Sankt Martinszug in Heimerzheim
Heimerzheim. Wenn wir heute über den Unfrieden in der Welt sprechen, so ist Martinus ein leuchtendes Beispiel für ein friedliches Miteinander, nicht nur in Europa. Martin von Tours starb am 8. November 397 und wurde am 11. November beigesetzt. An diesem Tag erinnern sich die Christen seit dem 5. Jahrhundert an das Leben und Wirken dieses ökumenischen Heiligen. Entsprechend seiner Bescheidenheit, wurde sein Mantel nach dem Tod in einem dem Gottesdienst geweihten kleinen Raum aufbewahrt und verehrt. Dieser wurde „capella“ (Mantel=cappa) genannt. Daher stammt die noch heute übliche Bezeichnung Kapelle für kleine Kirche. Es ist schön, dass besonders die Kinder sich mit Thema „Teilen“ beschäftigen. Fackeln werden gebastelt, Lieder eingeübt und der alljährliche Martinszug ist ein Stück Demonstration für ein gerechtes und friedliches Miteinander. Die Heimerzheimer Grundschüler versammeln sich auch in diesem Jahr wieder am 9. November um 17.30 Uhr vor der Swistbachschule und ziehen um 18 Uhr über die Bachstraße, Vorgebirgsstraße, Kölner Straße, Ballengasse und Kirchstraße zur Schule zurück. Die Anwohner werden gebeten die Fenster zu schmücken. Die Pfarrgemeinde Sankt Kunibert Heimerzheim ist im besonderen mit Sankt Martin verbunden, denn schon in der alten Kirche wurde der Altar, in dem sich auch eine Reliquie befand, dem Heiligen geweiht. Mit Glockengeläut und einem Bild am Hauptportal beteiligt sich die Gemeinde an der Gestaltung dieses Martinsfestes. Wenn der Martinszug an der Kirche vorbei gezogen ist, sind alle Gläubigen zur anschließenden Mittwochsmesse herzlich eingeladen. Am folgenden Sonntag, den 13. November wird dann traditionell in der hl. Messe um 10.30 Uhr Wilfried Engels als Sankt Martin anwesend sein. Natürlich können die Kinder an diesem Tag wieder ihre Fackeln mit in die Kirche bringen.
