Allgemeine Berichte | 12.06.2026

250-Kilogramm-Bombe in Dernau erfolgreich entschärft

Rund 630 Menschen mussten evakuiert werden

Das Team des Kampfmittelräumdienstes um den technischen Leiter Sven Rasehorn (Mitte) mit der entschärften 250-Kilo-Sprengbombe. Fotos: DU

Dernau. Auch über 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tauchen dessen oftmals gefährliche Relikte immer wieder auf – auch im Kreis Ahrweiler. Nachdem erst im vergangenen September eine Fliegerbombe in Ahrweiler im Bereich der Carl-von-Ehrenwall-Allee entdeckt und entschärft wurde („Blick aktuell“ berichtete), förderten Sondierungsmaßnahmen im Rahmen der Gewässerwiederherstellung am rechten Ahrufer unweit des Ahrwegs in Dernau am gestrigen Donnerstag ebenfalls eine Fliegerbombe zutage. Nach entsprechender Absicherung folgte tags darauf die Entschärfung durch die Experten des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz. Dazu musste ein 300-Meter-Sicherheitsradius vollständig evakuiert werden. Für die rund 630 betroffenen Anwohnerinnen, Anwohner und Beschäftigte wurden im Marienthaler Freundschaftshaus sowie in einer Dernauer Gaststätte Sammelunterkünfte mit ehrenamtlicher Betreuung bereitgestellt. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Schutz und der Unterstützung mobilitätseingeschränkter Bürgerinnen und Bürger. Das Deutsche Rote Kreuz war hierfür mit fünf Fachkräften sowie einem Rettungswagen und einem Krankentransportwagen in den Einsatz eingebunden. Zwei pflegebedürftige Personen, die das Evakuierungsgebiet nicht selbstständig verlassen konnten, wurden durch die Sanitätskräfte sicher und fachgerecht in das Seniorenzentrum „Ahrschleife“ in Altenburg transportiert. Für sie stand während der gesamten Maßnahme dort ein adäquater Aufenthaltsort zur Verfügung. Hinzu kamen Straßensperrungen und die vorübergehende Einstellung des Schienenverkehrs der Ahrtalbahn.

Amerikanische Sprengbombe vom Typ „GP 500“

Nach knapp vier Stunden war die gesamte Maßnahme beendet und die Fliegerbombe erfolgreich entschärft, so dass die Menschen in ihre Häuser, Wohnungen und Betriebe zurückkehren konnten. „Bei dem gefundenen Kampfmittel handelte es sich um eine amerikanische Sprengbombe vom Typ ‚GP 500‘ mit einem Gewicht von ca. 250 Kilogramm. Die Entschärfung lief hervorragend, beide Zünder ließen sich ohne Komplikationen entfernen“, so Sven Rasehorn, technischer Leiter des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz. Auch die Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr um Bürgermeister Dominik Gieler zog ein positives Fazit und dankte allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf der Entschärfungsmaßnahme.

Die amerikanische Sprengbombe vom Typ „GP 500“. Im Vordergrund sind die Zünder zu sehen.

Die amerikanische Sprengbombe vom Typ „GP 500“. Im Vordergrund sind die Zünder zu sehen.

Das Kampfmittel war bei Sondierungsmaßnahmen im Rahmen der Gewässerwiederherstellung gefunden worden.

Das Kampfmittel war bei Sondierungsmaßnahmen im Rahmen der Gewässerwiederherstellung gefunden worden.

Das Team des Kampfmittelräumdienstes um den technischen Leiter Sven Rasehorn (Mitte) mit der entschärften 250-Kilo-Sprengbombe. Fotos: DU

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