Traditionelle Peter- und Paul-Kirmes in Ludendorf
Rodeo-Meisterschaft sorgte für großen Spaß
Ludendorfer Jonge waren begeistert
Ludendorf. Drei Tage lang feierten die Ludendorfer ihre traditionelle Peter-und-Paul-Kirmes rund um den Dorfsaal und den davor liegenden „Lindenplatz“. Mit einem Festzug durch den Ort, begleitet von der Blaskapelle „Rentnerband“ aus Buschhoven und mit dem Paies, dem Kirmesknochen sowie sämtlichen Ortsvereinen im Schlepptau lockte die 34 Mann starke Truppe der „Ludendorfer Jonge“ um ihren Vorsitzenden Dirk Lüssem zahlreiche Gäste an den Ort des Festgeschehens.
Dort wurde das erste Bierfass angestochen, die „Rentnerband“ spielte zum Tanz, und anschließend war die Jugend an der Reihe mit der „Kirmesdico“. „Es war überwältigend zu sehen, dass jede Menge junge Leute mittlerweile die Tradition der Dorfkirmes für sich entdeckt haben“, freute sich Lüssem.
Jugend richtet einen Treffpunkt her
Am Samstag zelebrierte Pater Stanislaus Friede eine gut besuchte Patronatsmesse in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul, bevor die „Ludendorfer Jonge“ ihre erstaunlichen Kochkünste mit selbst zubereitetem Rievkooche samt leckerer Beilagen unter Beweis stellten. Dabei verkaufte die „Ludendorfer Jugend“ Lose für einen guten Zweck, denn sie sind derzeit gerade unter tatkräftiger Unterstützung ihrer Eltern dabei, im Alten Pfarrheim einen Raum als zukünftigen Jugendtreff herzurichten. Für die Tombola hatte der 1. FC Köln jede Menge Fan-Utensilien kostenlos zur Verfügung gestellt, und die von Mareike Klein aufgerufenen Gewinner freuten sich am Sonntagnachmittag sichtlich über Autogrammkarten, Bälle, Trikots und „Dekoratives“ mit dem Geißbock. Ein musikalischer Frühschoppen mit Livemusik von Andreas Konrad startete den Kirmes-Sonntag, das traditionelle Kirmesessen, Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, war schon nach kurzer Zeit restlos ausverkauft.
Erstmals richteten die „Ludendorfer Jonge“ am Nachmittag eine Rodeo-Meisterschaft für die Vereine aus dem Dorf und aus der Umgebung aus, bei dem nicht weniger als ein Dutzend Mannschaften teilnahmen. Dabei galt es, möglichst lange auf dem mechanischen Bullen zu reiten und sich ja nicht abwerfen zu lassen.
Kurzer Prozess mit dem Paies
Eine Reihe befreundeter Karnevalsgesellschaften und Junggesellenvereine kamen ebenfalls zu Besuch und ließen sich nachmittags den selbst gebackenen Kuchen und frisch gekochten Kaffee schmecken. Am Abend wurde dem Paies wie in jedem Jahr ein kurzer Prozess gemacht, die vollkommen gerechtfertigte Verurteilung zum Feuertod sofort vollstreckt und damit die Kirmes für dieses Jahr zu Grabe getragen.
