Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers
Schiffsanlegestelle für Engers
Engers. Seit vielen Jahren bemüht sich der ‚Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers‘ um die Reaktivierung der Schiffsanlegestelle zur Ermöglichung eines touristischen Regelverkehrs auf dem Rhein. Hierfür hat er zwischenzeitlich die Voraussetzungen eruiert, die eine solche Möglichkeit gewährleisten.
In einem Gespräch mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Bingen, das der Vorsitzende des Arbeitskreises Josef Kretzer und dem Vorsitzenden des Vereins ‚Kultur + Tourismus Engers‘ Anton Krüger führten, wurde von dieser Genehmigungsbehörde die Zusage erreicht, dass einem weiteren Anleger in Engers, im Bereich zwischen Schloss und Grauem Turm nicht im Wege stände.
Parallel konnte Josef Kretzer der Stadtverwaltung Neuwied die schriftliche Information der Landregierung zukommen lassen, dass solche touristischen Maßnahmen mit 85 % Zuschuss gefördert werden.
Derzeit jedoch liegt das Vorhaben bei der Stadtverwaltung auf Eis, trotzdem der Oberbürgermeister in einem gemeinsamen Gespräch in der Verwaltung, an dem auch Ortsvorsteher Dieter Neckenig teilgenommen hat, die Zusage für diese Landebrücke gegeben hat. Die derzeitig vorhandene Landebrücke wird blockiert durch die Kabinenschiffe. Von Seiten des Arbeitskreises konnte jedoch erreicht werden, dass, nach vorheriger Anmeldung Personenschiffe gegen eine gesonderte Gebühr an diese Stelle anlegen dürfen.
Was jedoch benötigt wird, ist der tägliche Regelverkehr, wie in früheren Zeiten, als nicht nur die Bevölkerung aus Engers diese touristische Möglichkeit nutzen konnte, sondern auch Personen aus den umliegenden Orten von Engers aus eine Rheinschifffahrt unternehmen konnten. Selbst vom Westerwald, mit der Brexbachtalbahn kamen viele Nutzerinnen und Nutzer.
Zwischenzeitlich ist noch ein weiterer Umstand hinzugekommen, der den Bedarf einer weiteren Anlegestelle entscheidend mit beeinflusst. Die in Engers ansässige Landesmusikakademie, die bisher ca. 12.000 Übernachtungen verbuchte, ist durch die Übernahme des Gästehauses ‚Residenz Schloss Engers‘ in die Lage versetzt ca. 19.000 Übernachtungen jährlich zu bringen. Nimmt man die weiteren Übernachtungsangebote hinzu, dann kann man davon ausgehen, dass allein von Engers über 50 % der jährlichen Übernachtungen von ganz Neuwied erbracht werden.
Die vielen Gruppen, die in der Landesmusikakademie eine Fort- und Weiterbildung erfahren und oft aus rheinfernen Orten nach Engers an den Rhein kommen, in Rheinnähe schlafen, würden gern noch einen Tag dranhängen um eine Schifffahrt auf dem Rhein zu machen, was ihnen bisher verwehrt ist. Nach Auffassung des Arbeitskreises liegt es am Bauamt der Stadt Neuwied, dass bisher keine Maßnahmen ergriffen wurden, um dem Problem gerecht zu werden. Wenn Neuwied den Tourismus fördern will, dann müssen auch die dafür erforderlichen Arbeiten angegangen werden.
Pressemitteilung
Arbeitskreis
Heimat + Tourismus Engers

Den Herren Kretzer und Krüger ist für ihr Engagement ausdrücklich zu danken!
Insbesondere Josef Kretzer ist in solchen Angelegenheiten äußerst beharrlich, kreativ, leistungswillig und leistungsfähig.
Und er ist nicht mehr der Allerjüngste! Das sollte ANDEREN Ansporn sein! Engers und das Umland dankt Josef Kretzer für dieses außergewöhnliche Engagement für einen sinnvollen, heimatnahen und ökologieverträglichen Tourismus.