Rheinufer bei Urbar
Riesige Pappel vom Blitz geschädigt
Urbar. Wer sich dieser Tage auf dem Leinpfad bei Urbar die gewaltigen Pappeln am Ufer des Rheins anschaut, kann dort eine, von weitem auffallende, gut 15 m lange Blitzrinne studieren. Wie weggefräst sieht der helle Einschnitt aus. Sehr ungewöhnlich ist auch, das sich nirgends verkohlte Holz- und Rindenreste finden lassen. Es ist schon ein bemerkenswertes Phänomen, dass ein Baum solche tiefen und damit massiven Schäden wieder selbst ausheilen kann - er produziert an den Wundrändern einfach schnell wachsendes Kallusgewebe. So kann er auch diese riesige Wunde im Laufe der nächsten Jahre von beiden Flankenseiten aus, wieder vollständig schließen. Wie das so Schritt für Schritt geschieht, wird man jetzt auch hier langfristig studieren können. Vorsicht ist aber aktuell noch beim Betreten des Stammfußes geboten: Beindicke Äste hängen an seidenen Fäden, gleich einem Schafott darüber und können bei ihrem endgültigen Abriss jederzeit für Mensch und Tier zur tödlichen Gefahr werden.
Stefan Krumme
Wie weggefräst sieht der helle Einschnitt aus.
