Die Feuerwehren in Kalt, Lonnig und Rüber gehen in der Mitgliederwerbung neue Wege
Rote Eimer als Löschkübel für den Notfall daheim
Kalt/Lonnig/Rüber. Die Feuerwehr hilft in (fast) allen Notlagen. Wenn es brennt, der Keller unter Wasser steht oder ein Unfallopfer im Auto eingeklemmt ist, ruft man die 112. Und man hofft, dass die Männer und Frauen in den blau-gelben Anzügen möglichst bald eintreffen und die Initiative ergreifen. Beim Warten kommen empfindet man die Minuten oft wie Stunden. Die Hilfe durch die Feuerwehr ist schon selbstverständlich geworden.
Dabei vergisst man oft, dass es sich meistens um Freiwillige handelt, um ehrenamtliche Einsatzkräfte, die nach der Alarmierung alles stehen und liegen lassen und ausrücken, um zu helfen.
Feuerwehren suchen ehrenamtliche Helfer
In der Verbandsgemeinde Maifeld besteht die Freiwillige Feuerwehr ausschließlich aus ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden, darunter Schüler, Studenten, Beamte, Handwerker, Akademiker, Landwirte und Angestellte, die sich in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit einsetzen. Aber auch hier hält der demographische Wandel Einzug.
Rote Eimer machen aufmerksam
Die Feuerwehreinheiten in Kalt, Lonnig und Rüber gehen bei der Mitgliederwerbung nun einen neuen, offensiven Weg.
Sie verteilen derzeit an jeden Haushalt rote Eimer mit der Aufschrift „Haushalts-Löschkübel“. Darauf steht ebenso humorvoll wie provokant: „Wenn keine Feuerwehr vor Ort ist, Löschkübel mit Wasser befüllen, Kübelkette bilden und selbst mit den Löscharbeiten beginnen“.
Damit soll auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Mit einem dem Eimer beigelegten Rundschreiben lädt die örtliche Feuerwehr zu einem Informationsabend ins Feuerwehrhaus ein.
Dabei hofft sie auf viele Interessenten, die ihrer Einladung folgen und sich über Aufgaben und Aktivitäten der Löschgruppe aufklären lassen.
Aktion ist Gemeinschatsidee
Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Aktion hatten die Wehrführer Mathias Lang (Lonnig), Bernd Krechel (Rüber) und Erwin Horst (Kalt) sowie dessen Stellvertreter Michael Reuschler.
Sie beklebten die roten Eimer, bereiteten die Rundschreiben vor, verteilen jetzt die „Löschkübel“ an die Haushalte und gestalten die Informationsabende.
Bürgermeister Maximilian Mumm unterstützt die Maßnahme ausdrücklich: „Ich bin froh und dankbar für jeden aktiven Feuerwehrkameraden und jede aktive Feuerwehrkameradin, die die Maifeldbewohner in einer Notlage unterstützen.“ Gleichzeitig betont er die besondere Bedeutung unserer Freiwilligen Feuerwehr in der dörflichen Gemeinschaft.
Alle Beteiligten hoffen jetzt auf eine rege Beteiligung an den Informationsabenden und darauf, dass der oder die ein oder andere danach sagt: „Da mach ich mit!“ Auch inaktive Mitglieder sind willkommen.
