Allgemeine Berichte | 30.06.2023

Schönstätter Marienschule

SMS Schülerinnen besuchten das sagenhafte Wambachtal

Nachdem die Sage an Ort und Stelle vorgelesen worden war und man noch ein bisschen die Weite der Natur und die Freiheit bei einer Exkursion genossen hatte, trat die Gruppe den Heimweg an.  Foto: SMS

Vallendar. Intensiv beschäftigten sich die Schülerinnen der 6c bei Sr. M. Theodore mit dem Thema „Sagen“. Das Mittelrheintal ist bekannt als Sagen-Region, mit Geschichten von Kaisern, Königen, Prinzessinnen, Grafen, Raubrittern und Burgfräulein, von Spuk, Geistern, Kobolden, Nixen, Hexen, Zwergen, Riesen und Drachen, aber auch von hartherzigen Bischöfen (Binger Mäuseturm) u.v.m. Am Ende der Unterrichtsreihe machten sich die Sechstklässlerinnen auf den Weg, wenn auch nicht auf den ganzen „Rheinischen Sagenweg“ zwischen Mainz und Düsseldorf, so doch immerhin zum Handlungsort einer Lokalsage, dem Vallendarer Bischofsborg im Wambachtal. Nah bei der Wambachhütte fanden die Schülerinnen den „Bischofsborn bei Vallendar“, um den sich folgende Sage rankt:

„Vor vielen hundert Jahren lebte in Vallendar ein Bischof, der kein größeres Vergnügen kannte als Reiten und Jagen. Oft vergaß er darüber sogar sein bischöfliches Amt. Eines Tages scheute plötzlich sein Pferd. Es bäumte sich hoch auf und war nicht mehr von der Stelle zu bringen. Der Bischof stieß einen hässlichen Fluch aus und rammte seinem Pferd die Sporen tief in die Weichen. Doch kaum war der Fluch dem hohen Herrn entfahren, zuckte ein greller Blitzstrahl vom Himmel hernieder. Mit gewaltigem Tosen barst die Erde zu den Füßen des Bischofs. Ross und Reiter versanken im gähnenden Spalt, der sich sogleich wieder schloss und den Zornmütigen samt Pferd für immer begrub. Alsbald aber sprudelte an derselben Stelle ein klarer Quell hervor, dem das Volk zur Erinnerung an das unheimliche Geschehen den Namen ‚Bischofsborn‘ oder ‚Bischofsbrünnchen‘ gab.“

Nachdem die Sage an Ort und Stelle vorgelesen worden war und man noch ein bisschen die Weite der Natur und die Freiheit bei einer Exkursion genossen hatte, trat die Gruppe den Heimweg an. Foto: SMS

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