Gut besuchtes Ritter-Spektakulum in Wormersdorf
Ritterschlag am Fuße der Tomburg
Die Tomburg Ritter wollen eine mittelalterliche Tradition fortsetzen
Wormersdorf. Wieder einmal waren Hunderte Menschen unterwegs zur Tomburg, die sich den spektakulären Ritterschlag nicht entgehen lassen wollten. Seit dem ersten Ritterschlag anno 2002 hat sich das Spektakel immer mehr ausgedehnt. Inzwischen ist das Heerlager auf der Weide am Fuße der Tomburg auf mehr als 100 Zelte angewachsen. Befreundete Gruppen wie z.B. die Kaisergarde Barbarossa, die Ritter der Tafelrunde, die Friends of Scottish History, die Grafen von Are und viele andere mehr kommen immer wieder gern zum großen Ritterfest nach Wormersdorf. Pfalzgraf Ezzo, seine Ehefrau Mathilde und seine Tochter Richeza hätten sicher ihre helle Freunde daran, dass die mittelalterliche Zeremonie, die um 1000 v.Ch. gewiss auch auf der Tomburg stattgefunden hat, als Tradition von den Tomburg Rittern fortgesetzt wird.
Die Tomburg Ritter, unter ihnen der erste Ritter der Wormersdorfer Ritterschaft, Jörg von Schneewald (Jörg Schnebele), wollen vor allen Dingen jungen Menschen zeigen, wie das höfische Leben im Mittelalter aussah. Gefragt waren vor allen Dingen Ergebenheit, Treue und Wahrheit. Der Ritter sollte sich stets gegenüber Frauen ehrerbietig erweisen und ältere Menschen achten.
Vom Knappe zum Ritter
Besonders erfreut waren die Organisatoren, dass so viele Kinder unter den Besuchern waren. Zwei Tage lang wurde das Heerlager bevölkert und am ersten Tag gab es dann auch das entscheidende Highlight: Der Ritterschlag auf einem kleinen Waldplatz unterhalb der Burg. Für vier Personen wird es ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Feierlich wurden aus den Pagen Lukas und Fabian (Ebner) Knappen. Jörg von Schneewald übernahm im Anschluss den Akt des Ritterschlages. Die ehemaligen Knappen Gerhard zu den Vier Winden (Scheiwe) und Rene von Österreich (Henseler) bekamen den ersehnten Schlag von Ritter Jörg und sind nun vollwertige Mitglieder des Vereins. Am zweiten Tag des Ritterfestes bekam auch Marc Schippmann, Knappe der Gruppe Ordo Teutonicus, den Ritterschlag.
An beiden Tagen gab es für die kleinen Ritter und Burgfräuleins allerlei Kurzweil wie z.B. das beliebte Kinder-Ritterturnier mit dem Kinder-Ritterschlag. Die Erwachsenen konnten sich im Bogenschießen ertüchtigen oder einfach nur über den Platz bummeln und sich über die angebotenen Waren freuen, sei es Schmiedehandwerk, Lederartikel oder Leckereien zum Essen und Trinken. Für die Musik sorgte die Band „Irrlichter“. Wer am Samstag den Ritterschlag verpasst hatte, konnte sich am Sonntag am Schauspiel „Turney um die Hand der Grafentochter“ erfreuen. Wie das so ist mit den Rittersleut, bleiben sie nicht lange an einem Ort.
In einem langen Zug schreiten die Ritter und ihr Gefolge auf den Platz der Amtshandlung.
Wer einen Ritter beleidigt, dem wird der Schandkragen umgelegt.
