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SPD-Fraktion unterstützt Bergleute von Rathscheck in Mayen

Wenig Verständnis für die Not der Bergleute und ihrer Familien

Wenig Verständnis für die Not der Bergleute und ihrer Familien

Führende Sozialdemokraten wie der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Alexander Schweitzer (4.v.l) und MdB Andrea Nahles (5.v.l.) diskutierten mit den Bergarbeitern von Rathscheck an ihrem Stand in Mayen. Foto: privat

11.09.2018 - 11:53

Mayen. Für die Mayener SPD war das Gespräch mit der Geschäftsführung der Firma Rathscheck mehr als ernüchternd. Was wir erlebten, war wenig Verständnis für die Not der Bergleute und ihrer Familien und kaum Bedauern für das Aus der Jahrhunderte alten Tradition des Schieferabbaus in Mayen. Dafür viele Zahlen und Statistiken, die dem ein oder anderen wohl als Begründung für das Aus des Unternehmens ausreichen sollen. Wer über ein paar Kenntnisse der Betriebswirtschaft und von Unternehmenszahlen verfügt, weiß, was sich hinter sinkenden Produktionsmengen und steigenden Kosten verbergen kann. Entweder tatsächlich der Niedergang eines Betriebszweiges oder falsche Entscheidungen der Unternehmensführung. Die Chefs behaupten wiederholt, der Schieferabbau lohne nicht mehr. Uns haben viele – plausible – Erklärungen erreicht, dass seit Jahren auf nötige Investitionen in neue Maschinen und Abbaufelder verzichtet wurde. Wen wundert es, wenn dann die geförderte Menge sinkt und damit die Ertragslage des Unternehmens trotz anhaltend immenser Nachfrage. Das Management hat sich unserer Auffassung nach zu oft widersprochen. Jahrelang galt der Moselschiefer als weltweit einzigartig und dem spanischen Schiefer überlegen. Jetzt soll das spanische Produkt angeblich sogar besser sein. Wenn auf der 11. Sohle guter Stein gefunden würde, würde man die Anstrengungen von der 10. auf die 11. Sohle verlagern und dann könne der Abbau weitergehen. Jetzt kommt guter Stein von dort und dennoch wird der Betrieb noch vor der selbst gesetzten Frist eingestellt. Auf unsere Nachfrage, ob sich die Erkenntnis, dass nicht mehr ausreichend geeigneter Schieferstein gefunden werden könne, auf geologische Gutachten oder andere wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse stütze, gab es ausweichende Antworten, die den Schluss zuließen, dass den derzeit erfolgreichen Funden nichts wirklich fundiertes entgegen gesetzt werden kann. Man kann den Eindruck haben, die Schließung sei seit Jahren von oben verordnet und Schritt für Schritt vor Ort umgesetzt worden ist. Wirklich schlimm und nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass man nicht von Anfang an, vor allem den Mitarbeitern über und unter Tage gegenüber, mit offenen Karten gespielt hat. Zum Schluss präsentiert man den Beschäftigten dann ein paar Zahlen über sinkende Mengen und steigende Verluste und macht den Laden dicht. Was den Verantwortlichen offenbar die größten Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass die Mitarbeiter eine Petition starteten und sich nun an die Öffentlichkeit wenden. Aber das ist doch verständlich, wenn man bedenkt, dass rund 50 Bergleute und ihre Familien vor einer ungewissen Zukunft stehen. Diejenigen aber, die die Entwicklung der vergangenen Jahre geschäftlich zu verantworten haben, behalten natürlich ihre Jobs. Die Kumpel, die für den traditionsreichen Mayener Moselschiefer im wörtlichen Sinn den Buckel hingehalten haben, sollen sehen, wo sie bleiben. Man muss akzeptieren, wenn ein Unternehmen sich für die Einstellung des Betriebes entscheidet. Gut finden muss man es aber nicht. Unsere Solidarität und Unterstützung gilt den betroffenen Bergleuten und ihren Familien. Denen sagen wir ein herzliches „Glückauf“.

Pressemitteilung Dirk Meid, Vorsitzender SPD-Ortsverein Mayen Helmut Sondermann, Vorsitzender SPD-Stadtratsfraktion

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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