema „Landwirtschaft in Meckenheim – gelebte Qualität und Regionalität“ zu finden.

Auf der Rückseite sind Informationen zum Thema „Landwirtschaft in Meckenheim – gelebte Qualität und Regionalität“ zu finden.

Bürgermeister Holger Jung (2. v.li.) stellte jetzt die Erlebnisstation in Altendorf jetzt offiziell vor. Mit dabei waren (v.li.) Monique Lebahn, Irmgard Brauweiler, Eva Konrad, Florian Stockhammer und Camilla Bublies. Fotos: Jost

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