Allgemeine Berichte | 06.06.2024

Zwei Dörfer mit jeder Menge Zukunft

Rieden und Volkesfeld nehmen an Wettbewerb teil

Gruppenbild mit der Bewertungskommission vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Volkesfeld. Foto: VG-Verwaltung Mendig/Stefan Pauly

Rieden/Volkesfeld. „Unser Dorf hat Zukunft“ ist der Anspruch vieler Ortsgemeinden im ländlichen Raum. Jährlich stellen sich Kommunen dem gleichlautenden Wettbewerb. Aus der Verbandsgemeinde Mendig sind in diesem Jahr die Ortsgemeinden Volkesfeld und Rieden mit von der Partie, die jetzt von der Bewertungskommission des Landkreises Mayen-Koblenz unter die Lupe genommen wurden.

Mit dem Dorfwettbewerb könne aufgezeigt werden, welche Einflussmöglichkeiten Bürgerinnen und Bürger haben, ihr Dorf selbst zu stärken und zu beleben. So könne der Wettbewerb hervorragende Beispiele dafür liefern, wie es motivierten und engagierten Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern gelingt, ein lebenswertes Umfeld zu schaffen, heißt es in einer Beschreibung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. „In Volkesfeld und Rieden gibt es viele Beispiele, die diesem Anspruch gerecht werden und die Gemeinden lebens-, liebenswert und fit für die Zukunft machen“, lobte Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, die Verantwortlichen der Ortsgemeinden und ihre vielen ehrenamtlichen Mitstreiter.

In Volkesfeld wurden beispielsweise in den vergangenen Jahren viele Dinge auf den Weg gebracht – trotz Einschränkungen in der Corona-Zeit. „Wir haben so Vorschläge aus der Dorfmoderation umgesetzt. Beispielsweise haben wir größtenteils den Friedhof in Eigenleistung umgestaltet. Und wie vieles Andere ohne Förderung“, stellte Ortsbürgermeister Rudolf Wingender beispielhafte Aktionen im Rahmen einer Präsentation und später bei einem Dorfrundgang vor. Dabei kamen auch Privatinitiativen nicht zu kurz, die mit Mitteln der Dorferneuerung finanziell unterstützt wurden. „Zuletzt konnten wir den zweiten Teil unserer Ortschronik präsentieren. 600 Seiten stark, die – wie der erste Teil – in jahrelanger Arbeit von Rudolf Merten erstellt wurde“, berichtete Wingender nicht ohne Stolz. Sozusagen ein starkes Stück Heimat, das damit den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt.

Die Ortsgemeinde Rieden präsentierte sich traditionell und auf zukünftige Projekte ausgerichtet. So stellte Ortsbürgermeister Andreas Doll unter anderem die Tradition der Passionsspiele vor, die Rieden seit mehr als 100 Jahren weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben und die 2025 in der vorösterlichen Zeit in eine weitere Spielzeit gehen. Dass sich in der Laienspielgruppe hunderte Riedenerinnen und Riedener engagieren, zeugt von einer großen Identifikation mit der Ortsgemeinde und ihren Traditionen. Im Rahmen des Projektes „Smarte Region MYK10“ sollen im Alten Pfarrhaus wohnortnahe Multifunktionsräume entstehen, die Bedürfnisse vor Ort berücksichtigen, Wertschöpfung bedeuten und beispielsweise Pendelverkehr reduzieren. „Das Alte Pfarrhaus ist ein zentraler Punkt in unserer Gemeinde. Uns geht es darum, ihn entsprechend auszugestalten und hier setzen wir auf die Kreativität der Riedenerinnen und Riedener“, so Ortsbürgermeister Andreas Doll.

„Ich wünsche Rieden und Volkesfeld, dass sich beide Gemeinden für die Entscheide von ‚Unser Dorf hat Zukunft‘ auf Bezirks- Landes- und vielleicht sogar auf Bundesebene qualifizieren. In jedem Fall haben beide Gemeinden eindrucksvoll bewiesen, dass sie fit für die Zukunft sind“, stelle VG-Bürgermeister Jörg Lempertz zufrieden fest.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Mendig

In Rieden stellte Ortsbürgermeister Andreas Doll verschiedene Projekte der Gemeinde vor.  Foto: VG-Verwaltung Mendig/Jörg Lempertz

In Rieden stellte Ortsbürgermeister Andreas Doll verschiedene Projekte der Gemeinde vor. Foto: VG-Verwaltung Mendig/Jörg Lempertz

Gruppenbild mit der Bewertungskommission vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Volkesfeld. Foto: VG-Verwaltung Mendig/Stefan Pauly

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Ralf Schweiss
Dienstleistungen
Image Anzeige
Familien Sommerfest KG Rot Gold Niederbachem
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
16

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
20

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
7654

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
1572

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen