Schülerinnen und Schüler schmücken das Odendorfer Zehnthaus adventlich
Swisttal-Odendorf. Die Odendorfer „Schule am Zehnthof“ hat schon allein durch ihren Namen einen besonderen Bezug zu dem Odendorfer Zehnthaus, das 1726 vom Kartäuserorden zur Lagerung von Pachtabgaben im Ortskern errichtet wurde und heute den Bürgern vor allem für Familienfeiern zur Verfügung steht. Eine weitere wichtige Beziehung der Schülerinnen und Schüler zu dem Gebäude besteht darin, dass die dritten Klassen seit 2006 jedes Jahr eine Führung durch das Denkmal erhalten. Es dürfte somit kaum ein Odendorf-/Essiger Kind geben, das das Zehnthaus nicht vom Dachboden bis zum „Verlies“ (dem früheren Vorratskeller) aus eigener Anschauung kennt.
Da lag natürlich der Gedanke nahe, für die Weihnachtszeit eine Ausschmückung der Zehnthausfenster durch die Schülerinnen und Schüler anzuregen.
Der Vorschlag stieß bei der Schule sofort auf breites Interesse. Die engagierten Lehrerinnen Frau Thompson und Frau Stollenwerk machten ihn bei den zweiten und vierten Klassen zum Thema ihres Kunstunterrichts.
Es wurden Sterne gefaltet und geschnitten, Kerzen aus Transparentpapier gestaltet und Schattenschnitte von modernen und alten Häusern erstellt. Herausfordernd war es, dass die Fensterausschnitte des Zehnthauses sehr klein sind.
Hierbei stand dann auch die Frage im Raum - warum waren denn die Fenster zu damaliger Zeit so klein? Die Antwort hierauf lieferte durchaus auch einen direkten Bezug zu unserer heutigen Zeit, in der das Einsparen von Energie zwingend erforderlich ist.
Die schönen kleinformatigen transparenten Bilder finden nun in der Adventszeit an den Sprossenfenstern des oberen Stockwerks des Zehnthauses ihren Platz, während die größeren Werke der Kunstaktion die Fenster der Schule am Zehnthof schmücken.
Und so leuchten nun die Fenster des alten Zehnthauses und die der Schule am Zehnthof im Advent um die Wette und erfreuen ganz sicher nicht nur Kinderaugen.
