Neujahrsempfang der Lüftelberger Wehr
Rückblick auf 2016 und neue Gesetzgebung beschäftigen Wehr
Beseitigung von Ölspuren ist weiterhin Aufgabe der Feuerwehr – Anspruchsvollere Einsätze verlangen entsprechende Ausrüstung, Ausbildung und viel ehrenamtliches Engagement
Lüftelberg. Gut besucht war der traditionelle Neujahrsempfang der Löschgruppe Lüftelberg der Freiwilligen Feuerwehr Meckenheim am vergangenen Sonntag. Löschgruppenführer Manfred Schmitz konnte unter anderem den stellvertretenden Bürgermeister Michael Sperling, Ortsvorsteher Siegfried Schwaner und Stadtwehrleiter Günter Wiegershaus begrüßen.
In seiner kurzen Ansprache ging Manfred Schmitz auf das Jahr 2016 ein und auf 37 absolvierte Einsätze, davon sehr viele im Bereich der technischen Hilfeleistungen. Aber auch ein größerer Heckenbrand gehörte dazu. „Wenn man im Sommer versucht, mit dem Gasbrenner Unkraut zu jäten, gerät schon mal eine Hecke in Brand“, so der Chef der Lüftelberger Floriansjünger.
Stadtwehrleiter Günter Wiegershaus ging vor allem auf die geänderte Gesetzeslage in Nordrhein-Westfalen ein, wo auch das Feuerwehrwesen neu geordnet wurde. Seine große Hoffnung, dass die Beseitigung von Ölspuren aus dem Leistungskatalog rausfallen, hat sich jedoch nicht erfüllt. Sein Fazit für 2016: „Wir konnten vielen Menschen helfen“. Kritisch sieht der Stadtwehrleiter das Thema Einsatzbereitschaft an Werktagen, hier macht sich der gesellschaftliche Wandel stark bemerkbar, die Wehrleitung steht zu diesem Thema jedoch in engem Kontakt mit der Verwaltung und der Politik. Bei beiden bedankte er sich für die Unterstützung der Wehr und dafür, dass man auch stets mit einer ordentlichen Ausrüstung arbeiten könne. Gleichzeitig gab er der Erwartung Ausdruck, dass dies auch zukünftig so sein solle.
In Vertretung von Bürgermeister Bert Spilles ging Michael Sperling noch einmal auf das sehr turbulente Jahr 2016 ein. Auf der Metaebene mit dem Krieg in Syrien und den Flüchtlingsströmen, dem Brexit, dem Ausgang der US-Wahlen und den damit verbundenen Unsicherheiten. Gleichzeitig gibt es in 2017 Landtagswahlen in mehreren Bundesländern und im Herbst die Bundestagswahlen, dazu Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich. Sperling zeigte sich gespannt, wie die Welt am Ende des Jahres 2017 aussehen werde, zumal Prognosen sich als schwierig erweisen, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, wie schon Winston Churchill bemerkte. Viele Menschen haben das Gefühl, es verändert sich momentan alles und auch in Meckenheim gibt es viele positive Entwicklungen und Veränderungen. So konnte die Hauptstraße fertiggestellt werden, an der Fertigstellung von Jungholzhalle und Rathaus wird gearbeitet, die Bahnunterführung macht Fortschritte und auch bei der Integration der Flüchtlinge geht es voran.
Einen Blick in die Nachbargemeinde Grafschaft erlaubte sich der stellvertretende Bürgermeister und erinnerte an das verheerende Starkregenereignis vom Sommer, was Meckenheim weitgehend verschonte. Jahrhundertregenereignisse kommen wohl nun alle 10 Jahre vor und Jahrtausendereignisse alle 100 Jahre, darauf muss sich auch die Feuerwehr einstellen. Dies macht sich auch in der Ausrüstung der Wehren bemerkbar. Die Arbeit der Wehrleute wird von den Bürgern hochgeschätzt und der Dank von Michael Sperling galt nicht nur den Angehörigen der Wehr, sondern auch deren Partnern, die dafür Verständnis haben müssen, wenn Feuerwehrangehörige von jetzt auf sofort zum Einsatz müssen und darüber hinaus auch zahlreiche Übungen und Weiterbildungen zu absolvieren haben. Der Dank galt auch der Jugendwehr und der Nachwuchsförderung. Diesem Dank schloss sich Ortsvorsteher Siegfried Schwaner an und Manfred Schmitz hatte dann noch die überaus schöne Aufgabe, Ralf Steinert für dessen zehnjähriges Engagement in der Wehr und vor allem in der Ausbildung der Jugendfeuerwehr zu danken und mit einem Gutschein zu ehren. Dem Dank schlossen sich Günter Wiegershaus und die Politik an.
STF
Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
