Allgemeine Berichte | 04.12.2024

Verein führt Gartenprojekt in Bad Neuenahr weiter

Rosenkränzchen bleibt sozialer Treffpunkt

Das Team vom Rosenkränzchen: Ina Stumme, Elisabeth Zenner, Oliver Serwas und Robert Hucho.  Foto: Julia Fröder / Bistum Trier

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Es ist so eine tolle Gemeinschaft entstanden. Hier kann man Probleme austauschen. Kurzum: Es ist einfach sinnvoll!“, beschreibt Ina Stumme das „Rosenkränzchen“, das nach der Flut 2021 von der Pastoralreferentin Elisabeth Zenner gemeinsam mit ihrem Kollegen Oliver Serwas in Bad Neuenahr-Ahrweiler betreut und koordiniert wurde. Jetzt geben sie den Garten, der sich in der Weststraße 2 befindet, und die Idee eines Begegnungs- und Gesprächsorts in die Hände eines Vereins.

Im Rahmen ihrer Arbeit als Missionarisches Team im Bistum Trier hatten Zenner und Serwas nach der Flut das Grundstück in der Nähe der Rosenkranzkirche mit vielen weiteren Personen aufgebaut. Da die beiden Seelsorger nicht mehr im Modellvorhaben „Missionarische Teams“ tätig sind, hat sich ein Verein gegründet, der die Idee an Ort und Stelle übernimmt und weiterentwickelt. übergeben die Seelsorger des Bistums das Projekt in die Hände von Robert Hucho. Robert Hucho steht dem neuen Verein „Rosenkränzchen Nachbarschaftsinitiative“ vor. Die Mitglieder verantworten nun den Garten und die dortigen Angebote. Zudem begleiten Nadine Titze-Waltersdorf vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, sowie Markus Hartmann vom Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler das Projekt. „Elisabeth und Oliver werden als Menschen und mit ihren Fähigkeiten fehlen“, erklärt Hucho, „doch wir wollen diesen Ort von Kirche weiterleben, der komplett offen ist für die Nachbarschaft und Interessierte – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit.“ Die Idee vor zwei Jahren war, den Garten für den Anbau von Obst, Gemüse und Blumen zu nutzen und dabei das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu schärfen. Der beabsichtigte Nebeneffekt: den sozialen Zusammenhalt stärken. „Es ist ein Anlaufpunkt für ganz viele Leute geworden“, freut sich Serwas. Das zeigt sich auch an diesem grauen Montagnachmittag Ende November: Menschen bleiben am Zaun stehen, schauen interessiert oder grüßen Zenner, Serwas und Hucho. „Der Garten und die Pflanzen sind oft der Anlass, um ins Gespräch zu kommen“, berichtet Zenner. Doch die drei betonen, dass es sich nicht nur um ein „Urban Gardening“-Konzept handelt, sondern dass der christliche Glaube das Merkmal des „Rosenkränzchens“ ist. Neben Veranstaltungen, die explizit Religion und Glaube behandeln, drehen sich viele Gespräche beim Gärtnern oder einer Tasse Kaffee beim wöchentlichen Treff um Heraus- und Überforderungen, Sorgen, Einsamkeit oder auch um traumatische Erlebnisse im Zusammenhang mit der Flut. „Die gesamte Bandbreite an Lebensthemen ist uns hier begegnet“, blickt Serwas auf viele vergangene Gespräche zurück. Die Hochwasserkatastrophe ist weiterhin ein großes Thema. Oftmals würden jetzt erst die seelischen Folgen und Probleme richtig sichtbar. „Daher ist es gut, dass auch zukünftig ein hauptamtlicher Seelsorger Teil des Projektes ist“, schiebt der 1. Vorsitzende ein. Denn, das ist ihm wichtig zu sagen, der Verein sei ausdrücklich kein Schrebergartenverein.

25 Beete werden momentan von ganz verschiedenen Menschen betreut, da wird gehegt und gepflegt und geerntet. „Wir sind ein heterogener Haufen“, sagt Hucho liebevoll. Auch Ina Stumme betreut ein Beet: „Ich gestalte das je nach Jahreszeit immer neu.“ Sie wohnt in der Nachbarschaft und ist froh über dieses Angebot. Stumme bringt sich auch neben dem Gärtnern gerne ein, bringt Kaffee zu den wöchentlichen Treffen mit und genießt die Gemeinschaft. Es sei eine Möglichkeit für sie, Alltagsstress abzubauen und nette Menschen mit offenen Ohren zu treffen.

Viel Unterstützung

Das Gelände gehört der Kirchengemeinde und wird dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Unterstützer*innen und Kooperationspartner sind unter anderem Katharina Jamitzky, Nadine Titze-Waltersdorf, der Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler, das Mehrgenerationenhaus und der Malteser Hilfsdienst sowie der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindung.

Das „Rosenkränzchen“ ist täglich geöffnet. Dienstags findet von 15 bis 17 Uhr ein offener Treff mit heißen Getränken statt – alle Interessierten sind hierzu eingeladen.

Wer mehr über das „Rosenkränzchen“ erfahren möchte, kann sich auch dieses Video anschauen https://www.bistum-trier.de/dasein/detail/Folge-6-Rosenkraenzchen-in-Bad-Neuenahr-Ahrweiler/, sich per E-Mail an Robert Hucho wenden: rosenkraenzchen@gmail.com oder einfach vorbeischauen in der Weststraße 2.

Das Team vom Rosenkränzchen: Ina Stumme, Elisabeth Zenner, Oliver Serwas und Robert Hucho. Foto: Julia Fröder / Bistum Trier

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