Rund 3000 Beleuchtungsmasten werden 2026 im Stadtgebiet gecheckt
Neuwied: Straßenbeleuchtung: Masten werden auf Standsicherheit geprüft
Neuwied. In Neuwied haben turnusmäßige Standsicherheitsprüfungen an Straßenbeleuchtungsmasten begonnen. Die Stadtwerke Neuwied (SWN) lassen im Verlauf des Jahres rund 3000 Masten von einer Fachfirma im gesamten Stadtgebiet kontrollieren.
Die rund 10.000 Straßenbeleuchtungsmasten in Neuwied müssen regelmäßig auf ihre Standfestigkeit geprüft werden. Ziel ist es, mögliche Schäden oder Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
„Für die Prüfungen kommt ein Minibagger zum Einsatz, der die Masten vor Ort belastet“, erklärt Marcel Schudt von den SWN. „Der Bagger zieht und drückt an den Beleuchtungsmasten, um äußere Einflüsse zu simulieren. Dabei wird ein Kraft-Weg-Diagramm erstellt, ein so genanntes ‚Mast-EKG‘, welches die Schwachstellen aufspürt und detailliert dokumentiert.“ So kann überprüft werden, ob Mast und Fundament den auftretenden Kräften standhalten.
Ein Sturm kann die Standfestigkeit von Lichtmasten hart auf die Probe stellen. Der Greifarm des Minibaggers simuliert Belastungen, die bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern auftreten. Zu der Frage der Widerstandskraft des Mastes kommt eine weitere hinzu: die des Fundaments. Die Ergebnisse werden dokumentiert. „Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass Extremwetterlagen zunehmen. Ein umstürzender Mast wäre eine Gefahr“, so Schudt. „Nur durch die Prüfung kann gewährleistet werden, dass die Beleuchtungsmasten bei orkanartigen Stürmen standhalten. Durch die detaillierten Prüfergebnisse wird außerdem gewährleistet, dass nur die wirklich gefährdeten Masten nach wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen ausgewechselt werden müssen.“
Während der Arbeiten kann es punktuell zu Einschränkungen kommen, etwa durch kurzzeitige Absperrungen im unmittelbaren Arbeitsbereich. Die SWN bitten um Verständnis.
