Allgemeine Berichte | 05.04.2016

KKM beteiligt sich am Telestroke-Netzwerk Rheinland-Pfalz

Schlaganfallversorgung nachhaltig verbessern

Netzwerk startete am 1. April

Koblenz. Das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur (KKM) beteiligt sich als eine von nur sechs überregionalen Schlaganfalleinheiten (Stroke Units) in ganz Rheinland-Pfalz am neuen Telestroke-Netzwerk des Landes. Diese nahm am 1. April seine Arbeit auf mit dem Ziel, die Schlaganfallversorgung in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu verbessern. Durch die neurologischen Tele-Konsile, die die Netzwerkzentren für die teilnehmenden Häuser anbieten, können Schlaganfälle künftig in den teilnehmenden Krankenhäusern im ganzen Land rund um die Uhr sicher erkannt und auf fachlich höchstem Niveau therapiert werden. Koordiniert wird das Netzwerk in den ersten drei Jahren vom Klinikum Ludwigshafen aus. „Als einziges Klinikum im Norden von Rheinland-Pfalz bringt das KKM seine fachliche Expertise der zertifizierten Stroke Unit in das Telestroke-Netzwerk mit ein, um die Versorgung von Schlaganfällen im Land zu verbessern“, sagt Oliver Zimmer, Kaufmännischer Direktor des Katholischen Klinikums.

Kern des Netzwerks sind die sechs überregionalen Schlaganfalleinheiten (Stroke Units) in Rheinland-Pfalz (Katholisches Klinikum Koblenz · Montabaur, Klinikum Idar-Oberstein, Klinikum Ludwigshafen, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Westpfalz-Klinikum), die als Spezialisten auf dem Gebiet der Schlaganfallbehandlung ihre Expertise rund um die Uhr für die teilnehmenden Krankenhäuser in Form von Tele-Konsilen für alle Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall zur Verfügung stellen. Der Schlaganfallexperte im Telestroke-Zentrum wird dafür noch in der Notaufnahme sofort über eine Videokonferenz zugeschaltet, er kann den Patienten direkt befragen und ihn zusammen mit dem Arzt vor Ort neurologisch untersuchen. Gleichzeitig werden die Computertomographie-Bilder des Patienten innerhalb weniger Sekunden zur Beurteilung in das Zentrum überspielt. Der Schlaganfallexperte kann somit innerhalb von wenigen Minuten entscheiden, ob eine medikamentöse Therapie zur Auflösung der Gefässverschlüsse (intravenöse Lysetherapie) durchgeführt werden kann oder eine kathetergebundene Gefäßeröffnung (Thrombektomie) eingeleitet werden muss. Im letzteren Fall wird der Patient in ein geeignetes, gut erreichbares Haus verlegt – im nördlichen Rheinland-Pfalz ist das Katholische Klinikum, das als einzige überregionale Stroke Unit hier das Thrombektomie-Verfahren anbietet.

„Gerade in Rheinland-Pfalz, wo es bedingt durch die Struktur des Landes gerade in den ländlichen Gebieten oft weite Wege in ein Zentrum gibt, kommt dem Einsatz von Telemedizin eine bedeutende Rolle zu“, so Prof. Dr. Armin Grau, Direktor der Neurologischen Klinik am Klinikum Ludwigshafen und Initiator des Telestroke-Netzwerks Rheinland-Pfalz. „Mit dem Telestroke-Netzwerk steht nun auch der Bevölkerung im ländlichen Raum eine Schlaganfallbehandlung auf hohem fachlichem Niveau zur Verfügung, die bisher nur in Schlaganfallzentren in den großen Städten durchgeführt werden konnte.“

Rund 16.000 Patienten erleiden jedes Jahr in Rheinland-Pfalz einen Schlaganfall oder eine kurze Durchblutungsstörung des Gehirns. Um sicherzustellen, dass die Patienten in allen Häusern auf dem gleichen hohen Qualitätslevel behandelt werden, führen die Schlaganfallzentren gezielte Fortbildungen durch und Maßnahmen der Qualitätssicherung sorgen für die Einhaltung der gemeinsamen Handlungsvorgaben. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD) hat die Gründung des Telestroke-Netzwerks Rheinland-Pfalz begleitet, unterstützt und gefördert.

Pressemitteilung

Katholisches Klinikum

Koblenz- Montabaur

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