„Millebaacher“ Jecken feierten eine tolle Kappensitzung
Schieferlandhalle als närrisches Tollhaus
Müllenbach. Die örtliche Schieferlandhalle durfte auch in der neuen Session der Millebaacher Jecken als närrisches Tollhaus herhalten. Diesbezüglich hatten die Offiziellen der Narrenzunft besagte Unterkunft abermals in eine trefflich geschmückte Narrenarena verwandelt, die in Sachen Ausstattung keinen Wunsch übrig ließ. Gleiches galt am Abend für das kurzweilige Bühnenprogramm, das sowohl mit Büttenreden, Sketchen und sehenswerten Tanzbeiträgen unterhaltsame Abwechslung bot. Dies sehr zur Freude der anwesenden Jecken, die sich gleich zur ersten von zwei Kappensitzungen teilweise mit Stehplätzen begnügen mussten.
So hatten sich unter die ortsansässigen Narren auch zahlreiche Vertretungen von befreundeten Gastvereinen gemischt, die zusammen mit ihren Gastgebern von Beginn an für gute Stimmung sorgten. Den Part des moderierenden Zampano mit schwingender Schelle übernahm auch heuer KVM-Vorsitzender Jörg Fuhrmann. Seine amüsante Art der närrischen Moderation war für ihn daher erneut besonderer Anreiz in die Rolle des beschwipsten Sitzungspräsidenten zu schlüpfen, um seine skurrilen Lebensweisheiten über aktuelle Themen an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Zusammen mit der Verkostung von zehn Gläsern Kölsch (alkoholfrei) gelang ihm das mit Bravour, was die heftig kullernden Lachtränen beim närrischen Auditorium bezeugten.
Verbale Maulschellen gegen unliebsame Familienangehörige und die Laubacher Nachbarschaft verteilte „Tina“, die vermutlich unter dem neuen Jugendsternzeichen „Kein Bock“ geboren ist. Sie durfte mit ihren Tratsch- und Lachgeschichten gleich zweimal auf die Bühne. Auf dieser wusste sich ebenso Büttenredner „Nils“ als Gemeindearbeiter mit einem kräftigen Besen durch die Ortsgemeinde zu fegen. Dabei gerieten einige verhaltensauffällige Mitbürger in seine jecke Kehrschaufel. Stress auf der heimischen Matratze präsentierten „Dirk und Rita“ in Form von amüsantem Bettgeflüster, wobei Schlafanzug und Negligee stets am Körper blieben.
Als Gesangssolist sorgte Ronny Brylka bei seinem 25-jährigen Bühnenjubiläum für allerbeste Stimmung im Saal, was kurz zuvor ebenso dem „Chaos Orchester“, einer Truppe junger Musiker aus der Eifel gelungen war. Letztere begeisterten mit einem modernen Potpourri einzigartiger Arrangements bei einer außergewöhnlichen Performance. In Sachen Gardetanz ist der Karnevalsverein Müllenbach bestens aufgestellt. Diesbezüglich kann man beim KVM gleich mit vier Formationen aufwarten. Den Auftakt für die tänzerische Bühnenshow 2024 lieferte traditionell die Minitanzgarde mit 18 Aktiven unter der Anleitung von Nora Hoffmann und Sophie Ramler ab.
Die Kindertanzgarde mit den Trainerinnen Hanna Buschwa und Lisa Wagner wusste in der Folge ebenso mit zwölf Tanzmädels zu glänzen, während bei der Jugendtanzgarde von Christina Michels neun Jugendliche mit ihrer Leistung überzeugten. Als tänzerische Höhepunkte des Abends entpuppten sich die Darbietungen der Prinzengarde. Diese jungen Tänzerinnen bewiesen bei ihrem Garde- und Showtanz Ideenreichtum, sportliches Vermögen und Eleganz. Für ein Tanzvergnügen mit reichlich Testosteroneinsatz stand überdies das Männerballett aus Retterath bereit.
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Die Mädels von der Jugendtanzgarde erfreuten bei ihrer Tanzdarbietung. Sie sind nur eine von vier Tanzgarden.
