Allgemeine Berichte | 22.03.2019

Pianist der Sierra Madre mit neuem Programm in Königsfeld

Romayne Wheeler spielt für die Bildung der jungen Indios

Romayne Wheeler spielt zugunsten der Tarahumara-Indianer Mexikos. Foto:privat

Königsfeld. Am Sonntag, 28. April ist der renommierte Pianist Romayne Wheeler im Rahmen seiner diesjährigen Konzerttournee zu Gast in Königsfeld. Dann möchte der als Pianist der Sierra Madre bekannt gewordene Künstler die Besucher um 17 Uhr im wunderschönen Ambiente der Pfarrkirche St. Nikolaus erneut mitnehmen auf eine musikalische Reise von Europa bis nach Mittelamerika. Im Gepäck hat er dabei berühmte Klassiker von Mozart, Schubert/Liszt, Debussy und Chopin. Zudem bringt er die Musik der Ureinwohner im Westen Mexikos mit von den Melodien der Indios inspirierten Eigenkompositionen näher. Romayne Wheeler wurde 1942 in Kalifornien geboren. Er studierte an der Musikhochschule und am Konservatorium in Wien sowie am Mozarteum in Salzburg. Bei seinen musikwissenschaftlichen Forschungen stieß er auf die Indios der Sierra Tarahumara, die in der Canyon-Landschaft im Westen Mexikos fernab der Zivilisation leben. Die Tarahumara – oder Raramuri, wie sie sich selbst nennen – sind von ernster, gleichzeitig aber auch freundlicher Lebensart. Für sie bedeutet Glück, wenn es allen gut geht und wenn sie gemeinsam die Dinge erleben, die zum glücklich sein dazu gehören. So ist es keine Seltenheit, dass sie zu Familienfeiern bis zu 80 Kilometer zu Fuß zurücklegen.

Die Tarahumara lieben die Musik, besonders Mozart hat es ihnen angetan. Wenn Wheeler an seinem Wohnort La Cumbre mit mehr als 380 Indiofamilien hoch über dem Munerachi Canyon auf seinem Steinway-Flügel spielt, hören sie ihm fasziniert zu. Einige Monate im Jahr geht Romayne Wheeler auf Konzertreise. Er spielt auf der ganzen Welt – überall dort, wo Freunde ihm ein Konzert ermöglichen. Mit den Einnahmen aus seinen Konzerten fördert er die schulische Bildung der jungen Indios und sichert ihnen damit eine langfristige Perspektive zum Bestreiten des eigenen Lebensunterhalts. Sehr wichtig ist ihm auch die Sicherstellung der medizinischen Versorgung, und so konnte mit Hilfe der erspielten Spenden und dank großzügiger Unterstützer aus aller Welt inzwischen am Rande des Canyons eine ständig besetzte Krankenstation mit angeschlossener zahnärztlicher Praxis eingeweiht werden. Der Pianist gibt gerne Auskunft über seine Entwicklungsarbeit. Sprechen Sie ihn nach dem Konzert ruhig an. Der Eintritt ist frei. Da die Musik von Romayne Wheeler die Seele anrührt, wird es dem Besucher nicht schwerfallen, seine Arbeit mit einer Spende zu unterstützen. Aussage der Raramuri: „Wer immer nur verschlossen in seinen eigenen Gedanken geht, ohne an seinen Bruder zu denken und ihm zu helfen, ist zu nichts nütze.“Pressemitteilung der

Tourist-Information Vulkanregion Laacher See

Romayne Wheeler spielt zugunsten der Tarahumara-Indianer Mexikos. Foto:privat

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