Allgemeine Berichte | 29.03.2017

Jehovas Zeugen Meckenheim

Russlands Justizministerium strebt Verbot an

Religionsorganisation in Russland soll aufgelöst werden

Selters/Taunus. Russlands Justizministerium hat beim Obersten Gerichtshof beantragt, „die Religionsorganisation, die Zentrale von Jehovas Zeugen, für extremistisch zu erklären, ihre Tätigkeit zu verbieten und sie aufzulösen“. Am 15. März 2017 teilte der Oberste Gerichtshof auf seiner offiziellen Website mit, dass der Antrag des Ministeriums eingegangen sei. Später erhielt die Zentrale die Mitteilung, dass sich der Oberste Gerichtshof mit dem Auflösungsantrag befassen wird und für den 5. April, 10 Uhr eine Anhörung anberaumt hat.

Sollte der Oberste Gerichtshof diesem Antrag stattgeben, wird die Zentrale der Zeugen Jehovas bei Sankt Petersburg geschlossen. Anschließend würden rund 400 registrierte örtliche Rechtskörperschaften aufgelöst werden und die Gottesdienste von über 2.300 Versammlungen der Zeugen Jehovas in Russland für ungesetzlich erklärt. Das Eigentum des Zweigbüros sowie die Anbetungsstätten, die Jehovas Zeugen landesweit benutzen, könnten vom Staat beschlagnahmt werden. Außerdem würden sich einzelne Zeugen Jehovas durch ihre bloße Glaubensausübung strafbar machen – zum Beispiel nur wegen Gottesdienstbesuchs, gemeinsamen Bibellesens oder Gesprächen mit anderen über ihren Glauben.

Wassilij Kalin, ein Vertreter der Zentrale in Russland, erklärt, der größte Wunsch eines jeden Zeugen Jehovas in Russland sei, Gott ungestört anbeten zu können. Seit über 100 Jahren hätten die Behörden in Russland dieses durch die Gesetze garantierte Recht mit Füßen getreten. Er sei noch ein Kind gewesen, als seine Familie unter Stalin nach Sibirien geschickt wurde, nur weil sie Zeugen Jehovas waren. Es sei traurig und verwerflich, dass seinen Kindern und Enkeln ein ähnliches Geschick widerfahren solle. Nie habe er damit gerechnet, dass ihnen in Russland erneut religiöse Verfolgung drohe.

Aufgrund des drohenden Verbots ihrer Glaubensausübung in Russland wenden sich die über 8 Millionen Zeugen Jehovas mit einer weltweiten Briefaktion direkt an Vertreter des Kremls und des Obersten Gerichtshofs um Hilfe. Werner Rudtke, Sprecher des leitenden Gremiums von Jehovas Zeugen, Zweigbüro Zentraleuropa, hofft, dass diese weltweite Aktion russische Regierungsbeamte dazu bewegen wird, dieses ungerechtfertigte Vorgehen gegen die Glaubensbrüder zu unterbinden.

Pressemitteilung

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