Beeindruckendes Jahreskonzert in der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur
Rund 100 Schüler im Orchester vereint
Montabaur. Nur knapp neun Monate nachdem die Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse 5b ihre Instrumente zum ersten Mal in den Händen hielten, eröffneten sie nun das Jahreskonzert der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur. Mit „Let’s Play“ starteten sie in einen abwechslungsreichen musikalischen Abend in der Aula der Schule. Nach dem ihrem ersten Applaus von großem Publikum ließen sie einen „Elefanten in der Disco“ tanzen. Den Abschluss des Auftrittes bildete die Originalkomposition für junges Blasorchester „Tikal“, in der die Wiederentdeckung einer vergessenen Maya-Stadt musikalisch beschrieben wird.
Nach einem raschen Wechsel auf der Bühne heizte die Bläserklasse 6b mit dem energiegeladenen Stück „Scorpion“ dem Publikum in der eh schon sehr warmen Aula ordentlich ein. Diese Originalkomposition mit ihren vielen sich überlagernden Rhythmen ließ weder den Musikern noch den Zuhörern Zeit zum Luft holen. Es folgten zwei Stücke zum Thema „Wasser“, die unterschiedlicher nicht sein konnten. „Alla Hornpipe“ aus Händels 300 Jahre alter „Wassermusik“ und der Rockklassiker „Smoke On The Water“ wurden von den jungen Musikern stilsicher vorgetragen. Und da sie nun für genügend Wasser gesorgt hatten, konnten sie zusammen mit dem Publikum musikalisch in See stechen. Mit der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“ eroberte man die Meere.
„Fröhlich“ präsentierte dann die aus eine Realschul- und einer Berufsreifeklasse gemischte Bläserklasse 7be „Happy“ und brachte die Zuhörer sofort zum Mitwippen und Klatschen. Weiter ging es ebenfalls mit Filmmusik: Mit Adeles „Skyfall“ zauberten sie James Bond-Atmosphäre in die Aula. Danach verwandelte sich die Bläserklasse in eine Big Band und swingte mit dem Duke Ellington Klassiker „It Dont‘ Mean A Thing“.
Routiniert folgte das Schulorchester, das aus ehemaligen Bläserklassenschülern besteht und damit die Arbeit aus den Klassen 5 bis 7 konsequent fortsetzt. Mit „Saxology“, einem Solo für Alt- und Tenorsaxophone, zeigten die sechs Saxophonisten des Orchesters, wie Jazzmusik klingen muss. Es folgte ein harter Stilwechsel und Johannes Wörsdörfer brillierte mit dem barocken Trompetensolo „Trumpet Voluntary“. Leider wird er wie auch die Flötistin Christina Hoppe sowie die Saxophonistinnen Sabrina Zühlke, Natalie Mager und Selina Wirth nach sechs Jahren die Schule und damit auch das Schulorchester verlassen. Musiklehrer Thomas Eberth dankte den fünf Schülern für ihre lange Treue zur Schulmusik, ihr außergewöhnliches Engagement und die Zuverlässigkeit.
Nach dem musikalischen Wutanfall „Tantrum“ begeisterte dann das Orchester ebenfalls mit Filmmusik aus „Game Of Thrones“ und „How To Train Your Dragon“.
Traditionell wurde der Konzertabend mit dem Menuett aus Händels „Feuerwerksmusik“ beendet, bei dem Musiklehrer Klaus-Bernd Schneider alle rund 100 jungen Musikerinnen und Musiker dirigierte. Statt eines Eintritts bat die Schule am Ausgang um eine Spende für den Verein „Elimu – Bildung in Ostafrika“. Die eingesammelten 700 Euro ermöglichen es nun einigen Kindern und jugendlichen in Kenia ein weiteres Jahr eine Schule zu besuchen und damit eine Perspektive für ihr Leben zu entwickeln. Asante sana!
Die Saxophonisten des Schulorchesters begeisterten mit einem swingenden Solostück.
