Allgemeine Berichte | 20.04.2022

Besinnungswanderung der Kolpingfamilie St. Martin Lahnstein

Schöne, langjährige Tradition wurde fortgesetzt

Während der Besinnungswanderung wurde an mehreren Stationen Halt gemacht. Foto: privat

Lahnstein. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause fand am Karfreitag wieder eine Besinnungswanderung statt. Damit wurde eine schöne, langjährige Tradition der Kolpingfamilie St. Martin fortgesetzt. Gewandert wurde rund um die ca. 2.600 Seelen-Gemeinde Sankt Sebastian in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Gestartet wurde in der weißen Kirche, die direkt am Rhein liegt und dem heiligen Sebastian gewidmet ist.

Monika und Mario Kriechel gaben den Weg vor. Die Teilnehmer folgten dem Holzkreuz, welches einst aus dem Treibgut des Rheines zusammengebaut wurde. Fünf Stationen wurden inhaltlich von Mitgliedern gestaltet, ganz unterschiedlich, unter dem Leitwort „Durchkreuztes Leben“. Monika Kriechel beispielsweise meditierte über Umwege und Umleitungen. Grundlage hierfür war ein Foto einer Kunstinstallation, welches sie an der Bundesstraße unterhalt der Loreley geschossen hatte. Matthäus und Heike Kohl meinten frei nach Laotse: „Es ist das Ende der Welt sagte die Raupe. Es ist erst der Anfang sagte der Schmetterling“. Hierzu verteilten sie als Erinnerung ein Foto-Gebetskärtchen. Mit nachdenklichen und überraschenden Geschichten regten sie zum Nachdenken an und formulierten treffende Gebete.

Ulrike Schneider schenkte den Teilnehmern ein Kreuz in Postkartengröße, welches nachts leuchtet. Ihr Text befasste sich mit dem seit über 50 Tagen wütenden Angriffskrieg auf die Ukraine. An einer Station konnten die Teilnehmer selbst Statements abgeben zum Ukraine-Krieg und unkommentiert Vorschläge machen, wie der Wahnsinn des Krieges im christlichen Sinne wohl beendet werden wird. Jeder war irgendwie aufgewühlt von den Nachrichten der letzten Tage. Was ist richtig? Mehr und stärkere Waffen liefern? Härtere Sanktionen verhängen? Waffenstillstand und Verhandeln? oder Kapitulation? Es gibt wohl keine „richtigen“ Antworten in einem falschen Krieg und auch Christen haben wohl keine Wahrheiten und Weisheiten gepachtet.

Als an einer Station das Lied „Das weiche Wasser bricht den Stein“ gespielt wurde, war klar, dass es eine besondere Besinnungswanderung war, im Bann des Krieges. Man erfuhr einiges vom Leid der Ukraine-Flüchtlinge und auch von der Hilfsbereitschaft vieler Menschen in Deutschland, die Wohnraum zur Verfügung stellen.

Die Passion wurde einmal mehr in die „Jetztzeit“ transferiert. Ganz persönlich, mit Gründen zum „Danke“ sagen aus dem Rundbrief der „Ü60 Gruppe“ und dem gemeinsamen Vater-unser-Gebet wurde die Besinnungswanderung beschlossen, die diesmal eine Art Friedens-Ostermarsch war. Auch einige Nichtmitglieder und Menschen aus Sankt Sebastian selbst waren mit dabei.

Wie so häufig setzte auch diese Besinnungswanderung einen besonderen Kontrapunkt: Zum Leid des „dunklen“ Karfreitages gab es den Anblick einer sprießenden, aufblühenden Natur unter azurblauen Frühlingshimmel.

Während der Besinnungswanderung wurde an mehreren Stationen Halt gemacht. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Ralf Schweiss
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
100 Jahre Eifelverein Dernau
Anzeige KW 17
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
324

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
131

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
46

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
42

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Gesundheit im Blick
Kleinanzeigen
Maifest in Dedenbach
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Industriemechaniker
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 17
Gegengeschäft
100 Jahre Eifelverein Dernau