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Schutzgemeinschaft Mosel zur Verwaltung herkunftsgeschützter Weinnamen gegründet

Rolf Haxel zum Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Mosel gewählt

Rolf Haxel zum Vorsitzenden der
Schutzgemeinschaft Mosel gewählt

Mit der Reform 2018 hat die EU-Administration mehr Kompetenzen von staatlichen Institutionen in die Wirtschaft verlagert. Foto: privat

18.12.2018 - 11:16

Koblenz. Die Gründungsversammlung der Schutzgemeinschaft Mosel zur Verwaltung herkunftsgeschützter Weinnamen fand in der Rotunde des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau statt. Der Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes und des Weinbauverbandes Mosel, Walter Clüsserath, begrüßte die interessierten Gäste aus der ganzen Region im Namen der drei Organisationen der Interessensgruppen Weinbau, Kellereien und Genossenschaften. Er berichtete kurz über den Sinn und Zweck der Gründung von Schutzgemeinschaften und wies dabei auf die Reform der EU-Weinmarktordnung im Jahr 2008 hin. Im Rahmen dieser Reform wurden die Weine mit geschützter Herkunftsbezeichnung, Weine mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) und Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) eingeführt und weingesetzlich für alle weinbautreibenden EU-Mitgliedsstaaten verankert. Jede g.U.- bzw. jede g.g.A.-Region wird durch ein Lastenheft, in dem die jeweiligen Produktspezifikationen wie Gebietsabgrenzung, zugelassene Rebsorten, Mindestmostgewichte, Ertragsregelungen dargelegt sind, definiert. Mit der Reform 2018 hatte die EU-Administration mehr Kompetenzen von staatlichen Institutionen in die Wirtschaft verlagert. Daher werden nun die Organisationen, wie die Schutzgemeinschaften, für die Verwaltung und Gestaltung der Lastenhefte zuständig sein und nicht mehr die Landesregierungen.

Im Deutschen Weinrecht wurde im Juni 2017 die Gründung von Schutzgemeinschaften verankert. Diese Schutzgemeinschaften müssen von den jeweiligen Landesregierungen der Bundesländer anerkannt werden. Die Antragsstellung für Änderungen der Lastenhefte erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn. Die gegründeten Schutzgemeinschaften können weitere Aufgaben innerhalb der Regionen übernehmen. Die Verwaltungsvorschrift zu den Weinwirtschaftsräten in Rheinland-Pfalz läuft mit Jahresabschluss 2018 aus. Die Schutzgemeinschaften bestehen im Wesentlichen aus den drei Interessensgruppen, Weinbau, Genossenschaften und Weinkellereien, die auch gemeinsam zur Gründungsveranstaltung eingeladen haben. Die Einladung wurde am 5. November im Staatsanzeiger Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Gleichzeitig hatte die Geschäftsstelle des Weinbauverbandes Mosel die Einladung an die Amtsblätter der Verbandsgemeinden und die Redaktion der DWZ - Die Winzer-Zeitschrift gegeben.


Satzung beschlossen


Der Geschäftsführer des Weinbauverbandes Mosel, Gerd Knebel, stellte den zwischen den Interessensgruppen und mit dem Ministerium abgestimmten Satzungsentwurf vor. Die Satzung wurde einstimmig in der vorgestellten Form beschlossen.

Folgende Personen wurden in die Vertreterversammlung gewählt: Vertreter der IG Weinbaubau: Rolf Haxel, Cochem; Walter Clüsserath, Pölich; Thomas Kaufmann, Kröv; Ralf Hoffmann, Wincheringen; Günter Meierer, Odann-Monzel; Matthias Kerpen, Bernkastel-Wehlen; Andreas Barth, Niederfell; Gerd Petgen, Perl; Stefanie Vornhecke, Senheim; Armin Appel, Saarburg; Michael Thielen, Minheim und Carolin Hoffranzen, Mehring. Vertreter der IG Kellereien: Matthias Dockendorff, Weinhaus Gebr. Steffen, Trittenheim; Johannes Hübinger, Zimmermann-Graeff & Müller, Zell; Christoph Schneider, Fa. Peter Mertes, Bernkastel-Kues; Matthias Baum, F.W. Langguth Erben, Traben-Trarbach; Juliane Schmitt, Schmitt-Söhne, Longuich; Dr. Dirk Richter, Weinhandlung Dr. Richter & Sohn, Mülheim.

