Allgemeine Berichte | 16.01.2018

Rhenser Narren starten mit Vollgas in die Session

Rheinischer Karneval vom Feinsten

Prinzenproklamation und Schlüsselübergabe im Kaisersaal

Nach seiner Proklamation zeigte sich Prinz Frank von der Saar off die Bröck der jubelnden Narrenschar. Foto: -EP-

Rhens. „Männer, Fraue und die Pänz, en ganze Menge Prominenz, vill Gäst aus nah un fern“ waren nach Rhens an den Rhein gekommen. Denn an diesem Sonntagmorgen startete die Rhenser Karnevalsgesellschaft „Närrische Elf“ 1925 e. V. mit Vollgas in die Session 2018. Wie in den vergangenen Jahren, so bewiesen sie auch diesmal ihr Wissen und Können darüber, was rheinischen Karneval ausmacht. Auch der vollbesetzte Saal zeugte davon, dass die Närrinnen und Narren nichts anderes erwarteten, als stundenlanger Frohsinn und Amüsement. Sie wurden nicht enttäuscht! Nach Einzug des Elferrates übernahm Paul Ott, 1. Vorsitzender der KG, die Moderation und begrüßte die Gäste in „Rhäser Platt“. Mit Zeile für Zeile liebevoll Gereimten informierte er über das Programm des Tages, dessen Höhepunkte die Prinzenproklamation „mer were uns heut net geniere, en tolle Prinz proklamiere“ und die Schlüsselübergabe „un dono - ich son et on, well dä prinz dä schlüssel hon“ waren. Zur musikalischen Unterstützung spielte das Duo „Raindrops“. Dann zeigten die Kleinsten ihr tänzerisches Können. Mit Steckenpferden ritten sie auf die Bühne, ihre Pferdeschwänzchen wippten im Takt der Filmmusik aus dem Film „Bibi und Tina“. „Up, up, up“ und „Nobody is perfekt“ erklang es aus den Lautsprechern. Zehn Mädchen hatten unter der Leitung von Britta Forneck und Melanie Weis einen Tanz einstudiert, der vom Publikum mit begeisterndem Applaus belohnt wurde.

Vorstellung des Prinzen

„Liebe Narren et es suweit, dä neue Prinz dä stieht bereit, es offgerächt jetzt em Moment, weil den em Saal noch kaner kennt“, mit diesen Worten erhöhte Paul Ott die Spannung und fügte hinzu: „Dä hot ebbes met Holz ze don!“ Geleitet vom Fanfarenzug Rhens 1971 e.V. betrat der Prinz in spe die Bühne. Er trägt den närrischen Namen „Prinz Frank I. von der Saar off die Bröck“ und heißt im wahren Leben Frank Lehmann. Er ist der Wirt des Bistros „Streichholz“, das sich im historischen Ortskern von Rhens befindet. Paul Ott überreichte ihm das Zepter, legte ihm die Prinzenkette um und setzte ihm die mit Prinzenfedern geschmückte „Schellenkapp“ aufs Haupt. Mit diesen sichtbaren Zeichen seiner Regentschaft führt Prinz Frank jetzt für ein Jahr die Rhenser Narrenschar an. Dabei wird er von zwei Pagen unterstützt. Es sind zwei hübsche Mädchen, Esther Ott und Marie Schlosser, die ihm zur Seite stehen und auf ihn aufpassen: „Sie schauen, dass er sich benimmt und auch sein Outfit immer stimmt“. Dann hatte der sympathische Prinz, dem die Aufregung an zu merken war, das Wort. Mit Helau und Alleh Hopp begrüßte er die Narrenschar: „Jetzt geht die Party ab“ prophezeite er. Der 1967 im Saarland Geborene, der seit 2012 das Bistro führt, erzählte aus seinem Leben und wie dies ihn vom Saarland nach Rhens brachte. Freimütig gab er zu, trotz aller Bemühungen (und zwei Sprachkursen) immer noch nicht gut Rhäser Platt zu können.

Die Lacher auf seiner Seite hatte er, als er Stories aus seinem Bistroleben zum Besten gab. In der Zeit seiner Regentschaft sorgt ein Fahnenmast vor dem Bistro dafür, dass Besucher wissen, wann der Regent Zuhause ist: Fahne oben heißt er ist da, Halbmast er ist nicht da. Er versäumte nicht, seiner Frau Katrin für deren Unterstützung zu danken. Es war eine humorvolle Antrittsrede, die einem Prinzen gerecht wurde und die die Gäste begeisterten. Auch seine Pagen kamen zu Wort und erzählten mit viel Witz, wie der Prinz sie „rekrutierte“. Für den nächsten Programmpunkt musste Prinz Frank auf einem Stuhl Platz nehmen. Auf der Bühne sitzend wurden ihm die Augen verbunden, Kopfhörer sorgten dafür, dass er vom Geschehen um ihn herum nichts mitbekam.

Eine Hymne auf den Prinzen

„Der Prinz, der wurde proklamiert, nur eins, das ist noch nicht passiert, es ist bisher kein Lied erklungen, kein Song auf unseren Prinz gesungen“. Es war die Überraschung, für die vier junge Männer sorgten. Mit ihrer Band waren sie schon oft im Bistro Streichholz aufgetreten, nun hatten sie eine Hymne auf den Prinzen kreiert. Die Band „Antiheld“ rockte mit dem Prinzensong die Bühne, begeisterte das Publikum und rührte Prinz Frank von der Saar off die Bröck. Er bedankte sich herzlich für diese Überraschung. Ohne Pause ging es weiter. Zunächst gratulierten Gäste aus Nah und Fern, dann marschierte Stadtbürgermeister Raimund Bogler gemeinsam mit dem Stadtrat ein, bereit die Schlüssel zu verteidigen. Aber im weiteren Verlauf des Programmes gab Mann für Mann den Widerstand auf, am Ende blieb dem Stadtoberhaupt nichts anderes übrig, als dem Prinzen die Schlüssel zu übergeben. Denn der hat jetzt das Sagen, bis es heißt: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“. Der närrische Funken zum Auftakt der Karnevalssession 2018 sprang über, angesteckt von den Darbietungen auf der Bühne, von Tanz, Gesang und Vorträgen, startete die Narrenschar am Rhein in eine fröhliche, ausgelassene Zeit.

Weitere närrische Termine

Und damit dem Frohsinn nicht die Puste ausgeht, bietet die „Närrische Elf“ noch mehr Karneval vom Feinsten bei den Kappensitzungen am 27. Januar und 3. Februar, bei der Kinder- und Jugendkappensitzung am 4. Februar, beim Möhnenumzug am 8. Februar, beim Umzug mit Prinzenparty am 10. Februar und dem Karnevalsumzug in Spay am 11. Februar. Infos unter www.naerrische-elf.de

EP

Zehn Mädels tanzten sich nach der Musik des Films „Bibi und Tina“ in die Herzen der Zuschauer.

Zehn Mädels tanzten sich nach der Musik des Films „Bibi und Tina“ in die Herzen der Zuschauer.

Rheinischer Karneval vom Feinsten

Nach seiner Proklamation zeigte sich Prinz Frank von der Saar off die Bröck der jubelnden Narrenschar. Foto: -EP-

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