„Direkt für Kinder“ - die Astrid-Lindgren-Schule in Rheinbrohl war dabei
Schüler engagieren sich für Kinder
Förderung durch Spendenlauf
Rheinbrohl. Zum zweiten Mal beteiligte sich in diesem Jahr die Rheinbrohler Astrid-Lindgren-Schule durch einen Spendenlauf an der deutschlandweiten Kinderförderung „Direkt für Kinder“ mit Sitz in Mainz.
Den Start zum Lauf gab Rektorin Doris Brosowski nach dem diesjährigen Sportfest der Schule. Nach einer kurzen Pause nach den Sportfestdisziplinen folgte noch ein abschließender Staffellauf, wo die Klassen einer Altersstufe jeweils gegeneinander antraten und dann der Höhepunkt des Tages, der Spendenlauf. Hierzu hatten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld ihre Familien und weitere Personen angesprochen und um Spendenbeträge für jede gelaufene 400-Meter-Runde auf dem Sportplatz erbeten.
Doris Brosowski freute sich neben vielen Eltern und Großeltern besonders über die Anwesenheit von Edith Wingenfeld, der Gründerin von „Direkt für Kinder“ im Jahre 2010. Dabei hatte diese bei ihrer Anreise erhebliche Verkehrsprobleme und dachte schon an ein Umkehren, weil sie es nicht mehr rechtzeitig aus Mainz schaffen würde. Just in time zum Massenstart von 167 Kindern traf sie dann in Rheinbrohl ein.
Bestens motiviert
Die Schülerinnen und Schüler, bestens motiviert durch ihre Spendenzusagen, drehten so munter und fröhlich manche Runde durch das Römerwall-Stadion. Das ersammelte Geld kommt durch die gemeinnützige Gesellschaft „Direkt für Kinder“ (www.direkt-fuer-kinder.de) zielgerichtet, unbürokratisch und sehr schnell bedürftigen Kindern in akuten finanziellen Notlagen zu Gute – ausschließlich in Form von Sachspenden. „Wir sind eine Art Feuerwehr, ein Akuthelfer in aktuellen finanziellen Notlagen“, schildert Edith Wingenfeld. „Der Kauf auf Rechnung mit einem sogenannten „Kindergutschein“ garantiert, dass Spendengelder direkt als Sachleistung beim Kind ankommen. Auch um Rheinbrohl herum konnte unsere gemeinnützige Gesellschaft schon vielen Kindern helfen. Meist ging es um Kleidung, Schuhe und Kindermöbel. Einmal um das Verhindern einer Kündigung der Wohnung und kürzlich um Zuschüsse für Klassenfahrten und Sprachreisen von Schülerinnen und Schülern.“
Großes Engagement zahlreicher Schulen
Jährliches Ziel von „Direkt für Kinder“ ist und bleibt, durch zügig ermöglichte Sachspenden die aktuelle Not des nachweislich bedürftigen Kindes innerhalb maximal einer Woche zu lindern und bestenfalls Perspektiven zu schaffen. Ermöglicht wird dies durch ein großes Engagement von mittlerweile Tausenden von Schülerinnen und Schülern. Für die Rheinbrohler Astrid-Lindgren-Schule war es dieses Mal auch schon die zweite Aktion im Dienste der guten Sache. Ein wiederum sehr erfolgreiches und schönes Erlebnis für alle Beteiligten. Dabei sorgte nicht zuletzt das gute Wetter für beste Laune.
„Egal, wen ich von den Erwachsenen, die zahlreich als Zuschauer und zum Anfeuern der Kinder gekommen waren, gesprochen habe: Alle waren und sind begeistert von dieser Aktion und vor allem von der Leistung ihrer engagierten Kinder. Den Eltern und Großeltern gefällt besonders, dass „Direkt für Kinder“ mit dem Erlös direkt in der Umgebung und in der Region akut bedürftigen Kindern hilft. Am Besten kommt an, dass wir kein Bargeld in Familien geben. Das betreffende Kind erhält Sachspenden durch die Möglichkeit des Kaufes auf Rechnung. Somit ist gesichert, dass Spendengelder auch wirklich und direkt für akut bedürftige Kinder eingesetzt wird“, so Wingenfeld. Das Ergebnis der diesjährigen Rheinbrohler Aktion stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Es dauert erfahrungsgemäß immer rund zwei, drei Wochen, bis alles eingesammelt ist.
Alle Hände voll zu tun
Aktuell berichtete die Gründerin am Montag in einem Gespräch mit BLICK aktuell „Hier in Mainz sind allein übers Wochenende Anfragen von fünf Familien mit insgesamt zwölf Kindern in der Mail-Post gewesen. Entsprechend steht wieder viel Arbeit an. Dank Schulen wie der Astrid-Lindgren-Grundschule Rheinbrohl können wir auch diese Kinder akut versorgen.“
