Odendorfer Ortsgeschichte vor den Sommerferien
Schüler zu Gast im Zehnthaus
Besuch der Drittklässler zu Führung und Vortrag ist mittlerweile Tradition
Swisttal-Odendorf. Es ist schon gute Tradition beim Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, in der Woche vor den Sommerferien die dritten Klassen der „Schule am Zehnthof“ zu einer Unterrichtsstunde in das Zehnthaus einzuladen, vom Vereinsvorstand eine Hausführung zu organisieren und einen Kurzvortrag zur Geschichte des Zehnthauses zu halten. Der Start ist jeweils bei den Matronensteinen, die einst von römischen Legionären den Matronen als Gottesgabe dargeboten wurden. Vor 130 Jahren wurden sie beim Bau der Eisenbahn von Bonn nach Euskirchen gefunden. Die Originale befinden sich im Rheinischen Landesmuseum; beim Zehnthaus wurden Repliken eingebaut. Vor dem Vortrag im Obergeschoss trugen sich die Kinder in das Gästebuch des Zehnthausvereins ein. Der Vortrag gestaltete sich als reges Rede- und Antwortspiel, wobei ein Bewohner der Burg Odendorf seine Ortskenntnisse geschickt anzubringen wusste. Pädagogischer Schwerpunkt war die Erinnerung an die Jahreszahl der Errichtung des Zehnthauses - 1726. Diese Zahl wurde im Sprechgesang mehrfach wiederholt, um sie sich einzuprägen. Damit verbunden wurde die Aufforderung, am Abend die Eltern nach diesem Datum zu fragen. Motto: „Wir sind schlauer als unsere Eltern.“ Es folgte die Begehung des Speichers mit dem diskreten Hinweis auf Fledermäuse, was eine Mischung aus Interesse und eine Art vorsichtiger Zurückhaltung auslöste.
Im Vorstandszimmer gab es dann zur Belohnung eine Auswahl an verschiedenen Präsenten, wobei Deutschland-Caps und Sonnenbrillen der Renner waren. Höhepunkt war wohl der Abstieg in das Verlies im Kellergewölbe, wo bei Kerzenschein gegen mögliche Angstzustände mit Inbrunst das Schullied der Schule am Zehnthof gesungen wurde. Zum Abschied gab es ein Klassenfoto vor dem Zehnthaus.
