Allgemeine Berichte | 14.01.2020

Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Dieblich

Rückblick auf das vergangene Jahr und Ausblick auf 2020

Informative Ansprachen von Bürgermeister Andreas Perscheid und Landrat Dr. Alexander Saftig

Den Neujahrsempfang nahm Ortsbürgermeister Andreas Perscheid zum Anlass, verdiente Bürger zu ehren.  Fotos: EP

Dieblich. Einen Blick auf das vergangene Jahr und auf die Gegenwart warf Ortsbürgermeister Andreas Perscheid beim Neujahrsempfang in der Mosellandhalle, ließ zugleich die zahlreich erschienen Bürger/innen an den zukünftigen Planungen teilhaben. Es waren umfangreiche und detaillierte Informationen, die auch geprägt waren von Überlegungen wie Jung und Alt in Dieblich gerne und bestens versorgt leben können.

Nach seiner Begrüßung fand er zunächst einige Worte zum Klimawandel: „Überregional war das Jahr 2019 geprägt von der Sorge um den Klimawandel. Wie oft dieses Wort zu hören war, ist schon enorm. Es hatte fast den Eindruck, dass der Klimawandel gerade und das mit großer Macht eingesetzt habe, was natürlich nicht so ist. Ich bin der Meinung, dass die Gefahren des Klimawandels deutlich angesprochen und Maßnahmen unternommen werden müssen, um gegenzusteuern, zum Positiven zu verändern, dass aber die Verbreitung von Angst und Schrecken in diesem Zusammenhang sicher nicht zielführend sein kann.“

Anschließend ging er kurz auf die Kommunalwahl 2019 ein, bei der er als Ortsbürgermeister wiedergewählt worden war: „Ich habe den Auftrag angenommen und werde, solange ich dieses Amt ausübe, alles tun um erfolgreiche Politik für unsere Ortsgemeinde zu machen.“ Er bedauerte, dass für die politischen Ehrenämter immer weniger Kandidaten/innen zur Verfügung stehen.

Zukünftiger Schwerpunkt: Neubau einer Kita

Ein zukünftiger Schwerpunkt in Dieblich ist der geplante Neubau einer Kita, damit das neue Kita-Zukunfts-Gesetz umgesetzt werden kann. Die alte Kita, sowie die von der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel zur Verfügung gestellten zusätzlichen und zeitlich befristeten Räumlichkeiten, sind mittlerweile grenzwertig ausgelastet. Zurzeit werden 150 Kinder plus 24 Hortkinder betreut, doch es sollen alle Eltern die Möglichkeit einer Betreuung in Dieblich haben. Da war handeln gefordert, entscheidende Schritte beim geplanten Neubau sind getan: die Baugenehmigung ist erteilt, eine Förderung zugesagt. Der Ortsbürgermeister betonte, dass bevor es losgehen kann noch einige organisatorische Hürden zu nehmen seien. Einen zentralen Bürgersaal wird es in Dieblich nicht geben, da sich die Mehrheit im Gemeinderat dagegen aussprach: „So funktioniert halt Demokratie“, kommentierte Andreas Perscheid.

Konträre Meinungen herrschen innerhalb der Gemeinde auch über die Bauvorhaben „Hinter den Höfen“, „Dieblich Ost II“ und über das neue Sportgelände. Das bedauerte er, da viele Bauwillige auf positive Signale warten. Die Schaffung von Baumöglichkeiten beinhaltet auch die Überlegung nach weiteren betreuten Wohneinheiten.

Glücklich schätzt sich die Gemeinde, dass es in Punkto ärztlicher Versorgung keine Probleme gibt. „Hier können wir von Glück sprechen, mit dem medizinischen Zentrum Dieblich eine Einrichtung zu haben, die uns gut versorgt. Es sorgen noch private Praxen dafür, dass wir auch über unsere Gemeindegrenzen hinaus ärztliche Leistungen anbieten können. Die Gemeinde wird, soweit es in ihrer Macht steht, mit dafür Sorge tragen, dass die Anstrengungen für weitere Ansiedlungen von Ärzten und sozialen Einrichtungen in unserer Gemeinde unterstützt werden“, so Andreas Perscheid.

Dieblich attraktiver und schöner gestalten

Er informierte des Weiteren über die Bemühungen, den Ort noch attraktiver und schöner zu gestalten. Und damit dies realisiert werden kann, wurde ein dritter Gemeindearbeiter eingestellt und notwendiges Equipment angeschafft. Zusammenfassend sollen aber die Bürger/innen durch die kostenintensiven Maßnahmen bzw. die vielen Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von über 1,1 Millionen Euro (abzüglich Zuschüsse) nicht belastet werden, Steuern und Abgaben bleiben gleich. Kredite sind nicht geplant, auch wenn die Rücklagen bis Ende 2020 gegen Null gehen werden.

