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Industriegewerkschaft zur geplanten Schließung des Bergwerks in Mayen

Schließung ist die falsche Entscheidung

„Die Wehrhahngruppe hat anscheinend das Vertrauen in den Berg und in die Bergleute verloren“

Schließung ist die falsche Entscheidung

Foto: CF

13.09.2018 - 11:20

Mayen. „Die Entscheidung, das Bergwerk zu schliessen hat uns genauso überrascht, wie die Kumpel vor Ort,“ so Holger Zimmermann, Geschäftsführer der IG BCE Mittelrhein in Neuwied. „Vor allem, da die Betriebsräte und wir als Tarifpartner mit der Geschäftsleitung eine klare Verabredung hatten, erst gemeinsam die Leistungsfähigkeit der 11. Sohle zu bewerten.“

„Dazu sollte die Erschließung dort mit Hochdruck vorangetrieben werden,“ so Zimmermann weiter. „Ob dies tatsächlich auch umgesetzt wurde oder mit angezogener Handbremse geschah bleibt eine der offenen Fragen. Tatsache ist, dass am 08. Mai, 6 Wochen vor der Veröffentlichung der Entscheidung, Anton Wehrhahn als letzter Namensgeber aus dem Vorstand der Holding ausgeschieden ist. Vielleicht ist mit ihm auch der letzte Verfechter der Tradition am Katzenberg gegangen.“

„Tatsache ist auch, dass die 11. Sohle aktuell liefert und zwar in einer Qualität und in Formaten, die schon seit Jahren nicht mehr möglich waren,“ so Zimmermann weiter.

„Daher haben wir zusammen mit den Betriebsräten in den letzten Wochen versucht, die Geschäftsleitung von der Sinnhaftigkeit einer Weiterführung des Bergwerks zu überzeugen. Mindestens sollte aber am ursprünglichen Plan festgehalten werden. Wir wollten vereinbaren, dass jetzt alle Kraft in den Vortrieb der 11. Sohle gesteckt wird“

„Unser Ziel war, die Zeit bis Ende nächsten Jahres zu nutzen, um zu beweisen, dass der Katzenberg weiterhin eine Zukunft hat.“

„Allerdings ist nach dem Besuch von Wehrhahn Holdingvorstand Kathrin Dahnke am letzten Mittwoch und den Verhandlungen mit der örtlichen Geschäftsleitung heute am 10.09. klar, dass es nicht mehr um die Lieferfähigkeit des Bergwerks geht,“ so Zimmermann weiter. „Es ist entschieden worden, die Tradition am Katzenberg zu beenden. Diese unternehmerische Entscheidung von Juni wird nicht mehr in Frage gestellt.“

„Allerdings fällt diese Entscheidung ja auch nicht allzu schwer,“ so Zimmermann weiter. „Rathscheck wird weiterhin einer der größten Schieferproduzenten Deutschlands bleiben. Die Kompensation der ausfallenden Mengen von Moselschiefer durch deutlich günstiger zu produzierenden spanischen Schiefer macht unternehmerisch sogar durchaus Sinn.“

„Ob dies nach dem Wechsel an der Wehrhahnspitze auch ein Entscheidungsgrund gewesen sein könnte vermag ich nicht zu sagen,“ so Zimmermann weiter. „Allerdings ist dies auch für die jetzt anstehenden Verhandlungen unerheblich. Jetzt geht es nur noch um die finanziellen Rahmenbedingungen für die Kumpel. Wir werden zusammen mit den Betriebsräten ab jetzt alle Kraft in die Verhandlung eines Sozialplans stecken müssen. Hier wird sich zeigen, ob die Wehrhahn Gruppe bereit ist, zumindest ihre soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter zu übernehmen. Mitarbeiter, die schon seit Jahrzehnten hier arbeiten und auf Grund ihrer sehr spezifischen Qualifikation nur mit einiger Kraftanstrengung fit für einen neuen Job gemacht werden können.“

„Wenn Wehrhahn sich nun auch aus der sozialen Verantwortung verabschiedet, werden wir als IG BCE zusammen mit den Kollegen entsprechende Antworten darauf finden,“ so Zimmermann weiter. „Die Menschen hier verlieren ihren Arbeitsplatz. Wir werden verhindern, dass sie und ihre Familien damit auch ihre Zukunft verlieren.“

Pressemitteilung Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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