Girls‘ und Boys‘ Day bei der Gemeinde Swisttal
Schüler begleiteten die Bürgermeisterin
Swisttal. Am bundesweiten Girls‘ und Boys‘ Day haben Meret Smit (14) und Ebu-Bekir Alcicek (14) von der Georg-von-Boeselager Sekundarschule und Jan Röseling (14) vom Städtischen Gymnasium Rheinbach Swisttals Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet. Zunächst lernten die Schüler die verschiedenen Abteilungen der Gemeindeverwaltung kennen. Dabei konnten sie mit Flüchtlingskoordinator Peter Nitschke auch einen Blick in einen der noch nicht belegten Wohncontainer vor dem Ludendorfer Rathaus werfen. Im Bauhof der Gemeinde Swisttal erläuterte Baubetriebshofleiter Stefan Schumacher die Aufgabenbereiche, die von Baumkontrollen, Grabaushebungen auf dem Friedhof, Pflege von Grünflächen bis zu Wegeinstandsetzung und Winterdienst reichen.
Auf Schloss Miel informierte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner die Schüler über die dortige Außenstelle des Standesamtes. Viele Paare machen davon gerne Gebrauch und wählen diesen besonderen Rahmen, um sich das Jawort zugegeben. Alexander Thelen, Geschäftsführer der Golf-Club Schloss Miel GmbH, und Clubmanagerin Lisa Väthröder führten die Schüler durch die Schlossräume mit ihren originalen Wandmalereien und zeigten ihnen dabei auch die Hochzeitssuite. Des weiteren informierten sie über die Golfanlage Schloss Miel.
Zu Gast bei den jüngsten Swisttalern
Anschließend erhielten die Schüler einen Einblick in die Aufgaben eines Kindergartenträgers. Im Kindergarten Quellenstraße Elterninitiative Swisttal e.V. in Heimerzheim führte Leiterin Gisela Drexler durch das Haus. Vier Gruppen mit je etwa 20 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren beherbergt die Einrichtung. Jede Gruppe hat zusätzlich zu ihren Gruppenräumen einen Ruhe- und Schlafraum. Auf dem Außengelände des Kindergartens können die Kinder eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten nutzen. An einer Wand im Flur hängt Kinderkleidung. Dort üben die Kinder Reisverschlüsse, Knöpfe, Schnallen und Klettverschlüsse zu öffnen und zu schließen. „Aktuell beschäftigen wir uns mit dem Projekt ‚Kleider machen Leute‘, daran haben die Kinder besonders viel Freude“, erklärte Gisela Drexler. Nach der Führung durch die Räume des Kindergartens sind sich die drei Vierzehnjährigen einig, in diesen Kindergarten wären sie als Kinder auch gerne gegangen.
Das örtliche Gewerbe kennengelernt
Nach der Mittagspause ging es zu einem Gespräch mit dem Inhaber des Geschäfts „Blumen Herz“ in Odendorf, der „etwas andere Blumenladen“, wie Geschäftsinhaber Florian Daube betont. Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner gratulierte dem kreativen jungen Unternehmer, der Anfang März 2016 das zweijährige Bestehen seines Geschäfts feiern konnte. Als kleines Geschenk überreichte sie ihm eine Vase mit dem Wappen der Gemeinde. „Wir haben ein großes Sortiment von Beet-, Balkon- und Zimmerpflanzen bis zu Schnittblumen und Dekorationsartikeln. Zu unserem Angebot gehört neben der Bepflanzung von Gefäßen und dem Gestalten von Sträußen auch Trauer- und Hochzeitsfloristik. Da wir sehr zentral liegen, sind wir auch für Senioren gut zu erreichen“, erklärte Florian Daube. In seinem Betrieb waren anlässlich des Girls‘ und Boys‘ Days ebenfalls ein Schüler und eine Schülerin, die in das Berufsfeld Floristik hineinschnuppern wollten. Für Praktikanten sei vor allem eine hohe Motivation und die Bereitschaft Neues auszuprobieren erforderlich. Zu Daubes Blumenladen gehört neben dem Ladenlokal eine große Außenausstellungsfläche mit vielen bunt blühenden Pflanzen.
