Allgemeine Berichte | 15.09.2020

Helfer des DRK-Betreuungs- und GesellschaftsService ehrenvoll verabschiedet

Rotkreuzler schaffen Freiräume für pflegende Angehörige

DRK-Teamleiterin Marianne Flohr (Mitte) verabschiedete die Helfer des DRK-BetreuungsService Rita Haarmann-Börsch und Walter Nett. Beide engagierten sich jeweils fast zehn Jahre in der Betreuung von Senioren oder kranken Mitbürgern. Foto: Thorsten Trütgen

Sinzig. Sie leisten einen Dienst, mit dem sie nicht im Rampenlicht stehen: Die Rotkreuzler im Betreuungs- und GesellschaftsService vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Ahrweiler e.V.. DRK-Teamleiterin Marianne Flohr fiel es nicht leicht, zwei engagierte Helfer zu verabschieden. Im Gästehaus Bauer in Bad Bodendorf gestaltete Flohr zusammen mit DRK-Pflegedienstleiterin Elke Pitzner den passenden Rahmen, um dem gesamten Team für das Engagement zu danken und die ehrenvolle Verabschiedung zu vollziehen. Walter Nett hat sich seit 2011 im DRK-GesellschaftsService engagiert. Er war als einziger männlicher Helfer in dem neunköpfigen DRK-Team aktiv. Da sich sein Privatleben in den vergangenen Jahren veränderte, entschied Nett, sich neuen Aufgaben und Tätigkeiten zu widmen. Zu einem Klienten hat Walter Nett in den vielen Jahren sogar eine Freundschaft aufgebaut und besucht ihn immer noch regelmäßig, obwohl dieser schon gar nicht mehr im Einsatzgebiet der DRK-Betreuungskräfte wohnt. Rita Haarmann-Börsch engagierte sich seit 2012 im DRK-Betreuungs- und GesellschaftsService. Wie alle Teammitglieder kümmerte sie sich liebevoll mit viel Empathie und Wertschätzung um die ihr anvertrauten Mitbürger. Rita Haarmann-Börsch beendet ihren Dienst aus Altersgründen. Die Rotkreuzkräfte im DRK-GesellschaftsService betreuen stundenweise Senioren oder kranke Mitbürger im eigenen zu Hause. Oft kümmern sich Familienangehörige um die zu betreuenden Personen. Aber auch Familienangehörige benötigen Zeit für sich, um etwa Friseurtermine oder Arztbesuche wahrnehmen zu können oder einfach, um mal selbst einige Stunden abzuschalten. Die Kräfte beschäftigen sich in der Abwesenheit der Angehörigen mit den Mitbürgern ganz individuell. In der Betreuungszeit können beispielsweise Spiele gespielt, ein Buch oder die Zeitung vorgelesen oder sogar gemeinsame Spaziergänge unternommen werden. Zur Wahrnehmung dieser Tätigkeit werden die Betreuungskräfte von den DRK-Pflegeprofis vorbereitet und beratend begleitet. Das Land Rheinland-Pfalz hat die Notwendigkeit der stundenweisen Betreuung bereits vor Jahren erkannt und Rahmenbedingungen erstellt. Dadurch wird ein einheitlicher und landesweiter Mindestqualitätsstandard in der Betreuung von Senioren und Kranken gewährleistet.

Innerhalb des DRK-Sozialen Servicezentrums Remagen-Sinzig ist Marianne Flohr DRK-Teamleiterin. Sie ist einerseits Ansprechpartnerin für Angehörige auf der Suche nach entsprechenden Betreuungskräften. Andererseits koordiniert Flohr den Einsatz der Betreuungskräfte, der sich fast immer hinter verschlossenen Türen abspielt, und ist Ansprechpartnerin für alle Belange des DRK-Betreuungsteams im Einzugsgebiet des DRK-Sozialen Servicezentrums Remagen-Sinzig. Interessenten für den DRK-Betreuungs- und GesellschaftsService, egal ob als Helfer oder als Unterstützungssuchender, steht Marianne Flohr unter Tel. (0 26 42) 97 06 14 oder per E-Mail an flohr@kv-aw.drk.de gerne zur Verfügung. Weitere Informationen erhält man auch auf der Homepage des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler e.V. unter www.kv-aw.drk.de/gesellschaftsservice .

DRK-Teamleiterin Marianne Flohr (Mitte) verabschiedete die Helfer des DRK-BetreuungsService Rita Haarmann-Börsch und Walter Nett. Beide engagierten sich jeweils fast zehn Jahre in der Betreuung von Senioren oder kranken Mitbürgern. Foto: Thorsten Trütgen

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