Altenahrer Burgenfest zog wieder zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an
Sagen und Legenden als Burgfräulein Sophie von Are zu Hochstaden
Besonders kreativ: Bildhauen für Kinder aus Tuffstein
Altenahr. Am ersten August-Wochenende findet im Weinort Altenahr, am Fuß der Burg Are, dem weithin bekannten Wahrzeichen, schon traditionell das „Altenahrer Burgenfest“ statt. Unter dem Motto „Altenahr im Wandel der Zeit“ wurde im verkehrsberuhigten Ortskern wieder Altbewährtes und Neues präsentiert. Das Burgenfest wurde am Samstag Mittag, am Fuße der Kirche, offiziell eröffnet. Bereits freitags stellten die amtierenden Altenahrer Weinmajestäten, Melina Zeyen sowie ihre beiden Prinzessinnen Yasmin Zeyen und Ella Dörste, die diesjährigen Burgweine, gemeinsam mit dem Vorstand des Förderkreises Burgruine Are um Grog Knieps, vor: „Theoderich von Are“ (Weingut Sermann, Altenahr), sowie „Burg Are“ (Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr). Je verkaufte Flasche geht hierbei jeweils ein Euro an den „Förderkreis Burgruine Are“, der sich unermüdlich um die Erhaltung der Burgruine engagiert.
Und am Abend stimmte dann auch das Altenahrer Blasorchester am Rathausplatz auf das Fest ein. Bei der offiziellen Eröffnung präsentieren die Kinder der Kindertagesstätte St. Josef ihr Können, ebenso die mittelalterliche Tanzgruppe „Saltamus Gaudio“. Anschließend unterhielt wieder das Altenahrer Blasorchester mit seinem Big Band Sound das Festpublikum. Danach sorgten Workshops und Auftritte der Gruppe „Saltamus Gaudio“ für buntes Treiben. Und ab dem Rathaus wurde von Ahr-Eifel-Tourismus eine kostenlose Führung zur Burg Are durch Thomas Winges angeboten. Ebenso von Nicole Lüdiger, jedoch über Sagen und Legenden als Burgfräulein Sophie von Are zu Hochstaden.
Mittelalterliche Aspekte
Das Fest berücksichtigt viele mittelalterliche Aspekte, darunter auch Sprechweisen. Die liebgewonnene Tradition eines Mittelalter-Marktes wurde auch in diesem Jahr auf der Terrasse an der Pfarrkirche mit Landsleuten und historischen Spielen fortgeführt. Und zahlreiche Stände lockten mit einer Vielfalt an Kunst und Handarbeit. „Im Wandel der Zeit“ bot ebenso unterschiedliche Musikrichtungen, so dass jedermann auf seine Kosten kam: Bei traditioneller Musik des Altenahrer Blasorchesters und der Ahrhüttener Musikanten. Andere genossen mittelalterliche Lebensfreude von der Gruppe Porcae Pallere, den „Sauenscheuchern“ oder am vielfältigen Repertoire des Singer & Songwriter Mathias Nelles (Köln) mit Rockklassics, Irish Folk und Kölsch. Und auch die kleinen Gäste kamen beim Burgenfest wieder auf Ihre Kosten: Ob bei Schatzsuche mit Ritter Huppi, Stelzenläuferin „die Blumenliesel“ Luftballon-Modellage, Kinderschminken, beim Bogenschießen oder sonntags beim Ponyreiten und vielem mehr. Zusätzlich bot die Gruppe um Anke Hupperich Ritterspiele an. Hinzu kamen etliche Stände, an denen sich der Nachwuchs aktiv einbringen konnte. Ganz kreativ wurde es bei Angelika Furth und Maria Sowietzki: Beide boten Bildhauen für Kinder aus Tuffstein an. Schließlich gab es auch ein großes Angebot mittelalterlicher Gegenstände, etwa Holzschilde- und Schwerter. Und die Altenahrer Gastronomie lud die Gäste aus Nah und Fern mit kulinarischen Leckereien an hübsch hergerichteten Ständen und gemütlichen Plätzen ein. Höhepunkt für viele Besucher war jedoch am Samstagabend eine spektakuläre Show der „Feuerteufel von Are“ und danach das Höhenfeuerwerk vom Plateau der Martinsnück. Zufrieden äußerte sich Eva Flügge vom Weinort Altenahr e.V. als Ausrichter über die Beteiligung und Resonanz beim Altenahrer Burgenfest. Besonderen Dank richtete Flügge an der Förderkreis für dessen vielfältige Aktivitäten.
Schon samstags war der Publikumsandrang beim Burgenfest groß.
Auch zum Bogenschießen gab es fachgerechte Anleitungen.
Angelika Furth (hi.re.) und Maria Sowietzki (li.) boten Kinderwerken mit Tuffstein an.
Während im Tag gefeiert wurde, gab es hoch oben auf der Burgruine Are eine Führung.
