Allgemeine Berichte | 03.02.2025

SGD Nord stellt Hutewald wieder her

Schnitt- und Pflegearbeiten auf dem „Hundsbaum“ im Westerwald geplant

Am Hundsbaum steht ein alter Hutebaum mit einem Lesesteinhaufen – ein idealer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Foto: SGD Nord / Stefan Kolling

Westerwaldkreis. Hutewälder, also Wälder, die als Viehweiden genutzt werden, zeichnen sich durch eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt aus. Der Hutebaumbestand auf dem Hundsbaum, einem Höhenrücken südwestlich von Steinebach an der Wied, ist wegen fehlender Beweidung jedoch so zugewachsen, dass die halboffene, parkartige Landschaft verloren gegangen ist. Um das wertvolle Biotop in der Verbandsgemeinde Hachenburg wiederherzustellen, führt eine von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord beauftragte Fachfirma ab Februar 2025 Schnitt- und Pflegearbeiten durch. Ein Biotopbetreuer begleitet die Maßnahme.

Artenreiche Kulturlandschaft

Die aktuelle Maßnahme ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Erneuerung des Hutewaldes auf dem Hundsbaum. Von dieser profitieren zahlreiche Tiere und Pflanzen, die auf sonnendurchflutete, lichte Wälder angewiesen sind. Hierzu zählen viele Vogelarten, Heuschrecken, Tagfalter, wärmeliebende Totholzkäfer und auch Fledermäuse. Viele der Tiere befinden sich auch auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Zudem profitieren die alten Eichen und Kirschbäume von dem Rückschnitt, da sie von Konkurrenzgehölzen befreit werden.

Traditionelle Kulturlandschaft

Noch vor rund 200 Jahren waren Hutewälder ein weit verbreiteter Kulturlandschaftstyp. Kühe, Rinder, Ziegen und Schafe, die zwischen den Bäumen grasten, hielten dominante Sträucher und Gehölze im Zaum. Dadurch konnten sich Tiere und Pflanzen ansiedeln, die im dunklen Wald keinen geeigneten Lebensraum finden.

Durch die scharfe Trennung zwischen Forst- und Landwirtschaft in der Neuzeit sind die Hutewälder inzwischen verschwunden. Die Aufgabe der kleinbäuerlichen Landwirtschaft führte dann auch zur Aufgabe der ortsnahen Huteweiden mit großen Einzelbäumen wie am Hundsbaum. Auch hier entstand schließlich dichter Wald.

Ziel des Projekts auf dem Hundsbaum ist es, dass der verbuschte Hutebaumbestand – nach einer ersten Wiederherstellung durch Menschenhand – dauerhaft vom Weidevieh in ein vielfältiges Mosaik aus offenen Krautfluren, Sträuchern und großen Einzelbäumen verwandelt wird. Dafür ist eine Kooperation mit einem an das Gelände angrenzenden Biobetrieb geplant, der über eine Herde Zebu-Rinder verfügt. Das Projektgelände umfasst eine Fläche von knapp fünf Hektar.

Pressemitteilung der

SGD Nord

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Am Hundsbaum steht ein alter Hutebaum mit einem Lesesteinhaufen – ein idealer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Foto: SGD Nord / Stefan Kolling

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