Der Ortsbürgermeister sicherte den Vereinen weiterhin Unterstützung zu und die Fortführung der Ferienfreizeiten. Neben den aufgeführten Planungen stehen noch folgende Projekte in 2020 auf der Agenda der Ortsgemeinde: Fertigstellung des Klausenplatzes und des Friedhofumbaus, Anlage eines Naturlehrpfades, weitere Verbesserung der Spielplätze, Umsetzung eines Parkkonzeptes in der ganzen Gemeinde, Mitarbeit beim Vorhaben der evm im Bereich Naßheck einen Solarpark zu bauen.

Bevor sich Andreas Perscheid bei den Anwesenden für ihr Kommen bedankte, appellierte er an alle „die sich berufen fühlen die Geschicke der Gemeinde mit zu lenken“ dafür Verantwortung zu übernehmen. Ein Auftritt der Sternsinger unterbrach den Neujahrsempfang, sie sangen ein Lied und baten um Spenden. Diese haben mittlerweile über 4000 Euro gesammelt, erklärte der Bürgermeister stolz.

Drei Wappenteller und Urkunden wurden überreicht

Anschließend überreichte er drei Wappenteller und Urkunden der Gemeinde an verdiente Bürger: an Bernd Meyers für den ehrenamtlichen Einsatz an den Wanderwegen im Bereich Mariaroth, Raimund Röser für sein Engagement im Amt als 1. Beigeordneter und an den Pfadfinderstamm Treverer Dieblich für 40 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit.

Für den Landkreis Mayen-Koblenz sprach Landrat Dr. Alexander Saftig zu den Dieblicher Bürger/innen und stellte die Bedeutung des 50-jährigen Geburtstages des Landkreises in den Vordergrund. 1970 wurden trotz großem Widerstand der Alt-Landkreis Mayen und Koblenz-Land zusammengelegt: „Heute können wir feststellen, dass Mayen-Koblenz nach dem Zusammenschluss vom Retortenbaby zur Erfolgsgeschichte wurde.“ Als einen Grund führte Dr. Saftig die landschaftliche Vielseitigkeit an, die seinesgleichen sucht. Er betonte, dass die Region MYK Menschen den idealen Raum bietet, sich eine Zukunft auf zu bauen, da die Faktoren Leben, Wohnen und Arbeiten im Einklang stehen. Für ihn ist es der schönste Landkreis, den es überhaupt gibt, mit 30 Naturschutzgebieten und wunderschönen Landschaften an Rhein, Mosel, im Maifeld und in der Eifel.

In diesem Zusammenhang war es ihm ein besonderes Anliegen, auf die „Zippammer“ aufmerksam zu machen, deren Lebensraum im Alkener Bachtal das größte Vorkommen im nördlichen Rheinland-Pfalz ist. Für die Erhaltung der Lebensräume dieser besonderen Population werden eine Million Euro bereitgestellt. „Ein zukünftiger Schwerpunkt ist der Naturschutz“, so der Landrat.

Er informierte über die zahlreichen Herausforderungen, die der Kreis zu meistern hat und betonte: „Wir können diesen Herausforderungen positiv entgegentreten, da wir in den vergangenen Jahren in allen Bereichen aktiv waren und eine gute Grundlage für eine weitere erfolgreiche Arbeit geschaffen haben. Wir müssen offen sein für neue Herangehensweisen und uns manchmal sogar von gewohnten Denkmustern verabschieden. Weg von „das haben wir immer schon so gemacht“ hin zu „wir möchten neue Wege gehen!“ Ich blicke positiv in die Zukunft. Denn das, was ich am meisten an unserem Landkreis schätze, sind die Menschen. Wir müssen junge Menschen anlocken, die sich die Frage „wo will ich hin“ mit „das kann nur MYK sein“ beantworten.“

Fast liebevoll und aus eigener Erfahrung mahnte er die Anwesenden: „Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Lieben, Ihre Kinder und die Menschen, die Ihnen wichtig sind. Und vergessen Sie dabei nicht sich selbst. Auch Sie brauchen Momente, in denen Sie durchatmen und Kraft tanken können. Gesundheit ist unser wertvollstes Gut, das wir hüten und pflegen sollten.“ Gemeinsam stießen die Versammelten auf das neue Jahr an, versehen mit den besten Wünschen für Frieden und Gesundheit. EP

Die Anwesenden spendeten dem nach schwerer Krankheit genesenden Landrat Dr. Alexander Saftig Beifall.

Die Anwesenden spendeten dem nach schwerer Krankheit genesenden Landrat Dr. Alexander Saftig Beifall.

Den Neujahrsempfang nutzten die Sternsinger für einen musikalischen Auftritt. 

Den Neujahrsempfang nutzten die Sternsinger für einen musikalischen Auftritt. 

Den Neujahrsempfang nahm Ortsbürgermeister Andreas Perscheid zum Anlass, verdiente Bürger zu ehren. Fotos: EP

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