Allgemeine Berichte | 07.07.2016

Stadt Montabaur

Rillen und Noppen

So funktionieren die Blindenleitstreifen

Die unterschiedlichen Platten des Blindenleitstreifens ermöglichen eine bessere Orientierung. privat

Montabaur. Die Blindenleitstreifen bestehen aus zwei verschiedenen Platten mit unterschiedlichen Oberflächen und unterschiedlichen Farben. Die unterschiedlichen Oberflächen können mit dem Blindenstock ertastet werden; Menschen mit einem Rest an Sehkraft können die Unterschiede zwischen den hellen und dunklen Platten und der Umgebung erkennen. Die weißen Platten mit den Noppen sind Aufmerksamkeitsfelder, die besagen: „Achtung! Hier kommt jetzt ein Abzweig oder Überweg.“ Die dunklen Platten mit den Rillen zeigen die Richtung an, wo es über die Straße geht. Wer mit dem Blindenstock unterwegs ist, kann sich in die Rillen einhaken und so genau den richtigen Punkt für die Überquerung der Straße finden. Die Rillen setzen sich dann genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite fort. Rillen-Platten, die (wie auf dem Foto) direkt auf die Fahrbahn führen, gibt es überall dort, wo Fußgängerüberwege sind und Fußgänger Vorfahrt haben, beispielsweise an Ampeln oder Zebrastreifen. An manchen Kreuzungen liegt die vorderste Reihe der Rillen-Platten auch parallel zur Fahrbahn. Das besagt dem sehbehinderten Fußgänger: „Hier kann die Straße überquert werden, aber die Autos haben Vorfahrt.“ Dieses System hat die Verbandsgemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Sozialverband VdK für Montabaur entwickelt.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Montabaur

Die unterschiedlichen Platten des Blindenleitstreifens ermöglichen eine bessere Orientierung. Foto: privat

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