Eine weitere Station war der Gewerbepark Odendorf. Die Bürgermeisterin informierte die Jugendlichen über die Möglichkeiten und Bedeutung von Gewerbeansiedlungen für die Kommune. Erste Station war der Party- und Kochservice Gabriel. „Wir beliefern nicht nur Feste und Partys, sondern auch Kindergärten und Schulen. Speisen für etwa 700 bis 900 Mahlzeiten werden bei uns täglich zubereitet“, erzählte Waltraut Gabriel, die ihren Betrieb allein aufgebaut hat und heute über 20 Mitarbeiter beschäftigt. Jan, Meret und Ebu durften sich schon einmal die Menükarten ansehen. Waltraut Gabriel zeigte ihnen außerdem die umfangreichen Kühl- und Lagerräume.
Im Geschäft des Staplerservice Euenheim sind Motorsägen, Rasenmäher, Laubsauger und vieles mehr für die Forst- und Gartenarbeit erhältlich. „Selbstverständlich reparieren wir auch Gartengeräte. Das muss oft schnell gehen, denn die Kunden wollen meist noch am selben Tag den Rasen mähen bzw. ihre Arbeiten fortführen“, sagte Johannes Euenheim. Zu seinem Berufsalltag gehört die Beratung im Verkauf ebenso wie die Wartung und Reparatur von Geräten. Drei Mitarbeiter und eine Aushilfe unterstützen ihn bei dieser Arbeit. Im Trend seien jetzt elektronische Roboter zum Rasenmähren, erklärte Euenheim den Schülern.
Einblicke in die ehrenamtliche Arbeit
Einen Einblick in das ehrenamtliche Engagement der Bürger erhielten die Schüler im Anschluss. In Buschhoven trafen die Bürgermeisterin und die drei Jugendlichen Wolfgang Czycholl vom Heimat- und Verschönerungsverein Buschhoven. Als Stellvertreter der Vorsitzenden Renate Wolbring, mit der er seit 20 Jahren den Verein leitet, erläuterte er vor Ort die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Vereinsmitglieder. Der 1985 gegründete Verein pflegt Grünflächen und das Burgweiherareal. Einmal im Jahr lädt der Verein die Einwohner zudem zu einer Dorfreinigungsaktion ein. Dieses Jahr haben sich auch Flüchtlinge an der Aktion beteiligt, worüber Czycholl sich besonders freut. Inzwischen hat der Verein mehr als 200 Mitglieder. Die Grünflächen in der Umgebung des Römerkanalaufschlusses, der am Waldrand liegt, werden ebenfalls von den ehrenamtlichen Helfern instand gehalten. „Die Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und der Gemeinde funktioniert gut“, zog Czycholl positive Bilanz.
Zurück im Rathaus konnten die Jugendlichen die Postbearbeitung und die Büroabläufe der Bürgermeisterin kennenlernen. Zum Abschluss des Girls‘ und Boys‘ Day überreichte die Bürgermeisterin den Schülern Teilnehmerurkunden. „Ich war überrascht, wie viel die Arbeitgeber arbeiten müssen“, sagte Meret Smit. „Es war sehr schön, dass wir nicht den ganzen Tag im Büro waren“, sagte Ebu-Bekir Alcicek. „Es war toll, dass wir so viele verschiedene Bereiche kennenlernen konnten“, sagte Jan Röseling. „Ich habe mich sehr über das rege Interesse der Schüler und ihre Sichtweisen und Fragen gefreut“, fasste Bürgermeisterin Kalkbrenner den Tag zusammen.
Pressemitteilung der
Gemeinde Swisttal
