Allgemeine Berichte | 30.08.2023

Erlebnistag für Kinder im Museum Sinzig

Römisches zum Anfassen

Zum Abschluss in den Schlosskeller: Die Kindergruppe und das Betreuerteam auf der Schlosstreppe.  Foto:Denkmalverein/Matthias Röcke

Sinzig. Was tut ein Archäologe? Diese Frage ist für Kinder zwischen sechs und neun Jahren äußerst spannend, insbesondere wenn sie bereits von aufregenden Abenteuern und Entdeckungen gehört haben. Beim Römertag für Kinder im Heimatmuseum Schloss Sinzig hatten zwölf Jungen und Mädchen dieser Altersgruppe die Gelegenheit, hautnah zu erleben, wie es ist, ein Archäologe zu sein. Die Veranstaltung wurde von Museumsleiterin Agnes Menacher organisiert und bot den jungen Teilnehmern die Möglichkeit, einen Tag lang auf den Spuren der Römer zu wandeln.

Intensive Gespräche

Die Kinder hatten die Möglichkeit, Gabriel Heeren zu treffen, einen Archäologen bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe in Koblenz, der auch für die inhaltliche Gestaltung der neuen Dauerausstellung zu römischen Funden aus Sinzig im Museum verantwortlich ist. In kleinen Gruppen konnten sie nicht nur intensive Gespräche mit dem Experten führen, sondern auch unter seiner Anleitung römische Scherben in einem vorbereiteten Sandkasten ausgraben und bewerten – eine Situation, die Archäologen in ihrem Beruf regelmäßig erleben.

Die Kinder setzten sich außerdem mit dem bedeutsamsten Fundstück der neuen Römerausstellung auseinander: einem Tonpferdchen. Friedhelm Brandau, der über Jahrzehnte römische Fundstücke in der Umgebung von Sinzig geborgen hat, berichtete den Kindern von seinen Erfahrungen bei der Schatzsuche. Er präsentierte ihnen sowohl das Original als auch eine Nachbildung dieser kleinen, aber bedeutenden Figur. Jedes Kind konnte am Ende des Tages eine Nachbildung mit nach Hause nehmen.

Die Teilnehmer lernten auch, wie eine römische Tunica, ein bekannter römischer Umhang, aussah. Sie schnitten die Umhänge selbst zu und verzierten die weißen Tücher entsprechend. Die Tunica war ebenfalls eine bleibende Erinnerung an den Tag. Die Kinder hatten außerdem die Möglichkeit, römische Motive zu malen und auszumalen, eine intensive und zugleich entspannende Tätigkeit, die von Angelika Schneider angeleitet wurde.

Interessante Römerausstellung

Der Nachmittag stand im Zeichen der neuen Römerausstellung. Hier hatten die Kinder erneut die Gelegenheit, mit Gabriel Heeren in Kontakt zu treten. Zusätzlich erklärte Andreas Schmickler den Kindern, wie er das Modell des römischen Brennofens gebaut hatte.

Ein Buffet mit Speisen, die auch bei den Römern beliebt waren, erwartete die Kinder – darunter Trauben und nach römischem Rezept gebackenes Brot. Der Tag auf den Spuren der Römer endete mit einer faszinierenden Erkundung der Kellerräume des Schlosses, in denen unter anderem nicht ausgestellte römische Funde aufbewahrt werden. Die Taschenlampe war hierbei unverzichtbar.

Die neue Dauerausstellung „Steinbeil Ziegel Bilderschüssel - Archäologische Spurensuche an Rhein und Ahr“ präsentiert einzigartige Funde aus der Ur- und Frühgeschichte sowie der Römerzeit aus der Umgebung von Sinzig. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der römischen Keramikproduktion. Das Museum im Schloss Sinzig (Barbarossastraße 35) hat am Wochenende von 11:00 bis 17:00 Uhr sowie donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.

BA

Zum Abschluss in den Schlosskeller: Die Kindergruppe und das Betreuerteam auf der Schlosstreppe. Foto:Denkmalverein/Matthias Röcke

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