Allgemeine Berichte | 11.06.2019

Eine Veranstaltung des Eine-Welt-Ladens Linz

Schokolade: Harte Arbeit für Kinder und Erwachsene

Sieben Bürger*innen, von Linz bis Neuwied, waren zu dem Vortrag von Karl Hermann Amthauer, Bildungsreferent für den Fairen Handel des Vereins Eine-Welt Linz e.V., in das Historische Rathaus der Stadt Linz gekommen. Amthauer und Schmitz würden sich für die Zukunft eine bessere Resonanz wünschen, zumal die Themen hoch aktuell sind. Foto: Hans-Joachim Schmitz

Linz. Das bis zur fertigen Schokolade hart gearbeitet werden muss, haben sich die Besucher des Vortrags von Bildungsreferent Karl Hermann Amthauer nicht vorgestellt, zu dem in diesen Tagen der Verein Eine-Welt Linz e.V. in das Historische Rathaus der Stadt Linz eingeladen hatte. Amthauer zeigte auf, wie mühsam, schlecht bezahlt und sehr oft mit Kinderarbeit verbunden der Weg ist, bis das bei Jung und Alt beliebte Produkt „Schokolade“ in seinen vielseitigen Variationen auf dem Tisch liegt. Karl Hermann Amthauer hatte Kakaobohnen, Schokolade, fair gehandelten Kaffee sowie Filme mitgebracht, mit denen er sehr plakativ darstellte, wie mühsam und arbeitsintensiv die Arbeitsschritte bis zur fertigen Schokoladen sind. Anhand mehrerer von Amthauer aus dem Weltladen mitgebrachten Schokoladentafeln konnte probiert werden, wie die geschmacklichen Unterschiede bei Schokolade mit einem Kakaoanteil von 37 Prozent bis hin zu 70 Prozent sind. Überrascht waren alle darüber, dass im Durchschnitt je Bürger*in 10 kg. Schokoladen im Jahr gegessen werden. Leider waren bei dem rd. einstündigen Vortrag nur sieben Personen anwesend, die von Linz bis Neuwied angereist waren. Vereinsvorsitzender Hans-Joachim Schmitz, der sich ebenfalls über die Schokoladenherstellung informierte, stellte sich und den wenigen Anwesenden die Frage, warum zu den wissenswerten Themenabenden von Karl Hermann Amthauer nur wenige Teilnehmer kommen. Finden Themen über den Fairen Handel, die Kakaoproduktion, Schokoladenherstellung, Kinderarbeit, Niedriglöhne usw. wenig Interesse? Oder sind die Menschen zu gleichgültig geworden? Eine plausible Antwort auf die geringe Teilnehmerzahl wurde an diesem Abend nicht gefunden.

Weitere Themenabende

Amthauer würde sich freuen, wenn die letzten zwei Themenabende in diesem Jahr mehr Resonanz finden würden. Am 19. August spricht er um 17 Uhr im Historischen Rathaus Linz rund eine Stunde über das Thema Bekleidung. Amthauer gibt einem Einblick in die Themen Schnäppchen-Klamotten, Probleme der Baumwollbauern, Belastung der Umwelt und die Gesundheit der Menschen durch giftige Pestizide und von Dünger, der hohe Wasserverbrauch beim Baumwollanbau, Nachhaltigkeit usw.

Ein weiterer und damit der letzte Themenabend in diesem Jahr ist am 18. November. An diesem Abend geht es um Sauberes Wasser. Milliarden Menschen fehlt sauberes Wasser. Die Vereinten Nationen fordern für die ärmsten Menschen ein Grundrecht auf 20 Liter sauberes, kostenloses Wasser pro Tag. Davon sind wir weit entfernt.

Wassermangel ist die Ursache für Krankheit und Tod. Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser, und 2,6 Milliarden müssen ohne Wasserversorgung und Abwassersystem auskommen. Aus Wassermangel starben allein im Jahr 2000 über zwei Millionen Menschen an Krankheiten wie Durchfall, Malaria und Darmwürmern – vor allem Kinder unter fünf Jahren. Millionen Frauen verbringen täglich mehrere Stunden mit der Wasserbeschaffung. Dabei ist Wasser die Substanz, von der es auf der Erde am meisten gibt, aber nur 2,53 Prozent davon sind Süßwasser, von denen wiederum zwei Drittel in Gletschern und dauerhaften Schneeflächen gebunden sind.

20 Liter sauberes Wasser pro Person und Tag

Von Wassermangel sind die Bewohner der ärmsten Weltregionen besonders hart betroffen. Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) fordert die Anerkennung eines Grundrechts auf 20 Liter sauberes Wasser pro Person und Tag, kostenlos für die Ärmsten. Die UN haben sich außerdem in den Millenniumszielen dazu verpflichtet, bis 2015 den Anteil der Menschen zu halbieren, die kein sauberes Trinkwasser haben. Von beiden Zielen sind wir weit entfernt.

Sieben Bürger*innen, von Linz bis Neuwied, waren zu dem Vortrag von Karl Hermann Amthauer, Bildungsreferent für den Fairen Handel des Vereins Eine-Welt Linz e.V., in das Historische Rathaus der Stadt Linz gekommen. Amthauer und Schmitz würden sich für die Zukunft eine bessere Resonanz wünschen, zumal die Themen hoch aktuell sind. Foto: Hans-Joachim Schmitz

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