Bunter Nachmittag des Möhnenvereins St. Sebastian
Riesenstimmung bei den Basjaneser Möhnen
St. Sebastian. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Im kommenden Jahr feiert der Möhnenverein St. Sebastian sein 6x11jähriges Bestehen. Mit dem diesjährigen „Bunten Nachmittag“ präsentierte der Traditionsverein einen köstlichen Vorgeschmack auf das, was die Karnevalsfreunde in der Rheingemeinde im kommenden Jahr erwartet.
Regina Engel, ihres Zeichens 1. Vorsitzende des Vereins, wies gleich zu Beginn der Veranstaltung auf den neuen Orden hin, den natürlich alle Aktiven im Laufe des Nachmittags als schöne Würdigung ihrer Beiträge auch als Dankeschön erhielten. Dieser zeigt einen rot-weißen Schirm, der mittlerweile auch schon zum Markenzeichen des Vereins geworden ist. So waren die Damen beispielsweise beim diesjährigen Festumzug anlässlich der Kirmes mit dem Schirm unterwegs. „Am liebsten verwenden wir diesen als Sonnen- und nicht als Regenschirm“, so Regina Engel mit einem Augenzwinkern. Erster Ordensträger im Rahmen des „Bunten Nachmittags“ wurde Arno Ackermann. Dieser führt seit mittlerweile zehn Jahren als Sitzungspräsident durch das Programm der Möhnenveranstaltung und war sehr erstaunt, als er hierfür seitens des RKK (Rheinische Karnevals Korporationen e.V.) noch mit einer Urkunde geehrt wurde. Für den ersten Programmpunkt auf der Bühne waren die „Garde Fünkchen“ verantwortlich, die mit viel Freude ihren neuesten Tanz präsentierten. Dass man in der fünften Jahreszeit als Politiker regelrecht „machtlos“ ist, sah anschließend Ortsbürgermeister Marco Seidl ein. Bereitwillig händigte er den Möhnen den symbolischen Schlüssel für das Gemeindebüro aus. „Noch vor zwei Jahren war die Gemeindekasse leer, in diesem Jahr sieht das etwas anders aus“, scherzte er bei der Übergabe einer kleinen Schatztruhe an die 1. Vorsitzende Regina Engel. Diese entdeckte in der Gemeindekasse zwar kein Geldvermögen, doch zumindest eine süße Überraschung in Form von goldenen Pralinen sowie eine kleine finanzielle Unterstützung der Vereinsaktivitäten. Traditionell gute Verbindungen hat man in St. Sebastian zum benachbarten Koblenzer Stadtteil Kesselheim, der sich mit einer Showtanzdarbietung an der Programmgestaltung beteiligte. Auch die Möhnen aus dem Stadtteil hatten eine Abordnung zum „Bunten Nachmittag“ entsandt. Gleiches galt für die befreundeten Möhnenvereine aus Kaltenengers, Urmitz (die sich mit neuen Kostümen zeigten) und Mülheim-Kärlich.
Eine feste Größe im St. Sebastianer Möhnenkarneval ist Michaela Schäfer. Die langjährige Aktive präsentierte ihre neueste Rede „Endlich 50“, die sie natürlich selbst verfasst hatte und mit welcher sie auf heitere Art und Weise auf die Besonderheiten beim Erreichen der magischen Altersgrenze einging. Die Showtanzgruppe „Rheinzauber“ des KV „Basjanes Helau“ (der ebenfalls mit einer Abordnung an dem Nachmittag teilnahm) bewies anschließend eindrucksvoll, dass er den diesjährigen SWR-Wettbewerb „Superfastnachter 2017“ vollkommen zu Recht gewonnen hat. Die von Andreas Leininger trainierte Gruppe beeindruckte mit farbenfrohen Kostümen, akrobatischen Hebungen und unterhaltsamer Tanzmusik.
Nach der Pause eröffneten die Funken und Fünkchen mit einem gelungenen Showtanz mit dem Motto „Brings“ den zweiten Teil des Programms. Das Motto des Showtanzes der befreundeten Karnevalisten aus der Nachbargemeinde Kaltenengers lautete „We will rock your“. Kein Auge trocken blieb beim Vortrag der Kaltenengerser Möhne Helga Just: Mit unkonventionellen und alles andere als „königlichen“ Sprüchen hatte die froh gelaunte und kreative Weinkönigin die Lacher auf ihrer Seite.
Farbenfroh war der Tanz des Männerballetts „Schälsjer“, die zu den Rhythmen des Pop-Duos „Modern Talking“ ihre gut gepolsterten Sixpacks bewegten. Gelungener Abschluss der Veranstaltung war der Showtanz der St. Sebastianer Möhnen, die zur Musik der „Rocky Horror Picture Show“ eine perfekt studierte Choreografie zeigten. Bei der Zugabe erhielten sie Unterstützung durch die Fünkchen und Funken. Ein ganz besonders dickes Lob gebührt Kathrin Ketelhut, die sich als Trainerin für fast alle gezeigten Aufführungen verantwortlich zeigte. Auch bei der Organisation der Veranstaltung engagierte sie sich im Hintergrund. Das gemeinsam gesungene St. Sebastianer Heimatlied bildete den gelungenen Abschluss eines rund vierstündigen kurzweiligen und unterhaltsamen Programms. GH
