Feuerwehr Dieblich lud ein zur Ferienfreizeit
Rund um die Feuerwehr
Kinder lernten einiges über das Feuer, das Löschen und die Feuerwehr
Dieblich. „Rund um die Feuerwehr“ - unter diesem Motto stand die diesjährige Ferienfreizeit, zu der die Feuerwehr aus Dieblich einlud. In acht Stunden konnten die 23 teilnehmenden Kinder,
zwischen sechs und elf Jahren, einiges über das Feuer, das Löschen und die Feuerwehr lernen. Das Programm startete mit einem spielerischen Kennenlernen, nachdem sich alle ein wenig „beschnuppern“ konnten, wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt.
Die erste Gruppe begann mit dem Gestalten eines Passepartouts, denn dies war Teil des diesjährigen Andenkens, welches die Kinder im Anschluss an den Ferienfreizeittag mit nach Hause nehmen durften. Parallel dazu wurden Fotos von ihnen, in der heiß begehrten Feuerwehruniform, gemacht.
Die zweite Gruppe konnte sich derweil am Feuerlöschsimulator unter Beweis stellen. Hierbei wurde der Einsatz eines Feuerlöschers trainiert. Um die Brandschutzerziehung abzurunden, führten die aktiven Kameraden der Feuerwehr einen Löschversuch eines Fettbrandes mit Wasser vor. Dies ist sehr gefährlich, denn das brennende Fett wird durch das Wasser nicht gelöscht, sondern führt lediglich zu einer Verdampfung des Wassers und einer somit entstehenden Stichflamme. Fettbrände stellen auch im häuslichen Umfeld eine Gefahr dar und können nur durch Ersticken gelöscht
werden, dies gelingt zum Beispiel mithilfe einer Löschdecke. In den heißen Sommermonaten kann zudem eine Gefahr von unter Druck stehenden Deoflaschen ausgehen, denn wenn diese zu heiß werden, zum Beispiel im Auto, können sie zerbersten. Mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zur Deoflasche, wurde den Kindern das Zerbersten dieser gezeigt.
PSA-Rallye
Im Anschluss konnte auch die jeweils andere Gruppe ihr Können unter Beweis stellen, beziehungsweise ihrer Kreativität vollen Lauf lassen. Durch Obst und Getränke gestärkt konnten die Kinder nun in den zweiten Teil des achtstündigen Erlebnisses starten.
Eine Rallye bei welcher Wissen und Geschick gefragt waren. Für jede erfolgreich abgelegte Station erhielten die Gruppen einen Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) einer Feuerwehrfrau/ eines Feuerwehrmannes. Von Feuerwehrkleidung, über Feuerwehrstiefel bis hin zu Funkgeräten und Feuerwehrhelmen, konnten durch Leistung erworben werden. Es gab insgesamt sechs Stationen, unter anderem wurden die Stabile Seitenlage und das Anlegen eines Druckverbandes gezeigt und erklärt und durch die Kinder geübt. Auch das Absetzen eines Notrufs wurde in einer Station thematisiert. Einige konnten mit bereits erlangtem Vorwissen, aus der Schule oder dem Kindergarten, ihre Gruppe nach vorn bringen. Auf dem Moselvorgelände wurde eine weitere Station aufgebaut. Hier mussten verschieden große und unterschiedlich schwere Bälle von Verkehrsleitkegeln gespritzt werden. Doch das war gar nicht so einfach, denn die Wasserversorgung musste durch eine Menschenkette und mittels Wassereimern erst hergestellt und kontinuierlich gehalten werden. Die Aufgabe an dieser Station war, dass jeder Teilnehmer einmal die Kübelspritze und einmal das Strahlrohr bedient. Beide Gruppen meisterten auch diese Aufgabe mit Bravour und erspielten sich somit einen weiteren Teil der PSA. Nachdem alle Stationsziele erreicht waren und die Gruppen ihre PSA vollständig zusammen hatten, endete die Rallye mit einem gemeinsamen Grillen und Stockbrot im Kerbestal, auf dem Gelände der Pfadfinder.
Fahrt mit dem Feuerwehrauto
Voll ausgepowert stand nun noch die Rückverlegung ins Gerätehaus aus, doch was ist ein Tag „Rund um die Feuerwehr“ ohne einmal im Feuerwehrauto mitgefahren zu sein? Aus diesem Grund wurden die 23 Kinder und Betreuer mittel Pendelverkehr durch das Löschfahrzeug zurück zum Feuerwehrhaus gefahren.
Feuerwehr wäre nicht Feuerwehr, wenn nach einem Einsatz keine Nachbesprechung erfolgen würde, aus diesem Grund wurde der Tag noch einmal zusammengefasst und die Andenken wurden verteilt. Mit einem roten Bilderrahmen, welcher das eigene Foto in Uniform festhielt, konnten die Kinder gegen 16.30 Uhr wieder in die Arme der bereits wartenden Eltern entlassen werden.
Löschversuch eines Fettbrandes mit Wasser.
Zum Abschluss erhielt jedes Kind ein Foto von sich in Uniform.