Vertreter der Genossenschaften: Henning Seibert, Kurt Kranz, Moselland eG, Bernkastel-Kues und als Ersatzvertreter Dr. Rudolf Loosen, Moselland eG, Bernkastel-Kues.

In der anschließenden ersten Vertreterversammlung wurde Weinbaupräsident Rolf Haxel zum Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Mosel gewählt. Johannes Hübinger vom Verband der Kellereien und Henning Seibert vom Genossenschaftsverband der Regionen fungieren als stellvertretende Vorsitzende.


Weitere Informationen


Weitere Informationen Schutzgemeinschaft Mosel, Gerd Knebel, Karl-Tesche-Straße 3, Koblenz, Tel. (02 61) 98 85 - 0, Fax (02 61) 98 85 - 13 00, E-Mail Knebel@bwv-net.de.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat: „Jetzt geht´s um die Wurst“ ---- Die finanziellen Belastungen für die Deutschen werden größer und die Polittdarsteller verschweigen dies im aktuellen EU-Wahlkampf! So zeigt die mittelfristige Finanzplanung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), dass von den deutschen Steuereinnahmen aus 2018 - 2023 zusammen 226,9 Milliarden € für die EU abgezweigt werden. Wofür? Den Souverän in Deutschland zu entlasten, dass wäre eine der am dringendsten vorzunehmenden Aufgaben einer Regierung!
juergen mueller:
Nicht nur weniger Plastik in der Biotonne sondern weniger Insektizide gegen das Insektensterben, sprich Bienen/Hummeln.Heute ist Weltbienentag,schon gewusst?Ja,warum eigentlich,wenn Frau KLÖCKNER,Lobbyistin der Agrarwirtschaft,doch erst am 23.April 2019 per Notfallzulassung (?) ein weiteres Insektizid aus der Gruppe der NEONIKOTINOIDE zugelassen hat (neben 18 weiteren Insektiziden 2019 mit verheerenden Auswirkungen). Noch am 20.04.2018 im Bundestag vorgelogen:"Wirkstoffe aus der Gruppe der vorgen.Insektizide stellen für Bienen u.a.Bestäuber ein unvertretbares Risiko dar - was der Biene schadet,MUSS vom Markt".SAATGUT:"Darf nicht mehr mit Gift behandelt werden - JETZT darf man das Gift einfach auf die Pflanze spritzen".KLÖCKNER agiert in ihrem Amt mit einer Abgebrüht- u.Kaltschnäuzigkeit,die keinem ihrer Kolleginnen/Kollegen nachsteht. Es ist an der Zeit sich bewusst zu werden,dass WIR nur das zu Fressen haben,was die Politik uns vorsetzt u.ansonsten das Maul zu halten haben.
Uwe Klasen:
Zitat:“… eine gemeinsame Kampagne gegen Steingärten ins Leben rufen …“ --- Es stimmt schon, so mancher Kuhfladen auf einer Wiese beherbergt mehr Leben als ein Steingarten, genauso beinhaltet dieser Fladen aber auch mehr Hirnschmalz als so mancher Politdarsteller der, hyperventilierend, Umweltschädlich oder Klimaalarm von sich gibt! Die gleichen Leute, die lautstark Insektenschutz propagieren, ignorieren die vielen (Internationalen) Studien, die bereits falsifiziert und peer-reviewed sind, und worin die Windkraftanlagen als Hauptverantwortliche für den millionenfachen Tod von Vögeln, Fledermäusen und Insekten genannt werden! Insbesondere die flugfähigen Insekten sind betroffen, da viele zur Eiablage in den Höhen fliegen wo sich die Rotoren drehen und so nachhaltig mehrere Generationen ausgelöscht werden! Windkraftanlagen gehören in gänze Verboten!
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